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IT-Budget 2002: Aus dem Editorial

Zum vierten Mal hat InformationWeek in
Kooperation mit Research& Consulting die
Investitionsbereitschaft deutscher Unternehmen in IT- Lösungen und -Produkte untersucht.
Die Studie 'IT- Budget 2002' richtet sich an die
IT- Branche - Hersteller wie Dienstleister können anhand der Zahlen ihre Herangehensweise an den Markt feintunen.

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Interessant ist die Studie für IT- und Business-Entscheider in Unternehmen, denn diesen bietet sie Orientierung zu Einsatzmöglichkeiten aktueller Technologien. Gewerbliche Endkunden sehen, was die Kollegen tun, und wo sie selbst einen Vorsprung oder Aufholbedarf gegenüber Mitbewerbern haben.

2001 hat sich der Markt zum ersten Mal in vier Jahren anders verhalten, als in der 'IT-Budget' vorhergesagt. Zwar wollten mehr Unternehmen im vergangenen Jahr stärker in IT investieren als 2000, doch in vielen Fällen blieb es bei den Plänen. Anders als in den vergangenen Jahren wurden Budgets nicht mehr vollständig aufgebraucht. Gerade große Projekte wurden auf Eis gelegt.

Der Hype ist vorbei. Auf diesen einfachen Nenner läßt sich das Investitionsverhalten des letzten Jahres bringen. In den vergangenen Jahren belebten Schlagworte wie E- Business, Internet-Commerce und New Economy das IT-Geschäft. Wer als größeres Unternehmen 2000 nicht ein E-Business-Projekt zumindest in Planung hatte, wurde von Investoren und Banken als technologiefeindlich bestraft. Traditionell ausgerichteten Unternehmen mit geringer Investitionsbereitschaft wurde der Untergang vorausgesagt. Denn massiver Technologieeinsatz würde es erlauben, Geschäfte schneller abzuwickeln. Und die Schnellen fressen bekanntlich die Langsamen, eine häufig zitierte Weisheit der New Economy.

Heute ist klar erkennbar, wer tatsächlich auf der Strecke geblieben ist. Und mit dem Ende des Hypes ist eine gegenläufige Bewegung eingetreten: Unternehmen sind sehr vorsichtig geworden, wenn es darum geht, IT-Projekte aufzusetzen. Das belegt die Studie.

Über die Einsparungen haben viele Business-Verantwortliche aus den Augen verloren, dass IT- Lösungen wie CRM oder ERP konkreten Geschäftsnutzen haben. IT-Industrie wie IT-Manager sehen zwar technologische Visionen, tun sich aber häufig schwer, diese in Lösungen für die täglichen Geschäftprobleme ihrer Kunden beziehungsweise Kollegen in den Fachabteilungen umzusetzen. Ihre Aufgabe wird es sein, dem nicht an Technologie interessierten Management, das auch über die IT-Budgets entscheidet, Technologien und Produkte in wirtschaftlich interessante Anwendungen zu übersetzen. Auch dabei soll 'IT-Budget 2002' als Unterstützung dienen, denn die Studie zeigt, was deutsche Unternehmen bewegt.