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Startup-Perlen Mai 2009: Megazebra und CaptchaAd

13.05.2009 Jedes Jahr gehen unzählige Start-ups an den Start. Viele verschwinden später wieder vom Markt, aber einige können bestehen und finden dauerhaft ihren Platz in der Webwelt. iBusiness präsentiert ab sofort regelmäßig, junge Unternehmen, die man sich merken sollte. Zu diesen richtungsweisenden Start-ups gehören MegaZebra und CaptchaAd.

 (Bild: Uni Bonn)
Bild: Uni Bonn

Es darf gespielt werden: MegaZebra  

Überall im Netz wird gespielt. Neben komplexen Online-Games feierten in der Vergangenheit Mini-Games-Seiten, Browserspiele und Casual Games für Gelegenheitsspieler große Erfolge. In Deutschland gehört GameDuell zu den Vorreiter im Segment für Gelegenheitsspieler. Mit MegaZebra drohnt nun gehörige Konkurrenz, denn der Neustarter setzt nicht auf eine geschlossene Plattform, sondern geht dorthin, wo die Nutzer ohnehin sind - in Social Networks.

Mit mehreren Spielen buhlt das junge Start-up, welches von Henning Kosmack , Steffen Müller , Christian Meister und Mark Gazecki gegründet wurde, bei Facebook   um spielfreudige Nutzer - darunter eine Kniffel-Adaption mit dem Namen Yazzy, Mahjong und ein Sudoku-Spiel. Der Clou: Bei den sogenannten Social Games von MegaZebra direkt mit ihren Freunden spielen. "Es macht doch viel mehr Spaß gegen jemanden zu gewinnen, den ich kenne, als gegen jemanden, den ich nie im Leben treffen werde", sagt Gründer Kosmack, der lange Jahre bei Nokia und Siemens für Start-Ups und Venture Capital zuständig war. "Seit unserer Kindheit spielen wir doch mit Freunden auf der Strasse oder treffen uns zu Spieleabenden."

Bestenlisten für den Freundeskreis bei den einzelnen Spielen heizen dieses Spielprinzip bei MegaZebra zusätzlich an. Auch Betreiber von sozialen Netzwerken profitieren von MegaZebra: Im besten Fall ist der Spieledienst eine gute Möglichkeit das eigene Angebot über Provisionen zu refinanzieren. Die MegaZebra-Macher wollen langfristig über den Verkauf von virtuellen Gegenständen, Geldspiele und Werbung Kohle verdienen. Ein Teil dieser Einnahmen soll in die Tasche des jeweiligen Plattformbetreibers wandern.


Spamfilter als Werbetool: CaptchaAd  

Im Alleingang haben Jan Philipp Hinrichs , Michael Keferstein , Alexander Kraft und Thomas Zumtobel mit eine CaptchaAd neue Werbeform erfunden. Wie der Name es andeutet ist CaptchaAd, eine Verbindung aus herkömmlichen Captchas, die sicherstellen sollen, dass nur Menschen und keine programmierten Maschinen bestimmte Webdienste (Registrierungen, Kommentarfunktionen) nutzen können, und Werbung.

Statt unleserlicher Zahlenfolgen müssen Nutzer bei Seiten, die CaptchaAd einsetzen, konkrete Antworten zu einem beworbenen Produkt eingeben - beispielsweise den Preis oder den Namen des Herstellers.

Der Spamschutz, den die Gründer zum Patent angemeldet haben, löst nicht nur ein nerviges Problem, sondern schafft für Websitebetreiber auch eine weitere Einnahmequelle. Wer CaptchaAd einsetzt, bekommt Provisionen bei Verkäufen. Die Idee zu Captcha-Advertising entstand durch Zufall. "Gegen Ende der Diplomarbeit waren wir auf der Suche nach einer Finanzierungsmöglichkeit einer damals angedachten Website und sind dabei auf die Idee gekommen, Spamschutz mit einer interaktiven Werbeform zu verbinden. Als wir dann recherchierten, dass weltweit jährlich mehrere Milliarden von Captchas ausgefüllt werden, waren wir elektrifiziert", erzählt Gründer Hinrichs. Der interessante Spamschutz samt Beteiligungsmodell bei Umsätzen hat allerdings auch einen Haken: CaptchaAd könnte dazu führen, dass einige Website-Benutzer auf eine Registrierung oder die Abgabe eines Kommentares verzichten, weil sie die Werbung nervt.


iBusiness-Autor Alexander Hüsing ist Herausgeber von Deutsche Startups  .

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Daniel Treplin
Von: Daniel Treplin ,  HighText Verlag ,  Verbindungen
Am: 14.05.2009

CaptchaAd: Ablenkung an der falschen Stelle?

Meine Sorge bei den Capcha-Ads wäre weniger, dass mein Kunde sich genervt fühlt, als vielmehr, dass ihn die Werbung an einer für meinen eigenen Erfolgt ganz entscheidenden Stelle ablenkt. Will ich das wirklich?
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