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Der Fall München beweist: QR-Codes sind so was von tot

21.10.15 QR-Codes sind der Rohrkrepierer der Intraktivbranche (siehe iBusiness-Kommentare hier und hier). Jetzt gibt es auch die Stadt München ganz offiziell zu und liefert die Zahlen für ihre grandios gescheiterten QR-Code-Projekte gleich mit.

 (Bild: SXC.hu/Matthias Schimmelpfennig)
Bild: SXC.hu/Matthias Schimmelpfennig
Die Stadt München hatte vor zweieinhalb Jahren verschiedene Sehenswürdigkeiten mit QR-Codes ausgestattet, die Besucher mit ihrem Smartphone zu Hintergrundinformationen leiten sollten. In einigen Fällen brachten die Codes den Nutzer noch zu nicht mobil optimierten Webseiten (zum Beispiel bei den Philharmonikern). Das ist aber gar nicht so schlimm, denn das dürfte kaum jemand bemerkt haben. Schließlich schwankt die Nutzungshäufigkeit der Tags zwischen 'gar nicht' und 'ganz selten', wie die Süddeutsche Zeitung zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser berichtet. Zwei Beispiele:
  1. Am Lenbachhaus und im Schaukasten des Museumsladens am Rindermarkt habe es laut dem Kulturreferat zwischen April und Ende Juli 2015 nur zwei Zugriffe gegeben - und die seien auch noch auf interne Funktionstests zurückzuführen. Tatsächlich hat also in vier Monaten kein einziger Tourist die Codes genutzt.
  2. An den 33 Stationstafeln des Kulturgeschichtspfades Maxvorstadt gab es in dieser Zeit immerhin 120 Zugriffe per QR-Code. Jede der Tafeln wurde also ein bisschen mehr als einmal pro Tag abgescannt. Gekostet haben die Tafeln immerhin 2.200 Euro - und die mobile Webseite weitere 7.500 Euro.
Laut dem Zeitungsbericht will das Münchner Kulturreferat in Zukunft die Finger von QR-Codes lassen. Und daran sollten sich auch sämtliche Marketer ein Beispiel nehmen. Wenn QR-Codes schon bei unterhaltenden, informierenden Inhalten keinen interessieren, dürfte es bei Werbung noch weniger Interessenten geben.

(Autor: Verena Gründel-Sauer)

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