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Gastbeiträge auf iBusiness

Adressvalidierung steigert die Rentabilität internationaler E-Commerce-Aktivitäten

von Melissa Data GmbH

 (Bild: Melissa)
Bild: Melissa

Immer mehr Händler wagen den Sprung auf das internationale Parkett. Sie haben dafür ihre Online-Shops angepasst und Produktbeschreibungen entsprechend übersetzt. Damit eingehende Bestellungen die Empfänger auch rechtzeitig erreichen, sind korrekte Adressen unumgänglich.

Mehr als 16 % aller Sendungen werden laut einer Studie der Deutschen Post unzustellbar durch die Welt geschickt oder kommen verspätet an, weil die Adressen falsch sind. Sie müssen mehr oder weniger aufwendig korrigiert werden. Zusätzlich zu den Kosten für Arbeitszeit, Material und Porto sinkt die Kundenzufriedenheit. Unternehmen, die dies vermeiden und sich zukunftssicher aufstellen wollen, kommen nicht umhin, die Adressen ihrer Kunden- sowie Zielgruppen zu überprüfen, und zwar kontinuierlich. Denn valide Kundenadressen bilden die Basis einer funktionierenden Supply Chain und die Grundlage zur Kostenminimierung, Betrugsprävention sowie zu nachgelagerten Identitäts- oder Bonitätsprüfungen.


Ein Rechenbeispiel belegt die These, dass korrekte Kundenadressen Kosten spürbar senken:

Ein Händler verschickt pro Tag 278 Pakete, wovon er neun Prozent als unzustellbar zurückerhält. Diese verursachen, so aktuelle Untersuchungen, etwa 6,50 Euro Kosten für Bearbeitung, Porto und Material. Aufs Jahr gesehen entstehen dem Händler so circa 59.000 Euro Kosten. Gleichzeitig entgehen ihm um die 855.000 Euro Umsatz, wenn der Warenkorbwert durchschnittlich 95 Euro beträgt. Mit Einsatz einer softwarebasierten Adressprüfung lässt sich die Zahl der unzustellbaren Pakete um ein Drittel reduzieren. Bei derselben Anzahl der täglich versendeten Pakete sinken die Kosten um etwa 40.000 Euro auf circa 19.000 Euro. Gleichzeitig kann der Händler 570.000 Euro mehr Umsatz generieren.


Die Data Quality Market Survey von Gartner ergab, dass Unternehmen mit schlechter Datenqualität im Jahr 2017 durchschnittlich Kosten in Höhe von 15 Millionen entstanden [1]. Allerdings ist es für Händler, die ihre Ware weltweit verschicken, eine große Herausforderung, für korrekte Adressdaten zu sorgen. Denn die Formate sind in nahezu jedem Land unterschiedlich: Manchmal steht die Ortsbezeichnung vor oder hinter der Postleitzahl, teilweise auch darunter. In einigen Ländern ist es erforderlich, Bundesländer oder Provinzen anzugeben, damit die Sendung den Empfänger erreicht. Hinzu kommt, dass jedes Land unterschiedliche, lokale Postvorschriften hat, die eingehalten werden müssen. Die Ausgabe auf dem Adressetikett muss also zwingend dem offiziellen Postformat des Landes entsprechen, damit die Sendungen den Empfänger auch erreichen.


Adressvalidierung begünstigt positive Customer Journey
Doch es sind nicht nur die Kosten und der entgangene Umsatz, die das Vorhalten valider Adressen begründen. Bedingt durch die vielfältigen Einkaufsmöglichkeiten ist es für Kunden ein Leichtes, den Anbieter zu wechseln. Und das macht er, wenn er mit einem Lieferanten unzufrieden ist. Der Kunde erwartet eine positive Customer Journey von der Bestelleingabe bis hin zur Auslieferung. Softwarebasierte Lösungen zur Adressvalidierung können hierbei umfänglich unterstützen. Das beginnt beim Onboarding. Während der Kunde seine Adresse eingibt und damit den Bestellprozess beendet, werden seine Daten automatisch vervollständigt. Dies reduziert einerseits seinen Tippaufwand und andererseits sorgt der Händler von Beginn an dafür, dass nur verifizierte Adressen in sein CRM- oder Shopsystem gelangen. Grundlage bildet eine standardisierte Datenbank mit validen Orts- und Straßennamen. Zudem ist nun sichergestellt, dass die bestellte Ware korrekt zugestellt wird, was die Customer Journey zusätzlich positiv beeinflusst. Das Risiko, dass der Kunde seinen Anbieter wechselt, wird somit minimiert.


Erfolgreiche Direkt-Marketing-Aktionen
Darüber hinaus sind validierte Kundendaten ein entscheidender Faktor für Mailings. Wenn Kunden im Rahmen einer Werbeaktion falsch angeschrieben werden, dann ist davon auszugehen, dass das Schreiben ungelesen weggeworfen bzw. gelöscht wird. Das Risiko ist nicht zu unterschätzen. So hat das statistische Bundesamt ermittelt, dass 2019 mehr als 416.000 Ehen geschlossen bzw. 149.000 geschieden wurden. Damit einhergehend ändert sich oft der Nachname.


Unterstützung bei Betrugsprävention
Die Wirtschaftskriminalität ist in den vergangenen Jahren gestiegen, vor allem im Online-Handel. Allein in Deutschland bewegen sich die Betrugsschäden bei Online-Händlern im Milliarden-Bereich. So sollen 2017 allein in Deutschland 2,2 Milliarden Euro durch Online-Betrug verloren gegangen sein [2]. Es ist wahrscheinlich, dass diese Zahl in den vergangenen Jahren weiter gestiegen ist. Ein gängiges Betrugsszenario sind Fake- bzw. Spaß-Bestellungen. Die Intention der Absender ist, Affiliate-Provisionen zu kassieren. Händler können dem einen Riegel vorschieben, indem sie die Kontaktinformationen auf Plausibilität überprüfen oder die Identitäten kontrollieren.


Wettbewerbsfähigkeit erhalten
Der unabhängige CRM-Berater Georg Blum sagt: Adress- und Datenqualität ist kein Kostenfaktor, sondern ein Wertschöpfungsfaktor [3] und trifft damit den Nagel auf den Kopf. Denn akkurate Adressen sorgen dafür, dass Unternehmen Kosten senken und gleichzeitig Umsätze steigern können. Die unmittelbar verfügbare 360-Grad-Sicht auf einheitlich korrekte Daten sind Informationen, die konkretes Wissen zur Verfügung stellen, welches Unternehmen nutzen können, um wirtschaftlich und effizient zu operieren. Mithilfe von softwaregestützten Lösungen gelingt es Händlern, Adressdaten kontinuierlich zu standardisieren, zu überprüfen und zu korrigieren. Dabei ist der Einsatz einer Datenvalidierung als skalierbarer Web-Service vorteilhaft. Neben der Integrationsfähigkeit sind sie standortunabhängig über eine Online-Schnittstelle verfügbar und lassen sich plattformunabhängig nutzen. Darüber hinaus müssen Unternehmen sich nicht um das Einspielen aktualisierter Datenbestände kümmern.



Quellen:
[1] https://www.gartner.com/smarterwithgartner/how-to-stop-data-quality-undermining-your-business/
[2] https://www.it-daily.net/it-management/e-business/19144-was-online-haendler-ueber-betrug-wissen-sollten
[3] https://www.crm-tech.world/weekly-news/ansichtskarten/unsere-ansichtskarte-nummer-22-aus-der-reihe-anders-statement-zum-thema-datenqualitaet/

Dieser Beitrag wurde herausgegeben von


Verantwortlich für den Inhalt dieses Beitrags ist ausschließlich das herausgebende Unternehmen.

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