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Hintergrundinformationen zur Studie

Auch wenn das Thema E-Business im Allgemeinen und E-Procurement im Besonderen nach dem großen Hype vor zwei Jahren nun in der Versenkung verschwunden zu sein scheint, so zeigen Gespräche mit Unternehmen, dass das Thema Katalog-Management als Grundlage für erfolgreiches E-Procurement und auch digitales Publizieren stärker denn je im Fokus steht. Schließlich lassen sich hier enorme Einsparpotentiale bergen und endlich die schon lange versprochenen Synergieeffekte zwischen den verschiedenen Medien herstellen.

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Wer sich aber auf der Suche nach pragmatischen und effizienten Lösungen mit dem Thema Beschaffung und Katalog-Management auseinandersetzt, wird mit einer Vielzahl von Fachbegriffen, Technologien und Standards konfrontiert. BME-cat, Buy-Side, cXML, EDI, EJB, ERP, JSP, OCI, Sell-Side, Staging Area, XML etc. – die Orientierung im umfangreichen Angebot der E-Procurement-Anbieter fällt nicht leicht, zumal jede auf dem Markt befindliche Lösung eine andere Sichtweise der Dinge hat und unterschiedliche Aspekte im Procurement-Cycle fokussiert.

DAS ANWENDUNGSSZENARIO

Ein Unternehmen möchte gerne seine Produktdaten in einem einheitlichen System vereinen und neben den harten Daten auch mit Marketing- und Vertriebsinformationen versehen. Anschließend sollen auf Basis dieses Systems sowohl schnell und kostengünstig Kataloge gedruckt, als auch elektronische Kataloge an Kunden geliefert werden.

Eine alltägliche Anforderung, die gleich mehrere Themen vereint: Auf das Thema E-Procurement fokussierte Anbieter von Katalog-Management-Systemen verstehen sich auf die lieferantenseitige Erstellung und Bereitstellung von elektronischen Katalogen für den zwischenbetrieblichen Warenverkehr (Sell-Side) und/oder auf die kundenseitige Integration von elektronischen Katalogen von Lieferanten in den eigenen Einkaufskatalog (Buy-Side). Viele Druckhäuser und Publishing-Dienstleister ködern ihre Kunden wiederum mit Lösungen, welche die Herstellungskosten für Produktkataloge über entsprechende Katalog-Management-Systeme drastisch senken sollen.

DIE WERTUNG

Die zehn ausgewählten Anbieter und Systeme bieten Lösungen sowohl für den E-Procurement-Aspekt, als auch für das automatische Publizieren von Printkatalogen.

Für die grundsätzliche Merkmale des System wurde eine Systemvision vorgegeben, die von einer größtmöglichen serverseitigen Plattformneutralität und Flexibilität ausging. Auf Nutzerseite wurde auf möglichst einfache und ressourcenschonende Zugangssoftware Wert gelegt. Dementsprechend wurden beispielsweise für Systeme, welche auf Nutzerseite nur die Verwendung eines handelsüblichen Browsers voraussetzen besonders viele Punkte gewährt.

Die eigentlichen Merkmale des Katalog-Management-Systems wurden auf Basis des skizzierten Anwendungsszenarios erarbeitet und bilden in der Summe die gewünschte Produktvision. Hier wurden für verschiedene Merkmale Punkte verteilt und anschließen addiert.

Systemvision und Produktvision zusammen ergaben einen Katalog-Management-Index von maximal zu 10 Punkten. Anbieter mit einer hohen Punktzahl kommen so also der geforderten System- und Produktvision am nächsten.

Das Kopf-an-Kopf-Rennen bei der Produktvision zeigt, dass die meisten Anbieter die Idee und das Konzept Katalog-Management verstanden und erfolgreich umgesetzt haben.

Bei der skizzierten Systemvision sind allerdings noch beträchtliche Unterschiede zu erkennen: Der Wunsch nach Flexibilität und Offenheit zu anderen Systemen findet noch nicht bei allen Anbietern Gehör.