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Letzte Meile: DHL testet autonome Paketabwicklung mit Drohne erfolgreich

10.05.2016 Geografisch schwer zugängliche Gebiete stellen Logistiker vor große Herausforderung. DHL   ist es nun in einer Bergregion gelungen, Kunden direkt in die Belieferung von Paketen per Drohne einzubinden. In dem Test funktioniert die Paketzustellung via Drohne voll automatisiert.

 (Bild: DHL)
Bild: DHL
Während des dreimonatigen DHL-Forschungsprojektes haben Einwohner im oberbayerischen Reit im Winkl und auf der Winklmoosalm Pakete via Drohne versendet und empfangen. Dazu hat DHL eine spezielle Packstation, den Parcelcopter SkyPort, entwickelt, die mit den Paketkopter interagiert und ihn voll automatisiert be- und entlädt. Um auf der Packstation landen und starten zu können, setzt der Paketkopter auf die Tiltwing-Technik. Der Kippflügler kann aufgrund dieser Konstruktionsweise senkrecht starten und landen. "Daher benötigt er keine Start- und Landebahn", erklärt DHL.

130 autonome Paketzustellungen ausgeführt

Dank verbesserter Traglast und Reichweite der Transportdrohne ist es DHL laut eigenen Angaben gelungen, die Belieferung einer Bergregion unter anspruchsvollen meteorologischen und geographischen Bedingungen störungsfrei zu realisieren. 500 Höhenmeter und eine Distanz von acht Kilometern pro Strecke legte der Paketkopter auf die in 1.200 Meter hoch liegende Alm zurück. Eilige Sendungen konnten in acht Minuten geliefert werden.

Entwicklungsstufen des Paketkopters von DHL (Bild: DHL)
Bild: DHL
Entwicklungsstufen des Paketkopters von DHL

Mit dem erfolgreich abgeschlossenen Forschungsprojekte sind DHL "weltweit die ersten, die eine Transportdrohne für einen Endkundenzugang einsetzen können", freut sich Jürgen Gerdes , Konzernvorstand Post - eCommerce - Parcel der Deutschen Post DHL Group. DHL habe alle technischen und prozessualen Verbesserungen erreicht, "um diese Lieferoption langfristig auch im urbanen Raum zu erproben", so Gerdes weiter.

In den kommenden Monaten will DHL Paket mit seinem Entwicklungspartner, der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen (RWTH)  , die in der Testphase gewonnenen Daten und -Erkenntnisse auswerten, um über mögliche weitere Testgebiete entscheiden.

Für das Forschungsprojekt hatte das Bundesverkehrsministerium (BMVI) extra ein Flugbeschränkungsgebiet eingerichtet und das Luftamt der Regierung von Oberbayern erteilte die erforderlichen Flugaufstiegsgenehmigungen. Gemeinsam mit den Verantwortlichen der Gemeinde Reit im Winkl stellten sie somit sicher, dass sämtliche Anforderungen an einen sicheren und störungsfreien Betrieb erfüllt waren.

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