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Data Analytics: Fünf Trends, von denen der Handel profitiert

18.04.17 Big Data, Small Data, Internet der Dinge: Durch die fortschreitende Digitalisierung fallen massenweise Daten an - überall, rund um die Uhr. Richtig ausgewertet und analysiert, liefern sie dem Handel wertvolle Informationen zu Kunden, Umsätzen, Mitarbeitern und vielem mehr. Die wichtigsten Trends:

  (Bild: StockSnap/Pixabay)
Bild: StockSnap/Pixabay
Nicht nur Online-Anbieter, auch der stationäre Handel setzt zunehmend auf Software zur Analyse und Visualisierung von Daten. Auf Basis der Ergebnisse können Einzelhändler und Filialbetriebe genauer planen und schnellere und bessere Entscheidungen fällen. Welche Waren sollen in welchen Filialen vorrätig sein? Mit welchem Einrichtungsstil treffe ich den Geschmack meiner Kunden? Was gibt es noch für Möglichkeiten, um das Einkaufserlebnis zu verbessern? Viele Entscheidungen, die früher mehr oder weniger aus dem Bauch heraus getroffen wurden, lassen sich heute auf eine fundierte Datenbasis stellen. Und schließlich hilft das Auswerten von Daten und die entsprechende Dokumentation, den Ursachen von Inventurdifferenzen auf die Spur zu kommen. Lars Milde Lars Milde in Expertenprofilen nachschlagen hat die wichtigsten Trends aus Sicht seines Unternehmens zusammmengefasst:

1.Self-Service-Analytics

Dank einfach zu bedienender Self-Service-Analytics-Tools ist das Auswerten und Visualisieren von Daten nicht länger den Data-Scientists und IT-Experten im Unternehmen vorbehalten. Auch Store Manager und Buchhalter können mit solchen Werkzeugen arbeiten - ohne Vorkenntnisse und ohne Programmieraufwand. Dadurch sind sie in der Lage, ihre Daten selbst auszuwerten, um wichtige Erkenntnisse - etwa den Bedarf an Zusatzkräften zu Stoßzeiten - schneller daraus abzuleiten.

2.Mobile Analysen dank IoT

Nicht nur aus dem Onlinegeschäft, auch aus dem stationären Handel ist die Datenanalyse nicht mehr wegzudenken: Sensoren und Kameras zeichnen auf, welche Instore-Marketing-Aktivitäten die Käufer bevorzugen, welche "Routen" sie nutzen, welche Produkte als "Eyecatcher" funktionieren etc. Vor allem der Einzelhandel investiert zunehmend in WLAN-Verbindungen und mobile Endgeräte, damit die Filialverkäufer relevante Daten direkt am PoS (Point of Sale) erfassen und analysieren können. Fragt ein Kunde nach einem Produkt, das gerade nicht auf Lager ist, sieht der Mitarbeiter in seinem Tablet-PC nach, wann es wieder verfügbar beziehungsweise in einer anderen Filiale sofort zu haben ist. Durch den mobilen Zugriff verschiedener Abteilungen auf interaktive Visualisierungen lassen zudem wichtige Entscheidungen beschleunigen - zum Beispiel um Kapazitätsprobleme zu beheben oder die Lieferketteneffizienz zu verbessern.

3.Genauere Daten dank IoT

Immer mehr Geräte, Anlagen, Systeme sind mit Sensoren ausgestattet, die Daten erfassen und für Analysen weiterleiten. In den nächsten drei Jahren soll sich die Zahl der IoT-Geräte (Internet of Things) mehr als verdreifachen. Durch WLAN-basierte Sensoren und RFID-Tags werden die erfassten Daten zudem immer genauer und erleichtern es dem Handel, die zunehmend anspruchsvollen Kunden zufriedenzustellen. Entscheidend ist dabei, dass der Käufer auf einen Blick sieht, wann er das gewünschte Produkt abholen kann beziehungsweise wann es geliefert wird.

4.Integration verschiedener Vertriebskanäle


Durch die Kombination von Daten aus verschiedenen Vertriebskanälen - etwa Call-Centern und sozialen Netzwerken - lassen sich zum Teil völlig neue Erkenntnisse gewinnen. In vielen Unternehmen dauert es jedoch zu lange, die richtigen Daten zu finden, da diese auf verschiedene Orte verteilt sind - etwa in heterogenen Legacy-Systemen und unterschiedlichen Datenbanken. Um echte Omnichannel-Integration ermöglichen, sind agile Analysen gefragt. Ausgefeilte Tools, die in verschiedenen Ansichten anzeigen, wie sich die Daten aus verschiedenen Vertriebskanälen und Datenquellen entwickeln, werden in diesem Jahr verstärkt auf den Markt kommen. Sie verknüpfen die Hauptdatenbank des Kunden - etwa Oracle - mit anderen Datenbanken wie SQL Servern, um neue Erkenntnisse daraus abzuleiten.

5.Roboter, Künstliche Intelligenz und Virtual Reality

Nicht nur in Lagern und Distributionszentren, auch in den Geschäften werden künftig immer mehr Roboter für Routine-Aufgaben eingesetzt - selbst für Promotion-Aktionen und Umfragen und sogar für die Auftragsannahme. Roboter fungieren als Daten-Touchpoints und liefern wertvolle Informationen über das Kundenverhalten. Damit helfen sie dem Handel, seine Kunden besser kennenzulernen und gezielt anzusprechen - ein entscheidender Wettbewerbsvorteil. Empfehlungen und andere Echtzeitinformationen bieten einen zusätzlichen Nutzen.

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Lars Milde (Bild: Tableau)
Lars Milde
Über den Autor: Lars Milde Lars Milde in Expertenprofilen nachschlagen ist Senior Marketing Manager DACH & Eastern Europe bei Tableau zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser

(Autor: Susan Rönisch)

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