| Art der Veranstaltung: | Kongress |
| Ort: | Berlin |
| Datum: | 21.06.12 bis 22.06.12 |
| Veranstalter: | BVM Berufsverband Deutscher Markt- und Sozialforscher e.V. |
| URL: | http://www.bvm.org/Kongress-2012_1528_0_0.html |
| Telefon: | +49-30-499074-20 |
| Telefax: | +49-30-499074-21 |
| Eintritt/Gebühr: | info@bvm.org |
Kongress der Deutschen Marktforschung
Glaubwürdigkeit, Reputation und RelevanzMarktforschung für das Unternehmens- und Markenmanagement in Zeiten sozialen, wirtschaftlichen und technischen Umbruchs
Im Juni 2012 ist es wieder soweit: zwischen 400 und 500 Experten aus Marketing sowie Markt- und Medienforschung treffen sich auf dem 47. Kongress der Deutschen Marktforschung in Berlin, um über hoch aktuelle und innovative Forschungsansätze, Studien und Verfahren zu diskutieren.
Zum Hintergrund des Themas
Die Finanzkrise und ihre auch weiterhin spürbaren Folgen waren das vorläufig letzte wirtschaftliche Schlüsselereignis, das auch eine verheerende Wirkung auf die faszinierende Welt der Marken hatte. Denn manches der bis dahin als Bastionen der Markenwelt geltenden Unternehmen aus der Welt der Banken und Versicherungen gerieten ins Wanken. Die Finanzbranche verlor einiges von ihrer strahlenden Aura. Noch vor wenigen Jahren galten – von wenigen Ausnahmen abgesehen – Finanzdienstleistungsunternehmen als die Marken schlechthin, denen die Konsumenten die Attribute Kompetenz, Sicherheit, Glaub- und Vertrauenswürdigkeit zuschrieben. Die jüngsten Entwicklungen zeigen, dass das Image dieser Unternehmen – samt ihrer professionellen Kommunikation und ihrem Bekenntnis zu Kompetenz, Vertrauenswürdigkeit und Partnerschaft mit dem Kunden – stark gelitten hat.
Zweifellos sind die Finanzkrise und ihre Folgen in der jüngeren Vergangenheit das wohl krasseste Beispiel der Entzauberung starker Marken – und in der Folge sogar der Reputation nicht weniger Länder und anderer ehrwürdiger Institutionen der westlichen Welt. Es gibt zahlreiche Bespiele aus verschiedensten wirtschaftlichen Bereichen – bei Unternehmen und ihren Marken, Wirtschaftszweigen, bei Volkswirtschaften und ihren Währungen, aber auch in Institutionen des politischen und sozialen Lebens –, die zeigen, dass es eines langen Atems und der Kontinuität bedarf, das Vertrauen in eine Marke oder eine Institution und in deren Attraktivität aufzubauen und zu erhalten, dass es dagegen sehr schnell gehen kann, dieses Kapital an Vertrauen und Attraktivität zu vernichten.
Diese Entwicklungen haben nicht nur Politik und Wirtschaft, sondern vor allem die Menschen betroffen. Sie weckten – über den Schaden hinaus, den die direkt von Spekulation, Banken- und Versicherungspleiten und Börsencrashs Betroffenen erlitten haben – bei vielen Menschen auch Verunsicherung, Angst und Empörung. Entsprechend liegt der Schluss nahe, dass die Themen Marke und der Umgang mit ihr in einem viel grundsätzlicheren Kontext begriffen und angegangen werden müssen.
