Werden Sie jetzt iBusiness-Premium-Mitglied und Sie erhalten die Praxisstudie für 49¤ kostenlos
Premium-Mitglied werden und Studie gratis bekommen
Der bewährte Wandkalender im Riesenformat 120x69cm bietet viel Platz für Urlaubs-, Messe- und Projektplanung und listet zusätzlich alle wichtigsten Messe-, Kongress- und Award-Termine.
Hier bestellen

Umsatzsteuer-Änderung 2015 für Shops: Registrierung für Steuerverfahren hat begonnen

17.10.14 Ab Januar 2015 gelten neue Umsatzsteuer-Sätze für digitale Dienstleistungen und Produkte. Das "Mini-One-Stop-Shop-Verfahren" (MOSS) soll betroffenen ECommerce-Unternehmen die Besteuerung erleichtern. Die Registrierung für dieses Verfahren hat nun begonnen.

  (Bild: Templermeister/pixelio.de)
Bild: Templermeister/PIXELIO
Ab Januar 2015 ändern sich die Steuerregelungen für Onlineshop-Betreiber wieder einmal. Künftig muss ein europäischer Händler die Umsatzsteuer in das Land abführen, in dem der Kunde ansässig ist. Bisher wird die Umsatzsteuer in dem Staat entrichtet, in dem das jeweilige Unternehmen ansässig ist.

Das Bestimmungslandprinzip führt dazu, dass die jeweiligen Leistungen künftig nicht mehr mit dem Mehrwertsteuersatz des eigenen Landes besteuert werden, sondern individuell mit dem jeweiligen Steuersatz des Landes, in dem der Kunde seinen Wohnsitz hat. Die Folge: ein erheblicher Aufwand für die IT und die Buchhaltung der betroffenen eCommerce-Unternehmen. Diese müssen sich in jedem Land, in dem sie Kunden beliefern, steuerlich registrieren lassen und die Rechnungen und Steuererklärungen nach den jeweils dort geltenden Vorschriften erstellen.

Für betroffene Onlinehändler bedeutet das konkret: Ab 1. Januar 2015 müssen Shopbetreiber bei "Lieferung ins EU-Ausland" die Umsatzsteuer abführen, die im jeweiligen Land des Käufers gilt. Die Neuregelung ist Teil des Gesetzes mit dem einprägsamen Namen 'Gesetz zur Anpassung des nationalen Steuerrechts an den Beitritt Kroatiens zur EU und zur Änderung weiterer steuerlicher Vorschriften' zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser .

Damit sich Unternehmen und Onlinehändler nicht in jedem EU-Mitgliedsstaat einzeln zur Umsatzsteuer anmelden müssen, soll das "Mini-One-Stop-Shop-Verfahren" (MOSS) die Besteuerung erleichtern. In Deutschland lautet die offizielle Abkürzung für die zentrale Anlaufstelle KEA ("Kleine einzige Anmeldestelle"). Die Anmeldestelle ist dem Bundeszentralamt für Steuern zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser (BzSt) angegliedert. Bei dieser Stelle registrieren sich Unternehmen, die elektronische Dienstleistungen für Privatpersonen im EU-Ausland erbringen. Der MOSS führt für den Unternehmer die Steuer im Empfängerland ab. MOSS erlaubt Anbietern, die anfallende Steuer auch über EU-Grenzen hinweg im eigenen Land abzurechnen. Das Ergebnis: eine erhebliche Vereinfachung für alle. Am 1. Oktober 2014 hat für Unternehmen die elektronische Registrierungsmöglichkeit beim Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) begonnen.

Wer von der Neuregelung betroffen ist

Die Neuregelung trifft Unternehmer und Unternehmen in der EU, die "auf elektronischem Weg erbrachte Dienstleistungen an private Kunden verkaufen" (B2C). Laut Abschnitt 3a.12 UStAE zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser gehören hierzu:
  • Bereitstellung von Filmen und Spielen, einschließlich Glücksspielen, Lotterien
  • Webhosting, Fernwartung und Software-Dienstleistungen (SaaS) aller Art
  • Bereitstellung von Bildern (z.B. Fotos, Bilder, Desktop-Hintergründe, Bildschirmschoner, Vorlagen für Grafiker etc.)
  • Bereitstellung von Texten, Informationen, Artikeln, Anleitungen etc.
  • Bereitstellung von Datenbanken (z.B. Suchmaschinen, Internetverzeichnisse, Portale, Verzeichnisse)
  • Bereitstellung von Musik, Hörspielen, Hörbüchern, Klingeltöne etc. (z.B. Streaming oder Download von Musik auf PC, Mobilgeräten etc.)
  • Online-Versteigerungen über Portale und Webseiten mit automatisierten Datenbanken und mit Dateneingabe durch den Leistungsempfänger, die kein oder nur wenig menschliches Eingreifen erfordern (z.B. Online-Auktionsplattformen, Online-Marktplätze, Online-Einkaufsportale, Online-Kleinanzeigen)

Nicht betroffen sind physische Artikel, die klassisch zugestellt werden sowie Lieferungen an gewerbliche Kunden.

(Autor: Susan Rönisch)

Weitere Artikel zu diesem Themenbereich:

Anzeige

Ausgewählte Agenturen und Dienstleister zu diesem Themenbereich

UDG Karlsruhe GmbH

UDG Karlsruhe ist Ihr Implementierungs-Partner für die Konzeption und Realisierung von intelligenten Digital Marketing, Enterprise Content Management und Multichannel eCommerce Software-Lösungen. Als langjähriger Technologie-Experte besitzt UDG Karlsruhe ein breites Fach- & Branchenwissen zu modernen und etablierten Software-Lösungen und führt eine Vielzahl an zertifizierte Partnerschaften...

Trackbacks / Kommentare
Artikel Weiterempfehlen
Empfehlen Sie diesen Artikel an Kollegen oder Freunde weiter.
Alle Meldungen vom 17.10.14:

Für diesen Seite von iBusiness steht eine Mobile Ansicht zur Verfügung.
Umleiten?