Expert-Talk: "So kann man extrem nah am Kunden sein" Video-Podcast ansehen
Warum WhatsApp besonders gut dafür eingesetzt werden kann eine enge Kundenbindung herzustellen und damit das eigene Markenprofil zu schärfen, erklärt Katharina Kremming von MesssengerPeople.
Video-Podcast ansehen
Expert-Talk: Wie digitale Transformation wirklich funktioniert Video-Podcast ansehen
Worauf es bei der Umsetzung einer Digital-Strategie ankommt, warum so viele Unternehmen scheitern und wie Sie dabei am besten vorgehen, um der Konkurrenz einen Schritt voraus zu sein, erklärt Tim Schestag, E-Commerce-Consultant von best it im Expert Talk.
Video-Podcast ansehen

Deutsche verbringen täglich zehn Stunden am Bildschirm

26.01.2022 Ob Smartphone, Laptop oder Fernseher: Seit Corona verbringen die Menschen mehr Zeit vor dem Bildschirm. So beträgt die durchschnittliche Bildschirmzeit derzeit 10 Stunden pro Tag, 70 Stunden in der Woche. Dieser Wert ist seit Beginn der Pandemie vor zwei Jahren von damals 8 um 2 Stunden pro Tag gewachsen.

 (Bild: kreatikar / pixabay.com)
Bild: kreatikar / Pixabay
Starke Anstiege verzeichnen vor allem Videostreaming, Videotelefonie und Online-Shopping. Knapp ein Viertel der zusätzlichen Bildschirmzeit, im Durchschnitt 24 Minuten pro Tag zusätzlich, werden Videos, Filme oder Serien gestreamt - insgesamt fast eine Stunde am Tag (57 Minuten). Videotelefonate gab es vor der Pandemie so gut wie gar nicht. Gerade einmal 5 Minuten täglich wurde privat per Video telefoniert, jetzt ist es fast eine halbe Stunde (27 Minuten). Auch die Zeit, die man mit Online-Shopping zubringt, hat sich mehr als verdoppelt. Für die Shopping-Tour im Web wird im Schnitt täglich eine Viertelstunde zusätzlich investiert, 24 Minuten sind es unter dem Strich jeden Tag. Das zeigt eine aktuelle repräsentative Befragung von mehr als 1.000 Personen ab 16 Jahren in Deutschland, die im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt wurde.

Unter den Bundesbürgerinnen und -bürgern hat die Nutzung digitaler Technologien in den vergangenen beiden Jahren deutlich zugenommen: Insgesamt nutzen 84 Prozent digitale Technologien heute häufiger als vor der Pandemie. Anfang 2021 haben bereits 78 Prozent angegeben, sich intensiver als zuvor damit zu beschäftigen. Die Altersgruppe der Menschen ab 65 Jahren sticht dabei besonders hervor: Von den Seniorinnen und Senioren nutzen mittlerweile drei Viertel (75 Prozent) digitale Technologien häufiger als zuvor - vor einem Jahr war das erst bei der Hälfte (51 Prozent) der Fall.

Preview von Bildschirmnutzung der Deutschen 2021

Das Marktzahlen-Archiv ist ein Premium-Service von iBusiness. Werden Sie Premium-Mitglied, um dieses Chart und viele tausend weitere abzurufen.

Jetzt Mitglied werden


Digitale Technologien helfen in allen Lebensbereichen

Eine große Mehrheit profitiert während der Pandemie von der Digitalisierung im Alltag. So helfen digitale Technologien 86 Prozent in mindestens einem für sie relevanten Lebensbereich. Ganz oben steht dabei die Arbeit: 7 von 10 Erwerbstätigen (69 Prozent) sind nach eigenem Bekunden dank digitaler Technologien besser durch die Pandemie gekommen. 6 von 10 profitierten beim Einkaufen (59 Prozent) sowie bei der Kommunikation mit Freundeskreis oder Familie (58 Prozent). Für 56 Prozent war Digitales rund um die Gesundheit nützlich, für 52 Prozent bei der Ernährung. 46 Prozent profitierten von digitalen Technologien jeweils bei Sport und Fitness bzw. bei Finanzen und Versicherungen. Im Bereich Bildung und Weiterbildung (41 Prozent) sowie Freizeit und Unterhaltung (35 Prozent) war der empfundene Nutzen etwas geringer. Bei der Kinderbetreuung (22 Prozent) und im Bereich Mobilität und Verkehr (18 Prozent) hat die Digitalisierung nur noch knapp jedem Fünften durch die Pandemie geholfen.

Gleichzeitig werden viele Menschen im Umgang mit digitalen Technologien souveräner: Der Anteil derjenigen, die sich durch den zunehmenden Einsatz digitaler Technologien im Alltag gestresst fühlen, ist im Vergleich zum ersten Pandemiejahr um 10 Prozentpunkte auf 28 Prozent deutlich gesunken. Besonders die 30- bis 49-Jährigen und 50- bis 64-Jährigen lassen sich sehr viel weniger stressen als zuvor: Waren es vor einem Jahr noch jeweils 36 Prozent, sind es aktuell nur noch 21 bzw. 18 Prozent. Unter den Jüngeren zwischen 16 und 29 Jahren fühlen sich ebenfalls 21 Prozent gestresst (2021: 23 Prozent). Allerdings bleibt der Anteil der von der Digitalisierung gestressten Seniorinnen und Senioren mit 51 Prozent unverändert hoch.

Deutsche geben mehr Geld für digitale Geräte und Dienste aus

Im zweiten Corona-Jahr nutzten die Verbraucherinnen und Verbraucher digitale Technologien nicht nur intensiver, sie griffen dafür erneut tiefer in die Tasche. So hat mehr als ein Drittel (37 Prozent) in den vergangenen zwölf Monaten aufgrund von Corona digitale Geräte oder zusätzliche Software angeschafft bzw. Dienste in Anspruch genommen. Die meisten aus dieser Gruppe (45 Prozent) kauften sich wegen Corona ein Smartphone, 40 Prozent investierten in zusätzliches Computer-Zubehör. Mehr als ein Viertel schaffte sich extra einen Laptop (27 Prozent) oder Tablet (26 Prozent) an oder bezahlte für Gaming in Form von Software, Apps oder Abo-Diensten (27 Prozent). Jede und jeder Vierte (25 Prozent) investierte in Streaming-Abos für Musik und Hörbücher, ein Fünftel (20 Prozent) besorgte sich ein TV-Gerät. Für die zusätzlichen Geräte, Software oder Dienste zahlten die Verbraucherinnen und Verbraucher 2021 im Schnitt 913 Euro. Insgesamt geben 3 von 10 (30 Prozent) aller Befragten an, dass sie 2021 wegen der Corona-Pandemie mehr Geld für Geräte, Software und Dienste ausgegeben haben als im Jahr zuvor. Im ersten Corona-Jahr waren es bereits 65 Prozent gewesen, die Corona-bedingt mehr in Digitales investiert haben als vor der Pandemie.

Drei Viertel sorgen sich um Fake News in sozialen Netzwerken

Hohe Bedeutung haben digitale Technologien auch bei der Verbreitung von Informationen über die Pandemie. Wie hoch sind die aktuellen Infektionszahlen, welche Symptome zeigen sich bei Omikron, welche Schnelltests sind zuverlässig? Für Informationen rund um Corona nutzen die meisten Menschen Radio und Fernsehen (89 Prozent). 8 von 10 (82 Prozent) informieren sich im Freundes- oder Familienkreis über das aktuelle Pandemie-Geschehen. 71 Prozent gehen auf Online-Nachrichtenseiten und 6 von 10 (60 Prozent) greifen zu Zeitungen oder Zeitschriften. Die neuen Medien hat für eine Mehrheit der Bevölkerung ebenfalls Relevanz. So nutzt die Hälfte (51 Prozent) soziale Netzwerke und 42 Prozent informieren sich über Chats etwa von Messenger-Diensten wie WhatsApp oder Telegram. 16 Prozent schauen sich Videos über das aktuelle Pandemie-Geschehen auf YouTube an. Direkt auf die Website des Robert Koch-Instituts (RKI) gehen 4 von 10 (39 Prozent) und ein Viertel (26 Prozent) klickt die Portale von Ministerien oder Behörden an. Immerhin 6 Prozent bekannten sich in der Bitkom-Befragung dazu, bewusst "alternative Informationsangebote" im Internet zu nutzen.

Insgesamt ist die Glaubwürdigkeit der öffentlichen Institutionen aber hoch: Fast drei Viertel (72 Prozent) der Deutschen geben an, den Informationen von RKI, Ministerien und Behörden zu vertrauen. Allerdings haben viele von ihnen Probleme, mit der Informationsflut rund um das Thema umzugehen: 43 Prozent derjenigen, die den Informationen der offiziellen Stellen vertrauen, finden es schwierig, Informationen über Corona richtig einzuordnen. Drei Viertel (76 Prozent) sorgen sich auch über die Verbreitung von Falschinformationen zu Corona in den sozialen Medien. So hat fast jede und jeder Zweite (48 Prozent) schon einmal Familienmitglieder, Freundinnen oder Freunde über Falschinformationen zu Corona aufgeklärt.

Preview von Nutzung digitaler Technologien während der Pandemie

Das Marktzahlen-Archiv ist ein Premium-Service von iBusiness. Werden Sie Premium-Mitglied, um dieses Chart und viele tausend weitere abzurufen.

Jetzt Mitglied werden
Neuer Kommentar  Kommentare:
Schreiben Sie Ihre Meinung, Erfahrungen, Anregungen mit oder zu diesem Thema. Ihr Beitrag erscheint an dieser Stelle.
Dienstleister-Verzeichnis Agenturen/Dienstleister zu diesem Thema: