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BEVH: Deutscher E-Commerce wächst um knapp 18 Prozent

22.02.2017 Laut den aktuellen Zahlen des BEVH   ist der deutsche E-Commerce 2016 deutlich zweistellig gewachsen. Der gesamte Online- und Versandhandel übersprang erstmals die 70-Milliarden-Euro-Grenze und steht inzwischen für fast 13 Prozent des gesamten Einzelhandelsvolumens.

 (Bild: Paydirekt)
Bild: Paydirekt
Die Ergebnisse der jährlichen Studie "Interaktiver Handel in Deutschland", die der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel bereits seit 2006 erstellt, im Detail:
  • Der gesamte interaktive Handel legte 2016 ein Wachstum von 10,8 Prozent hin und erreichte insgesamt ein Brutto-Umsatzvolumen von 72,4 Milliarden Euro.
  • Der E-Commerce ist der herausragende Wachstumstreiber: Der Umsatz mit Waren und Dienstleistungen via Internet stieg auf 66,9 Milliarden Euro. Dabei weist zunehmend der Bereich Dienstleistungen starke Wachstumsraten auf. Hier stiegen die Brutto-Umsätze im Jahr 2016 deutlich um 17,8 Prozent. Der akkumulierte Warenumsatz wuchs um 12,5 Prozent auf 52,74 Milliarden Euro.
Das Geschäftsjahr 2016 hat dem E-Commerce stabile Umsätze in traditionell starken Warengruppen wie Bekleidung (11,16 Milliarden), Elektronikartikel und Telekommunikation (8,74 Milliarden), Computer, Zubehör, Spiele und Software (ca. 3,68 Milliarden), Schuhe (3,58 Milliarden) oder auch im Gesamtbereich Möbel, Lampen und Dekoration (3,19 Milliarden) beschert. Diese Bereiche sind nach wie vor die umsatzstärksten. Deutliches Wachstum weisen aber auch bisher eher umsatzschwächere Warensegmente auf wie der Bereich Lebensmittel bzw. Waren des täglichen Bedarfs. Hier schlägt 2016 ein Umsatzplus von 26,7 Prozent zu Buche.

Für wachsende Umsätze sorgen dem BEVH zufolge vor allem Männer. Sie haben deutlich aufgeholt. Zum Beispiel bei Möbel, Lampen und Dekoration haben Männer ein Plus von 40,5 Prozent generiert. Christoph Wenk-Fischer, Hauptgeschäftsführer des BEVH: "Auch die Versenderstruktur ist in Bewegung. Multichannelversender (+19 Prozent) und Internet Pure Player (+20,6 Prozent) haben gegenüber den starken Onlinemarktplätzen aufgeholt. Zudem wird die Online-Kundschaft treuer - rund 40 Prozent der Befragten haben ihren festen Online-Einkaufsplatz - und sie kommt häufiger - mehr als 80 Prozent der Befragten bestellen heute mindestens einmal im Monat online, die meisten davon sogar deutlich häufiger."

Für 2017 erwartet der BEVH für den gesamten interaktiven Handel ein Wachstum von 8 Prozent auf ca. 61,7 Milliarden Euro. Für den E-Commerce rechnet der Verband erneut mit einem klar zweistelligen Zuwachs um 11 Prozent auf rund 58,5 Milliarden Euro.
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