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 (Bild: absolit)
Bild: absolit

Studie 'Twitter-Strategien deutscher Unternehmen'

Die aktuelle Studie analysiert die Möglichkeiten, die sich für Unternehmen bieten, den Kurznachrichtendienst Twitter zu nutzen. Dazu wurden 26 deutschsprachige Twitteraccounts von 25 Unternehmen und einer gemeinnützigen Organisation untersucht.

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Die aktuelle Studie analysiert die Möglichkeiten, die sich für Unternehmen bieten, den Kurznachrichtendienst Twitter zu nutzen. Dazu wurden 26 deutschsprachige Twitteraccounts von 25 Unternehmen und einer gemeinnützigen Organisation untersucht. Konkret sollte folgenden Fragen nachgegangen werden:

* Welche Strategien verfolgen Unternehmen derzeit?
* Welche Faktoren führen zu einer hohen Reichweite?
* Welche Inhalte kommen am besten an?
* Welche Rolle spielt der Dialog über Twitter?

In der Studie werden die wichtigsten Kenngrößen ermittelt und verglichen. Am leichtesten messbar ist die Reichweite, da die Zahl der "Follower" (Abonnenten oder Fans) in Twitter direkt angezeigt wird. Hier liegt die Lufthansa mit großem Abstand vorne. Voraussetzung für eine hohe Attraktivität sind jedoch gute Inhalte. Um das zu messen, analysierte Absolit drei Monate lang den Anteil der Nachrichten, die so interessant waren, dass sie von Twitternutzern an ihre Freunde weitergeleitet wurden. Die Attraktivität der Nachrichten ist der wirkungsvollste Hebel, um mehr Follower zu erhalten und damit die eigene Reichweite zu erhöhen.

Unternehmen wie Google, aber auch die Messe Frankfurt oder der Daimler News-Kanal beschränken sich auf die Bereitstellung relevanter Nachrichten in Twitter. Im Kern jedoch ist der Dienst ein Dialogmedium: Unternehmen wie der US-Kabelanbieter Comcast geben täglich etwa zwanzig differenzierte Antworten auf Kundenfragen. Otto, Ebay, Kodak und Vodafone sind in Deutschland die Vorreiter beim Einsatz von Twitter als Medium für den Kundendialog. Fast neunzig Prozent der Inhalte im Twitter-Account von Otto bestehen aus Antworten auf Fragen von Twitternutzern. Dahinter steckt ein Team von drei Personen, die zeitversetzt für die Kunden da sind.

Ganz anders bei Google, Messe Frankfurt und Daimler. Hier werden - zum Teil automatisiert - Pressemeldungen in Twitter publiziert. Bei Google und Messe Frankfurt sind das nur etwa zwei Meldungen pro Woche. Damit ist die Chance hoch, dass diese Meldungen auch Aufmerksamkeit erhalten. Bei Daimler sind es jedoch täglich vier Meldungen. Auch die Bahn sendet vollautomatisierte Nachrichten. Täglich gibt es etwas fünf Verkehrsmeldungen. Diese werden auch weiterempfohlen. Plus dagegen hat ebenfalls einen recht leblosen Account ohne viel Dialog und mit reinen Produktmeldungen. Hier werden nur zwei Prozent der Meldungen weitergereicht. Hier spielt jedoch ein weiterer Faktor mit hinein: Die Qualität der Follower. Auch diese wurde in der Studie gezielt analysiert. Die reine Reichweite ist wertlos, wenn sich dahinter nicht auch wirkliche Fans des Unternehmens befinden.

Die aktivsten Follower haben Daimler, Kodak, Allianz und Otto. "Die Investition in den Kundendialog zahlt sich aus" schlussfolgert Schwarz. Kodak, Allianz und Otto sind nämlich wiederum die Unternehmen mit dem höchsten Anteil an dialogorientierten Twittermeldungen. Einen Download der Kurzversion der Studie gibt es unter absolit.de/Twitterstudie