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Zusammenfassung der Studie 'Digitale Signaturen'

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Die Studie untersucht die Anforderungen des Signaturgesetzes 2001 an die Zertifizierungsdiensteanbieter und deren Produkte in Deutschland. Diese erlauben es natürlichen Personen, mittels digitaler Signaturen Daten elektronisch zu unterschreiben, wobei diese Signaturen Handunterschriften im Privatrecht grundsätzlich gleichgestellt sind.

Zum Stichtag der Studie existierten in Deutschland: 15 akkreditierte Zertifizierungsdiensteanbieter und ein akkreditierter Zeitstempeldienstanbieter gemäß dem Signaturgesetz 2001. Sechs akkreditierte Anbieter (Telesec, Signtrust, Medizon, TC Trustcenter, D-Trust und AuthentiDate zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser ) stellen ihre Dienste jedermann zur Verfügung, die anderen beschränken ihr Angebot auf bestimmte Berufsgruppen. Die Mehrzahl der akkreditierten Anbieter kooperiert mit Signtrust oder Datev. Hierbei werden zum Großteil oder sogar ausschließlich deren Software, Hardware und Infrastruktur genutzt.

Die Kosten für die Zertifikate, die zur Überprüfung der elektronischen Signaturen benötigt werden, und die entsprechenden Dienste der Anbieter belaufen sich für Privatnutzer auf ca. 50 Euro pro Jahr. Geschäftskunden werden Sonderkonditionen bei größeren Stückzahlen angeboten. Oft werden gestaffelte Preise angeboten, so dass bei höheren Zertifikatszahlen die Pro-Kopf-Gebühren sinken.

Durch die Konformität zum Signaturgesetz und zur Signaturverordnung besteht bei den akkreditierten Anbietern eine geprüfte, bei angezeigten Anbietern eine Vermutung für deren Sicherheit. Durch die Konformität ist jedoch nicht die Interoperabilität der Zertifikate und der Signaturen garantiert. Bis diese in größerem Maße gewährleistet ist, müssen die Anbieter sich einem einheitlichen Standard (voraussichtlich ISIS-MTT) anpassen. Solange muss ein Kunde, falls er nur von einem Anbieter das Angebot nutzen will, entscheiden, welcher Zertifizierungsdiensteanbieter den größten Kommunikationspartnerkreis des Kunden schon bedient bzw. in Zukunft bedienen wird. Hilfreich ist dabei, dass teilweise die Überprüfung von Signaturen auch für Nicht-Kunden durch bestimmte frei erhältliche Software durchführbar ist. Andererseits bieten nicht alle Zertifizierungsdiensteanbieter ihre Leistungen für jedermann an, so dass die Auswahlmöglichkeit und bestimmte einzelne Vorzüge zum Teil wieder eingeschränkt werden.

Die angebotenen Client-Lösungen bauen alle auf Standardsoftware und -betriebssystemen (zumeist Microsoft Windows und Outlook sowie Netscape Messenger) auf, so dass auf Seiten der Nutzer keine besonderen, Kosten verursachenden Anpassungen vorgenommen werden müssen.