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Studie: Online-Branche sucht verstärkt Hochschulabsolventen

13.07.12 Vor allem Berufseinsteiger mit einem Hochschulabschluss können auf dem Arbeitsmarkt der Online-Branche profitieren. Die drei Fachbereiche Projektmanagement, Informationstechnologie und Marketing/Vertrieb verzeichnen den größten Bedarf an qualifizierten Berufsanfängern. Die Suche nach den geeigneten Kandidaten gestaltet sich für rund drei Viertel der 240 befragten Unternehmen aufgrund des Fachkräftemangels als schwierig. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie vom Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser in Kooperation mit der Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation (MHMK) zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser .

76 Prozent der befragten Unternehmen der digitalen Wirtschaft fragen verstärkt Hochschulabsolventen nach. Hingegen liegt der Bedarf an Auszubildenden mit einem fertigen Abschluss bei nur 41 Prozent der Unternehmen deutlich niedriger.

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Der höchste Bedarf an Projektmanagment Berufseinsteigern herrscht in den Bereichen Projektmanagement, IT und Marketing / Vertrieb.
(chart: BVDW)

Gründe für den Mangel an Berufseinsteigern

Die Unternehmen der digitalen Wirtschaft spüren bei der Suche nach geeigneten Kandidaten die Folgen des allgegenwärtigen Fachkräftemangels. Über 71 Prozent der befragten Unternehmen nennen das Fehlen erforderlicher Kompetenzen als häufigsten Grund für den Mangel qualifizierter Berufseinsteiger. Für rund 65 Prozent liegt ein weiterer Grund in der zu geringen Ausbildungszahl an Berufsanfängern.

Präferierte Studiengänge in der digitalen Wirtschaft

Für Hochschulabsolventen, die in der digitalen Wirtschaft ins Berufsleben starten, ist es weitgehend unerheblich, ob es sich bei dem letzten Studienabschluss um einen Abschluss mit Bachelor, Master oder Diplom handelt. Wirtschaftswissenschaftler werden am meisten von den Unternehmen gesucht (82 Prozent), gefolgt von Absolventen aus Informatik- bzw. Technikstudiengängen (74 Prozent). Über die Hälfte der Befragten (51 Prozent) hat zudem einen mittleren bis hohen Bedarf an Sozialwissenschaftlern. Im direkten Vergleich ist der Bedarf an Grafikern/Designern mit 38 Prozent der befragten Unternehmen insgesamt geringer.

Bedarf an Berufsanfängern nach Fachbereichen

Der höchste Bedarf an Berufseinsteigern herrscht in den Bereichen Projektmanagement (68 Prozent), Informationstechnologie (66 Prozent) und Marketing/Vertrieb (65 Prozent). Über jedes zweite befragte Unternehmen sucht zudem verstärkt Berufsanfänger für die Bereiche Beratung / CRM (56 Prozent) und Strategie / Business Development (52 Prozent). Der Bedarf in den Bereichen PR / Kommunikation (22 Prozent) und Controlling / Finanzen (19 Prozent) wird im Vergleich als weniger dringend angesehen.

Qualifikationsanforderungen an Berufseinsteiger

Als bedeutendste Anforderungen an Berufsanfänger identifizieren die Unternehmen der digitalen Wirtschaft eindeutig klassische Soft Skills:

  • Soziale Kompetenz (96 Prozent),
  • Umsetzungskompetenz (95 Prozent)
  • sowie mentale Kompetenz (94 Prozent)

Sie zählen für die befragten Unternehmen zu den zentralen Schlüsselqualifikationen von Berufsanfängern. Auf der Anwendungsebene bemessen die Unternehmen Kenntnissen von

  • Mobile Marketing (61 Prozent),
  • Social Media (61 Prozent) und
  • E-Commerce (59 Prozent)


eine hohe bis sehr hohe Bedeutung zu. Ebenfalls hoch im Kurs stehen Kenntnisse in der Online-Vermarktung und in der Mediaplanung für über die Hälfte der befragten Unternehmen.

Zusatzqualifikationen der Berufsanfänger in der Online-Branche

Bevorzugt suchen über 80 Prozent der Unternehmen der digitalen Wirtschaft diejenigen Berufseinsteiger, die bereits Praxis- bzw. Berufserfahrung anhand von Praktika oder Studentenjobs vorweisen können. Mehr als die Hälfte der Befragten (55 Prozent) sehen in Sprachkenntnissen eine hohe bis sehr hohe Bedeutung, für rund 45 Prozent zählt die Reisebereitschaft und Mobilität zu den wichtigen Anforderungen. Auslandserfahrung wird dagegen nur von einem Viertel der Unternehmen als bedeutsam befunden (24 Prozent).

(Autor: Markus Howest)

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