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Studie: Wie die Schatten-IT die Rolle des CIO verändert

09.01.15 Chief Information Officer (CIOs) in Deutschland haben eine noch nie dagewesene Option, in ihrem Unternehmen eine führende Rolle einzunehmen - unter anderem, weil die Schatten-IT an Bedeutung gewinnt. Zu diesem auf den ersten Blick paradoxen Schluss kommt eine aktuelle internationale Studie, für die knapp 1.000 IT-Entscheider aus acht Ländern befragt wurden.

 (Bild: Zurich Versicherung / Screenshot)
Bild: Zurich Versicherung / Screenshot
Schatten-IT bezieht sich auf den Trend in Fachabteilungen - etwa der Finanzabteilung oder dem Marketing -, die Anschaffung ihrer IT-Lösungen selbst in die Hand nehmen. Wie die Studie Art of Connecting: creativity and the modern CIO zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser zeigt, ist dieses Vorgehen in Deutschland bereits gängige Praxis: 75 Prozent der CIOs beobachten eine entsprechende Entwicklung in ihren Unternehmen (weltweit sind es 76 Prozent). Mittlerweile entfallen hierzulande im Schnitt 28 Prozent der IT-Ausgaben auf die Schatten-IT. Im weltweiten Durchschnitt sind es mit 25 Prozent nicht viel weniger.

Da sich immer mehr Fachabteilungen den Einkauf eignerer IT-Lösungen zutrauen, verändert sich die Rolle des CIO: Während er früher vor allem für die Unterstützung von Anwendern zuständig war, erhält seine Aufgabe zunehmend strategische Bedeutung und konzentriert sich auf Beratung, Governance und IT-Sicherheit. Infolge der Zunahme der Schatten-IT müssen CIOs in Deutschland 19 Prozent mehr Zeit und ein erhebliches zusätzliches Budget für Sicherheit aufwenden (weltweit: 20 Prozent).

Erwartungen an den CIO steigen

Trotz der Befürchtungen, dass sie die Kontrolle und einen größeren Teil ihres Gesamtbudgets verlieren könnten, bietet die Entwicklung CIOs eine einmalige Chance, ihre Rolle neu zu definieren: So glauben 65 Prozent der Befragten in Deutschland, dass der CIO im Vorstand heute eine zentralere Rolle spielt als noch vor zwei Jahren (weltweit sind 59 Prozent dieser Meinung). Für 71 Prozent sind die Erwartungen des Vorstands an den CIO in diesem Zeitraum sogar deutlich gestiegen (weltweit 68 Prozent).

Das spiegelt sich auch in den Key Performance Indicators wider, an denen IT-Verantwortliche heute gemessen werden. Wurde der CIO bisher vor allem anhand von IT-bezogenen Zielen beurteilt, gaben drei Viertel der Befragten in Deutschland an, dass sie mittlerweile stärker an Business-KPIs als an technischen KPIs bewertet werden. Weltweit erklärten dies sogar 81 Prozent.

Kreative CIOs sind gefragt

Dementsprechend glauben 72 Prozent der deutschen Umfrageteilnehmer, beziehungsweise 64 Prozent weltweit, dass der Vorstand mittlerweile erkannt hat, wie wichtig ein kreativer CIO ist, der unternehmensübergreifend handelt und Technologien und Fähigkeiten so orchestriert, dass sie mehr zu den Ergebnissen auf Abteilungs- oder strategischer Ebene beitragen. Die Mehrheit der CIOs in Deutschland begrüßt diesen Wandel: Für jeden zweiten (51 Prozent) ist die Möglichkeit, innovativer und kreativer zu arbeiten, sogar das größte Plus seines Jobs (weltweit: 69 Prozent).

Bei deutschen CIOs gelten vor allem Lösungen aus den Bereichen Mobility (mit 72 Prozent der Nennungen), Cloud Computing (68 Prozent) und Unified Communications (59 Prozent) als Möglichkeiten, Technologie kreativ einzusetzen. Gleichzeitig können diese Technologien nach Meinung der CIOs entscheidend zum Geschäftsergebnis beitragen.

(Autor: Susan Rönisch)

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