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666 Dinge, die es dank dem Internet nicht mehr gibt

28.07.15 Das Internet ist ein Gamechanger. Denn es ändert mehr, als wir uns alle vorstellen können. 666 Dinge, die wir Gott sei Dank nicht mehr brauchen - oder die wir schmerzlich vermissen.

  (Bild: Electronic-chaos.com)
Bild: Electronic-chaos.com
Je länger Internet und Mobile, Smartphone und Tablets, E-Mail und Selfie unser Leben beeinflussen, umso länger wird auch die Liste der Dinge, die verschwinden. Bevor die digitale Demenz auch sie aus unserem Gedächtnis gelöscht hat, dokumentiert iBusiness den Verlust.

1. Einwegkameras

Man kann sie zwar noch vereinzelt kaufen zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser Dienstleister-Dossier einsehen (" perfekt für Hochzeitsfeiern, Party, Strand und Festivals!", "Zum Fotografieren innen und außen geeignet!" "Mit eingebautem Blitz!"). Aber eine Einwegkamera (mit bereits eingelegtem analogen Farbfilm) ist ein Produkt, für das die Jüngeren unter uns (also die unter 116-Jährigen) keine sinnvolle Verwendung mehr finden. Früher wurden sie als Unfallkamera im Handschuhfach aufbewahrt - heute gleich weggeworfen, wenn sie jemand findet. Smartphone sei dank.

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2. Die spontane ewige Liebe

Was würden Romeo und Julia heute tun, wenn sie sich über Elitepartner zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser , Parship zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser oder Zoosk zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser kennengelernt hätten? Komplett mit "Behavioral Matchmaking", "garantiert aussagekräftigen Profilen" und "idealen Matching-Algorithmen"? Die beiden hätten aufgrund unterschiedlicher sozialer Kreise und Interessen noch nicht einmal dasselbe Portal geteilt. Oder sie hätten sich auf Tinder zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser ("Ein Capulet? Weg damit") sofort weggewischt. Online-Algorithmen versprechen hundert- oder zumindest neunzigprozentige Übereinstimmung? Die Lust, es mit weniger zu versuchen, lässt spürbar nach.


  (Bild: Casio)
Bild: Casio

3. Taschenrechner

Das, was die Taschenrechner-App auf eurem Smartphone macht, liebe Kinder, dazu war früher ein eigenes Gerät zuständig. Diejenigen davon, die das konnten, was heute der Google-Suchschlitz ausspuckt, waren sogar so teuer wie eine Smartwatch - also viel zu teuer für den Zweck. In manchen Schulen muss man sie heute noch benutzen. Aber da schreibt man ja auch noch mit Kreide auf Tafeln.


4. Stundenlang telefonierende Teenager

Nicht, dass sich an dem 25-Stunden-am-Tag-kommunizierend-Modus bei (weiblichen) Teenagern irgendetwas geändert hätte: Sie sind für Eltern selbstverständlich immer noch unansprechbar. Aber immerhin benutzen sie ihr eigenes Telefon und nicht mehr den Famiilienanschluss (den es mittlerweile auch nicht mehr gibt - Sie wissen schon wegen: "Hän'die koi Schnur?"). Aber sie Whatsappen eben. Das ist zum Glück viel leiser als telefonieren und Gott sei Dank deutlich billiger als simsen.


5. Schallplattenläden

Mit dem Siegeszug des Streamings gibt es keinen Grund mehr, Musikstücke einzeln zu kaufen. Und noch weniger Grund eine von Marketingmanagern der Plattenfirma zusammengestellte Sammlung von Songs für viel zu viel Geld zu erwerben. Von den gefühlt hunderten von Schallplattenläden, die es in meiner Stadt vor dem Internet gab, ist (ebenso gefühlt) nur noch der eine im Univiertel übrig geblieben, der Schellack- und Vinyl-Platten an alt gewordene Hippies verkauft. Und die Elektronikkette, die neben 95 Prozent Games-CDs auch noch ein paar mit Nur-Audio verscherbelt. Überwiegend von Helene Fischer - also keine Musik.


 (Bild: David Naßl)
Bild: David Naßl

6. Videotheken

Die Pornovideos werden heute nur in den schmuddeligen Seitenstraßen des Hauptbahnhofs von den dort ansässigen Sexshops verkauft. Und dann gibt es noch die vereinzelten Automatenläden, die sich dort ansiedeln, wo sich nicht einmal Stehkneipen, Spielhallen und Nagelstudios halten. Ansonsten findet man alles, was Bewegtbild ist längst in den legalen und den sehr viel zahlreicheren illegalen Video-on-demand-Portalen. Vorteil dort: Man hat nicht mehr die zwangsweise 20 Minuten Neue-Film-Werbung und Anti-Raubkopierer-Belehrung, die auf Leih- und Kaufvideos nervende Konsumentenpflicht war.



7. Zeitplanungssysteme

Selbst- und Zeitmanagement mit gedruckten Kalendern oder gar die Business-Systeme wie Timesystems zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser wo der Manager von Welt im Abo den Jahresinhalt seines Lederordners ("mit aufeinander aufbauenden Formblättern") bestellte - sie sind irgendwann aus der Zeit gefallen. Heute macht das die Online-Groupware mit automatisch synchronisierenden Terminen für den Kalender und die Todo-Liste auf dem Smartphone. Kostenlos als Open-Source-Version.


8. Pünktlichkeit

Das Konzept 'Ich gehe rechtzeitig los und treffe mich mit der Zielperson exakt an dem Platz, der zuvor ausgemacht war' ist sowas von 1985. Die heute mit Smartphones am häufigsten ausgetauschte Botschaft heißt "Ich komme fünf Minuten später" - dicht gefolgt von der Nachricht "Wo bist Du genau?"


9. Digitale Demenz

Manche Menschen konnten sich früher Fakten merken. Wie der See hieß, an dem dieser CDU-Bundeskanzler (Kehl? Kuhl? Kohl?) immer sommerurlaubte. Oder wann die erste Landung auf dem Mond war. Und ob Goethe wirklich Beethovens zwölfte komponiert hat. Heute weiß ich nichts mehr. Denn Google weiß alles. Oft sogar das Gegenteil (Chemtrails, Ufos, Elvis lebt).


10. Löcher in die Luft starren

In dieser lang verflossenen Vergangenheit saßen wir an der Straßenbahnhaltestelle und schauten den Vorübergehenden hinterher. Während der Partner im Restaurant die Toilette aufsuchte, guckten wir Löcher in die Luft oder zählten die Zahl der Blüten beim Tischbukett. Heutzutage kann man doch noch schnell den Level fertig spielen. Oder seinen Facebook-Status checken. Oder die aktuelle Newslage überprüfen - es hätte sich in den vergangenen sieben Minuten ja etwas prinzipiell Wichtiges tun können.


11. Konversationslexikon

Die Frage beschäftigt uns alle: Wie haben wir eigentlich in Wikipedia zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser gesucht, bevor es das Internet gab? Die Antwort ist einfach: Wir haben Wikipedia einfach ausgedruckt (genauer gesagt: Ein Verlag hat das gemacht. Und es zuvor auch noch in jahrelanger Arbeit selber geschrieben. Und unsereins stellte sich dann 20 Bände Brockhaus zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser oder das doppelte an Encyclopaedia Britannica zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser in Bücherschrank. Auf das es einstaube und gegenüber den eingeladenen Kumpeln bürgerlichen Bildungsdümpel verströme. Dazu war allerdings regelmäßiges Abstauben verpflichtend - weil sonst die Kumpel gesehen hätten, dass die anderthalb Meter Bildungsbürgertum nie angefasst wurden.


 (Bild: Polariod)
Bild: Polariod

12. Polaroid-Fotos

Was heute nur noch Retro-Fetischisten begeistert, ist heutzutage alltäglich: Ein Foto zu machen und es gleich mit allen zu teilen - ohne es zuvor einem Fotostudio übergeben zu müssen. Ganz ohne Chemie teilt man Schnappschüsse von Freunden in Echtzeit - über Whatsapp, MMS und Facebook. Oder, wenn man von den Roaming-Gebühren der Telefongesellschaft nicht erschlagen werden will (bzw. in den zahlreichen Mobilfunklöchern der deutschen Provinz) durch direktes "Schau mal" auf dem Smartphone-Display. Für alles andere gibt es dann WLAN in der Hotellobby.


13. Die Meinungshoheit der Mainstream-Medien

Wenn man früher Journalist war und
  1. bei einer richtigen Redaktion und
  2. im richtigen Ressort
beschäftigt war, besaß man die Meinungshoheit der deutschen Öffentlichkeit. So nimmt es kein Wunder, dass die Grade von Abneigung bis Hass gegen das Internet und den dort das Zeitgeschehen kommentierenden Blogger-Plebs besonders heftig sind in den Feuilleton- und Politik-Redaktionen von Süddeutscher Zeitung zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser , FAZ zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser , Bild zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser , Zeit zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser und Welt zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser . Niemand teilt gerne seine tatsächliche oder scheinbare Macht mit anderen. Und wird gewöhnlich.


14. Rolodex

Der Vorteil dieses CRM-Systems für den Mahagonischreibtisch war ja, dass man mitgebrachte Visitenkarten einfach einsortieren konnte. Und für Vertriebsleute war der Vorteil, dass die Firma einem die eigenen Kundendaten nicht einfach wegnehmen konnte. Heute liegen alle Daten im SaaS-CRM, und auf Business-Events schickt man sich einfach eine Xing-Benachrichtigung (mein Xing-Profil ist hier zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser Dienstleister-Dossier einsehen - falls Sie sich vernetzen wollen).


15. Gedruckte Börsenkurse

In Zeiten von automatischen Börsensystemen, wo Aktien im Millisekundentakt gekauft und verkauft werden, wo Online-Brokerage-Systeme auch Privatanlegern offenstehen, sind gedruckte Börsenkurse so etwas wie der Eselskarren auf der Autobahn. Es funktioniert schon irgendwie. Aber es ist ebenso langsam wie anachronistisch - und in keinem Fall sinnvoll.

  (Bild: Sammlung H.Laurent)
Bild: Sammlung H.Laurent

16. Ansichtspostkarten

Ansichtspostkarten sind standardisierte Selfies, die zumeist mit viel Aufwand ("morgen müssen wir aber wirklich Postkarten schreiben") und Gehirnschmalz ("Wie war nochmal die Postleitzahl von Tante Trude?") zum Zwecke des Neids der Zuhausegebliebenen erst erworben, dann mit Briefmarken teuer versehen und schließlich verschickt wurden. Nur damit sie drei Wochen nach ihren Absendern bei den Empfängern ankamen - wenn überhaupt. Heute hat selbst Tante Trude einen Facebook-Account. Oder nutzt wenigstens das abgelegte MMS-fähige Smartphone von dem nervigen Neffen Rüdiger. So genügt ein Selfie, das in Sekundenschnelle per Serien-MMS oder Whatsapp distribuiert wird. Worauf man sich dann wieder seiner Pina Colada widmen kann.

 (Bild: Klicker/Pixelio.de)
Bild: Klicker/PIXELIO.de

17. Telefonbücher

Totbaum-Version von Telefonbuch.de zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser . Nur veralteter und schwieriger zu entsorgen. Heute kümmert sich der Hausmeister darum, von den zwölf im Treppenhaus deponierten Exemplaren 13 dem Altpapiercontainer zu überantworten.


18. Überraschungen am Ferienort

Wer nicht weiß, dass ein laut Katalog "zentral gelegenes Hotel" seine Gäste nachts vor allem durch die lauthals feiernden Partygesellschaften der umliegenden Kneipen verwöhnt, für wen "verkehrsgünstig" nicht automatisch "direkt an der Schnellstraße gelegen" bedeutet und wer "Strandnähe" nicht mit "Drei Kilometer Fußweg zu Strand" übersetzte, der war vor Überraschungen am Ferienort nicht gefeit. Der Urlaubsbucher von heute klickt sich durch Google Earth zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser und die zahlreichen Hotel-Bewertungsportale und nimmt nichts unter 80 Prozent Weiterempfehlungsrate. Da muss ein Hotel schon ein sehr gewitztes Social-Media-Team haben, wenn man da den Spreu als Weizen kauft.


19. Halbgötter in Weiß

Heute glauben wir auch unserem Hausarzt nichts mehr, sondern nur noch Doktor Google: Rund 65 Prozent der Bundesbürger recherchieren nach einem Arztbesuch regelmäßig in Foren und Gesundheitsportalen zu ihrer Erkrankung und den möglichen Behandlungsmethoden. Selbst jeder fünfte Arzt glaubt eher Social Media als sich selbst: 22 Prozent aller Ärzte verschreiben aufgrund von Social-Media-Hinweisen eher ein von Patienten gewünschtes Medikament, hat eine andere Studie herausgefunden. Bleibt als Trost für die gestürzten Halbgötter nur die eigene (vermutlich nicht repräsentative) Studie des Autors: In achtundneunzig Prozent aller medizinischen Internet-Recherchen ist man hinterher der festen Überzeugung, Krebs zu haben oder an einer unheilbaren Viruserkrankung zu sterben. Gleich morgen.

20. Fotoalben

Kaum kamen die Urlaubsfotos vom Entwickeln, saß die ganze Familie mit Schere und Klebstoff um den Küchentisch, um handschriftlich liebevolle Einzelkunstwerke zu zaubern. Komplett mit getrocknetem Seestern (der auch nach Monaten immer leicht vergammelt nach Fisch roch), den fast nicht zerbrochenen Muscheln und dem Sand, der auch noch nach Jahren aus dem Buch rieselte. Vorbei. Heute lädt man direkt vom Smartphone aus die Bilder in eine Onlinedruckerei. Vier Klicke und man hat ein hochwertig im Digitaldruck hergestelltes Buch, das man dann an das halbe Dutzend an Verwandten schicken lassen kann, die nicht lieber den Link auf Dropbox-Ordner mit den 6.244 Bildern mit den 3.421 Sonnenuntergangs-Versionen haben möchten. Wenn sie Dir nicht ohnehin auf Instagram folgen zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser .

  (Bild: Playgirl)
Bild: Playgirl

21. Pornohefte

Das Modell, mit dem organisierten Kleidungsmangel junger Damen ein Geschäft zu machen, indem man sie ablichtet und das Ergebnis auf tote Bäume druckt, ist spätestens seit der Zeit tot, als es mehr kostenlose Nackt-Selfies zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser und Youporn-Videos zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser gibt, als man in einem Leben überhaupt anschauen kann.

22. Tagebücher

Liebes Tagebuch,
unsere gemeinsamen Erfahrungen in den vergangenen Jahren haben mir viel bedeutet. Was habe ich Dir nicht alles erzählt: Meine erste Liebe und ihr bitteres Ende. Meine Ängste, meine Nöte, meine Triumphe und meine Niederlagen. So geheim waren meine Gedanken, dass ich Dich unter meiner Matratze versteckt habe. Inzwischen haben wir uns ein wenig aus den Augen verloren, spätestens, seit ich begonnen habe ein Weblog zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser zu führen - natürlich öffentlich. Doch gräme Dich nicht: Auch Dein Nebenbuhler ist inzwischen abserviert. Blogs sind ebenfalls out - Bloghoster wie Blog.de müssen schließen. Willkommen Facebook-Timeline zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser .


23. Aus den Augen verlorene Klassenkameraden

Wenn man das Abitur hinter sich hatte, war normalerweise der Zeitpunkt gekommen, an dem man alle diejenigen aus den Augen verlor, die in einer anderen Stadt studierten oder aus anderen Gründen wegzogen. Übrig blieben diejenigen, die in der Umgebung blieben (und zur allfälligen Wiedersehens-Kaffeeverabredung zur zwanzigsten Abitur-Wiederkehr mit der Straßenbahn kommen konnten). Heute bleibt man mit seinem Buddy aus der dritten Klasse auch dann via Social Network in Kontakt, wenn der inzwischen Ananas in Alaska züchtet. Ärgerlicherweise auch mit dem Großmaul aus der Parallelklasse, der dich regelmäßig in seinen Meinhaus-Meinauto-Meinpferd-Posts auf Facebook markiert.


 (Bild: HighText)
Bild: HighText

24. Der Glaube an die Seriosität von nigerianischen Geschäftsleuten

Selbst wenn die Ankündigung Ihres Millionenerbes inzwischen von der Witwe des Präsidenten von Mali, einem kuwaitischen Anwalt und einem unschuldig in Haft geratenen argentinischen Erdgasmagnaten stammt: Wir werden nie die in gebrochenem Deutsch verfassten Schwindel-Mails aus Nigeria vergessen. Und niemals wieder einer E-Mail aus Nigeria vertrauen.


25. Deine Mittagspause

Vergiss Deine Mittagspause, wenn Du schnell Deine Facebook-Posts sortieren, die News auf den Szene-Blogs verfolgen, ein bisschen was kommentieren, liken und sharen willst und noch eben im Onlineshop Deines Vertrauens die Hobby-Einkäufe der Woche tätigen willst. Nicht zu vergessen, den EBook-Reader mit neuem Material aufladen, den Daily-Comic lesen und dann war da noch der Youtube-Video. Und der. Und der. Und der - oh, Mittagspause schon vorbei?


 (Bild: Microsoft)
Bild: Microsoft

26. Geschriebene Liebesbriefe

Wer bekommt heute noch in seinen (im Hausflur angeschraubten) Briefkasten etwas anderes als Rechnungen, Mahnungen und unwillkommene Werbung von seiner Versicherung? Handgeschriebene Liebesbriefe, sorgsam mit dem Füller auf Papier gebracht? Das scheitert schon am nicht vorhandenen Füller. An der nicht vorhandenen Briefmarke und dem Unvermögen des Füllers, ein Rechtschreibprogramm zu starten (man will sich schließlich nicht blamieren) und dem Unvermögen des Liebespartners, auf die aktuellen Liebesschwüre zwei Werktage zu warten (man will sich schließlich nicht blamieren). Die Liebeserklärung von heute ist ein Emoticon. Wer's traditionell will, schickt es per Instant Messenger. Oder per SMS.


27. Die Erinnerung an die Telefonnummer von Klaus und Susanne

Die Telefonnummer von Klaus und Susanne. Und ihre Adresse (für das Schreiben von Ansichtspostkarten aus dem Urlaub). Der Name vom Chef von Bertram. Daten wie diese hatten wir alle vor der Digitalen Demenz ganz selbstverständlich im Kopf. Heute weiß das alles unser Smartphone. Und nur dieses. Wohl dem, der immer mindestens noch einen Strich übrig hat auf dem Akkusymbol seines Ersatzgehirns.


28. Stadtpläne

Da klappt man und faltet und redet sich ein, dass es ja genauso praktisch ist wie Google Maps. Und dann ertappt man sich, dass man in den vor einem auf dem Schoß liegenden Stadtplan hineinzoomen will - und es geht nicht. Und dann vermisst man den blauen Punkt, der einem zeigt, wo man sich tatsächlich in dem Straßenwirrwarr befindet. Und dann verflucht man sich selber und schwört sich: Nie wieder Städteurlaub ohne Roaming-Vertrag.


29. Erfolgreich verhinderte Spoiler

Wer nicht wirklich wissen wollte, wie der ganz neue angesagte Kinofilm ausging, brauchte in den Vor-Internet-Zeiten einfach nur die Finger in die Ohren zu stecken und energisch zu argumentieren: "Ich hör' Dich nicht! Ich hör' Dich nicht." Und schon war er spoilerfrei. Inzwischen existieren nicht nur einschlägige Spoiler-Websites zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser , sodass man für Party-Wissen nie wieder Geld für Kino ausgeben muss, um mitreden zu können. Zu allem Überfluss ist es unmöglich, in den Social-Media-Streams um die Diskussionen herumzukommen, welcher Held wann welchen Filmbösewicht mit welcher Waffe vom Diesseits ins Jenseits gebracht hat - bzw. welcher Clou bei der Hochzeitsparty der Hauptdarstellerin Mr. Right in die korrekten Arme gebracht hat. Erfolgreich verhinderte Spoiler? In Internetzeiten unmöglich. Aber vielleicht hilft ja das Patent zum Spoiler-Schutz, das Google angemeldet hat zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser . Der Algorithmus soll in Zukunft verhindern, dass der weitere Verlauf einer Serie oder sogar das Ende im Internet gespoilert wird. Um dies zu erreichen möchte Google auch berücksichtigen, wie weit der Nutzer selbst bisher in der Serie fortgeschritten ist und nur Informationen zu Inhalten anzeigen, die er bereits gesehen hat.


 (Bild: Kaemte / pixelio.de)
Bild: Kaemte / PIXELIO

30. Die Reputation des Trolls

Früher war ein Troll ein seltsames, manchmal auch gefährliches mythologisches Wesen, das in der Regel unter Brücken lebte und Wegzoll verlangte. Heute sind es nervige, ärgerliche Idioten, die Kommentarspalten mit rechtsradikalen, ausländerfeindlichen, sexistischen oder einfach nur ärgerlichen Kommentaren vollmüllen.

31. Computerspieleläden

32 Prozent aller Computerspiele in Deutschland wurden im Jahr 2014 per Download (und nicht in Computerspieleläden) verkauft. Das ist ein Drittel mehr als im Jahr 2013, sagt der BIU - Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser . Rechnet man zu dieser Entwicklung am gesamten Markt digitaler Spiele (2,7 Mrd. Euro) die 140 Mio. Euro Abonnements und die 477 Mio. Mikrotransaktionen hinzu (sowie die 774 Mio., die mit Hardware umgesetzt werden): Man führe den Onlinehandel und die Elektronikketten noch auf - dann bleibt für die Computerspieleläden von Jahr zu Jahr immer weniger Umsatz übrig. Diese Hochburgen des Nerdismus - sie werden schon bald vollständig von der Erdoberfläche verschwunden sein. Vielleicht aber überleben sie virtuell. In Second Life vielleicht.


 (Bild: worterbuchdeutsch.com)
Bild: worterbuchdeutsch.com

32. Gedruckte Kleinanzeigen

Wann haben Sie das letzte Mal ein Auto gekauft, eine Wohnung gemietet, einen neuen Job gesucht oder einen Kühlschrank verkauft - über eine gedruckte Kleinanzeige in Ihrer Tageszeitung? Das milliardenschwere Geschäft ist für die Verleger längst perdü. Jobportale, Flirtportale, Wohnungsportale, Kleinanzeigenportale sind heute das Mittel der Wahl. Selbst die schwachbrüstigen Versuche der Verleger, ihre Rubrikenzombies am Leben zu erhalten, dienen im Wesentlichen dazu, auf das manchmal nicht ganz so schwachbrüstige eigene Rubriken-Angebot im Internet hinzuweisen.


33. Debatten, wer recht hat

Wann war die Verabschiedung des Grundgesetzes und wie hieß der zweite Kaiser des Deutschen Reiches. Wer hat die Amphetamine entdeckt und wie viele Akte hat der Ring der Nibelungen insgesamt? Früher konnte man sich nach dem dritten Bier ganz vortrefflich abends am Stammtisch darüber streiten. Heute hat spätestens nach 15 Sekunden irgendwer das Smartphone gezückt und Wikipedia aufgerufen.


34. Ein Lied im Radio hören und nicht wissen, wer da singt

Heute hat man eine App dafür zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser , die sagt einem das.


 (Bild: sharonang/Pixabay)
Bild: sharonang/Pixabay

35. Das Unwissen über das Mittagessen Deines Freunds

250 Milliarden Fotos wurden bislang auf Facebook geteilt. Pro Tag wächst die Zahl um weitere 350 Mio. Fotos an. Und neben Katzen-Content gehört Food-Content sicher in die Kategorie der am meisten geteilten Inhalte. 79 Prozent aller Facebook-Nutzer haben schon einmal ein Foto Ihres Essens geteilt, sagt eine Studie. Und Dein Freund gehört mit hundertprozentiger Sicherheit zu diesen 79 Prozent.


36. Rechtschreibprobleme

Wer keinen Deutsch-Studienrat gefrühstückt hat, der machte früher die Google-Abstimmung: Schreibt man 'Labyrinth' (43,9 Mio. Treffer) oder Labirint' (1,2 Mio. Treffen - inklusive einem russischen Treffer auf Platz 1 der SERP)? Inzwischen hat Google den Studienrat gefrühstückt und sucht ungefragt nach der korrekten Schreibweise. Elender Besserwisser.


37. Loseblattsammlungen

 (Bild: Joel Friesen / wikimedia commons)
Bild: Joel Friesen / wikimedia commons
Eine sich ständig ändernde Datenbank zu einem bestimmten Thema. Nur ausgedruckt. Und Du musst die sich ändernden Seiten selbst in einem Ordner regelmäßig austauschen. Wer keine Sekretärin hat (oder eine seltsame Vorstellung davon besitzt, wie man seine Lebenszeit verbringen sollte), wird dieser Mediengattung keine Träne nachweinen. Selbst wenn es immer noch Konferenzen für Loseblattverlage gibt zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser : Dass das toteste Medium der Druckgeschichte immer noch als Zombie über den Erdball schlurft ("Gehirne!"), spricht nur für ein längeres und schärferes Schwert, nicht gegen diese These.


38. Blind Dates

Erinnern Sie sich noch an den Nervenkitzel, als sie das erste Mal einer völlig wildfremden Person gegenüber saßen. Nicht wissend, ob es sich um einen totalen Flop oder um die zukünftige Liebe Ihres Lebens handeln würde? Das Internet hat dieses enorm profanisiert. Dank Flirtportalen oder Seitensprung-Algorithmen habe ich längst die Dicken und zu Dünnen, die Alten und die Hässlichen, die zu Blöden und zu Schlauen ausgesiebt - und nur noch diejenigen brünetten unbehaarten Veganer mit meinen sexuellen Vorlieben übrig gelassen. Sicher praktisch. Aber nicht mehr dasselbe.

39. Schwarmintelligenz

Wenn es etwas gibt, was die These von der 'Wisdom of the Crowd' ein für allemal widerlegt hat, dann ist es das Internet mit seinen sozialen Netzen, Foren und Kommentarspalten. Massenhafte bräsige Dummheit von Kommafehler suchenden Oberlehrern bis Pegida-Dummbatzen, Shitstorms von Ausländerhetze bis Veganer-Kriegen, das Absurdistan von Chemtrail-Evangelisten bis zu geifernden Tierschutz-Moralaposteln. Nicht zu vergessen die Aufrufe zu Judenverbrennungen und andere Formen offenen Faschismus: Das alles sind eher Beweise für kollektive Blödheit als für irgend etwas, wie 'Schwarm' und 'Intelligenz' zusammenhängen können.

  (Bild: Wikipedia)
Bild: Wikipedia

40. Das Telegramm

Wie alles lebt das Telegramm im Web weiter zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser . Sogar die Post bietet es noch an zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser .: Aber nur noch als Zombie. Die Idee, eine E-Mail per Telefon an ein Postamt zu übertragen, damit sie dort als Papierstreifen auf einen Karton aufgeklebt wird und vom Postbeamten an die Haustür gebracht wird, ist seit der Erfindung der E-Mail vielleicht nicht mehr ganz so verlockend.

41. Fremde Sprachen lernen

Warum sollte man sich noch die Mühe machen, wenn Google Translator zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser überall zur Hand ist. Englisch natürlich. Aber ehrlich. Ist Englisch überhaupt noch eine fremde Sprache?


  (Bild: xkcd.com)
Bild: xkcd.com

42. Produktivität

Früher war das so wenn man am Schreibtisch saß (nach 'Schreibtisch' googeln): Man schrieb einen Brief, um (E-Mail checken) sich danach an den nächsten Brief (Kommentar in Facebook schreiben) zu machen. (Twitterprofil aktualisieren). Vielleicht einmal in der Stunde ein kurzes (lustiges Youtube-Video posten) Gespräch mit dem Kollegen, während man sich (E-Mail checken) einen Kaffee (googeln: Wo kommt der Begriff Kaffee eigentlich her) holt. Prokrastination zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser ('Prokrastination' googeln und Link dazu raussuchen, danach noch kurz fünf Blogartikel lesen, die nur am Rande etwas mit dem Thema zu tun haben) gab es eigentlich nicht.


(...)

Fehlt Ihnen hier eine Sache, die es dank dem Internet nicht mehr gibt? Schreiben Sie einfach in die Kommentarfunktion, wir nehmen Sie gerne auf. Denn:

666. Autoren, denen bei Listen nichts mehr einfällt

Social Media und Kommentarfunktion sei Dank muss der Autor von heute nicht mehr sämtliche Punkte einer dem Leser versprochenen Liste selber ausfüllen. Es genügt der Hinweis auf das Kommentar-Feld beziehungsweise der allfällige Social-Media-Aufruf: Und schon füllen sich die Listicles nach Belieben.

(Autor: Joachim Graf)

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Trackbacks / Kommentare
kein Bild hochgeladen Von: Michael Held, klareköpfe GmbH Relation Browser Zu: 666 Dinge, die es dank dem Internet nicht mehr gibt 28.07.15
Aus dem Radio aufgenommene Musikkassetten, mühsam zusammengeschnitten und so lange abgespielt bis das Band durch war... Heute hat jeder eine Tausende Songs umfassende Sammlung auf dem Smartphone. Und wenn ein Song fehlt, wird er kurz downgeloaded.
kein Bild hochgeladen Von: Frank Pohl Expertenprofil , mecom Medien-Communikations-Gesellschaft GmbH Relation Browser Zu: 666 Dinge, die es dank dem Internet nicht mehr gibt 28.07.15
BTX (Bildschirmtext)
Der Vorläuder des Internets unter Hoheit der Deutschen Post, die für 1986 bereits 1.000.000 Teilnehmer avisiert und schließlich 60.000 zahlende Nutzer fand. 10 Jahre später waren es dann aber doch eine Millionen (zumindest rechnerisch).
kein Bild hochgeladen Von: Frank Pohl Expertenprofil , mecom Medien-Communikations-Gesellschaft GmbH Relation Browser Zu: 666 Dinge, die es dank dem Internet nicht mehr gibt 28.07.15
Abenteuer
Es gab mal eine Zeit in der man einen Urlaub an einem fernen Ort gebucht hat, ohne vorher per Google Maps und Street View die Umgebung zu checken und ohne vorher unzählige Foto- und Videosammlungen Fremder durchzuforsten, um das Risiko beurteilen zu können. Damals hat man abenteurlustig die weitesten Reisen gemacht, bestenfalls ausgerüstet mit einem Fremdenführer.
Vorbei.
kein Bild hochgeladen Von: Frank Pohl Expertenprofil , mecom Medien-Communikations-Gesellschaft GmbH Relation Browser Zu: 666 Dinge, die es dank dem Internet nicht mehr gibt 28.07.15
DIA-Abend
Da wird alles dazu gesagt: http://kamelopedia.net/wiki/Diaabend
(Ich Danke dem Internet dafür, dass es diese Veranstaltungen nicht mehr gibt ...)
kein Bild hochgeladen Von: Wolf-Dieter Roth, Redaktionsbüro Relation Browser Zu: 666 Dinge, die es dank dem Internet nicht mehr gibt 29.07.15
Dank infinite scolling und der kurzen digitalen Aufmerksamkeitsspanne merkt sowieso keiner, ob wirklich 666 Dinge datehen oder nur 66 :D
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Alle Meldungen vom 28.07.15:

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