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Abomodell: Jeder zweite Deutsche findet Streamingdienste zu teuer

07.03.2019 Knapp jeder zweite Deutsche(46 Prozent) würden nicht mehr als fünf Euro für Streaming-Services zahlen wollen. Grundsätzlich sind Deutsche in Hinblick auf Video-on-Demand-Services sparsam und nutzen meist nur einen kostenpflichtigen Streaming-Dienst. So zwei Errgebnisse einer aktuelle Studie.

 (Bild: Pixabay/ kreatikar)
Bild: Pixabay/ kreatikar
Die repräsentative Studie von Statista zur Homepage dieses Unternehmens Relation Browser für Next Media Hamburg zur Homepage dieses Unternehmens Relation Browser hat zudem ergeben, dass 36 Prozent die Preisspanne von fünf bis 15 Euro als angemessen erachten, aber zu einer monatlichen Zahlung von 15 bis 25 Euro dagegen nur 13 Prozent der Befragten bereit sind. Und über 25 Euro würden lediglich fünf Prozent der Befragten zahlen wollen.

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Die Deutschen nutzen eher niedrigpreisige Abos.
(chart: Next Media)
Die geringe Zahlungsbereitschaft deckt sich mit der Erkenntnis, dass 59 Prozent der befragten Nutzer genau einen kostenpflichtigen Streaming-Dienst in Anspruch nehmen und von zusätzlichen Abonnements absehen. Entgegen einer weitverbreiteten Vermutung nutzt nur jeder dritte Konsument zwei kostenpflichtige Streaming-Services gleichzeitig. Der Anteil der Nutzer, die insgesamt drei Streaming-Services nutzen, liegt bei acht Prozent, mehr als drei Streaming-Services nutzt nahezu niemand (ein Prozent).

Werbefrei geht vor

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Die Mehrheit hat nur ein bezahltes Streaming-Abo.
(chart: Next Media)
Die Deutschen sind also nicht bereit für Streaming viel zu zahlen, vor allem aber wollen sie den bezahlten Bewegtbild-Content werbefrei genießen: Für mehr als 35 Prozent kommt Werbung bei der Nutzung von kostenpflichtigen Streaming-Diensten überhaupt nicht infrage. Weitere 41 Prozent würden nur gegen eine Vergünstigung von mindestens 50 Prozent Werbung bei bezahlpflichtigen Streaming-Services akzeptieren. Geringe Vergünstigungen bis zehn Prozent sind für die meisten hingegen kein Grund, Werbung zu akzeptieren. 99 Prozent gaben an, dass sich bei diesem Preisnachlass ihre Haltung zu Werbung bei Streaming-Angeboten nicht verändern würde.

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Noch sind Programmvorschläge weniger gut angenommen.
(chart: Next Media)
Positiver bewerteten die Nutzer kostenpflichtiger Streaming-Dienste algorithmusbasierte Programmempfehlungen: So sind 59 Prozent von ihnen der Meinung, dass solche Bewegtbild-Guides bei der Wahl der richtigen Filme oder Serien helfen können. Bei den 18- bis 29-Jährigen sind es mit 68 Prozent sogar noch mehr. Nur 35 Prozent dieser Nutzergruppe sprechen sich gegen solche Hilfssysteme aus und glauben nicht an den Nutzen von Algorithmen.

Lokaler Content zieht nicht automatisch Abos an

Skeptisch zeigen sich die Nutzer gegenüber dem Thema "interaktives Storytelling", bei dem sich zum Beispiel mit der Fernbedienung oder dem Smartphone der Verlauf einer Geschichte beeinflussen lässt. 61 Prozent sehen diesen Bewegtbild-Trend als uninteressant an. Nur die Gruppe der 18- bis 29-Jährigen zeigt zu 55 Prozent Interesse an interaktiven Bewegtbild-Formaten. Neben interaktiven Inhalten setzen Streaming-Anbieter wie Netflix oder Amazon Prime Video neuerdings auch vermehrt auf lokale Inhalte, etwa Serien, die in Deutschland spielen. Für 83 Prozent der Befragten ist dieser Content jedoch kein Argument für den Abschluss eines Abos.

Insgesamt scheinen die Nutzerbedürfnisse klar: Streaming-Content soll möglichst günstig und werbefrei sein. Die Nutzer sind nur bei großen Preisnachlässen dazu bereit, Werbung in Kauf zu nehmen. Das geht mit der Erkenntnis einher, dass sich die meisten Nutzer auf einen Streaming-Dienst beschränken. Was algorithmusbasierte Programmempfehlungen angeht, zeigen sich die Deutschen dagegen offen und erachten sie als größtenteils hilfreich, während sich nur die jüngeren für interaktives Storytelling begeistern können. Lokale Inhalte spielen bei einer Abo-Entscheidung eher keine Rolle.

Die Befragung wurde online zwischen dem 07. Januar und 12.Januar 2019 durchgeführt. Insgesamt haben 1.000 Personen im Alter zwischen 18 und 65 Jahren teilgenommen.

(Autor: Susanne Steiger )

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