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Nachhaltigkeit

Fast jedes zweite Unternehmen spendet ausrangierte Elektrogeräte an wohltätige Organisationen

10.08.2022 20 Prozent der Unternehmen verschenken gebrauchte Notebooks, Monitore und Co. an die Belegschaft. Aber jedes zehnte Unternehmen entsorgt Altgeräte auch mit dem normalen Gewerbeabfall.

 (Bild: Bruno /Germany auf Pixabay)
Bild: Bruno /Germany auf Pixabay
Die Belegschaft wird mit neuen Smartphones ausgestattet, Drucker abgeschafft, Monitore erneuert: Wenn in Unternehmen funktionsfähige Elektrogeräte ausrangiert werden, wird ihnen in vielen Fällen ein zweites Leben verschafft. Die Spendenbereitschaft ist hoch: 45 Prozent der Unternehmen in Deutschland überlassen Elektro-Altgeräte wohltätigen Organisationen. Im Jahr 2020 waren es noch 24 Prozent. Bei vielen Initiativen oder Vereinen kann man gebrauchte, noch funktionsfähige Geräte abgeben, von dort werden sie dann zum Beispiel an Schulen, Jugendprojekte oder Bedürftige weiterzugeben.

Naturschutzorganisationen sammeln alte Geräte ein und verwenden die Erlöse für Umwelt- oder Nachhaltigkeitsprojekte. Auch der Anteil der Unternehmen, die ausrangierte IT an ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verschenken, ist gegenüber 2020 gewachsen: von 14 auf 20 Prozent. Das sind die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage unter 506 Unternehmen ab 20 Mitarbeitenden im Auftrag des Digitalverbands Bitkom  .

In der Regel kombinieren die Unternehmen verschiedene Möglichkeiten der Wiederverwendung, Verwertung und Entsorgung. Eine Mehrheit von 63 Prozent sorgt für die fachgerechte Entsorgung der Geräte, 30 Prozent lagern sie ein, um sie zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal nutzen zu können. Auch schaffen nicht alle Unternehmen ihre IT oder Teile davon per Kauf an: 17 Prozent leasen Geräte und geben sie entsprechend an den Verleiher zurück. Jedes zehnte Unternehmen (11 Prozent) gibt allerdings an, Elektro-Altgeräte mit dem normalen Gewerbeabfall zu entsorgen.

Ein kleinerer Anteil von Unternehmen verkauft auch funktionsfähige, ausrangierte Elektrogeräte: 8 Prozent überlassen sie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu vergünstigten Preisen, 4 Prozent verkaufen sie extern weiter und ebenso viele verkaufen ihre Elektro-Altgeräte an Dienstleister zur Wiederaufbereitung. Von diesen Dienstleistern werden die Geräte gesäubert und technisch überholt, und gehen anschließend wieder in den Verkauf oder Verleih. Unter den Verbraucherinnen und Verbrauchern ist das Interesse an so dieser so genannten Refurbished-IT zuletzt gewachsen: Jeder und jede Achte (13 Prozent) hat gemäß einer Bitkom-Umfrage von Januar 2022 schon einmal ein solches Gerät gekauft. Unter den Unternehmen sind es erst 4 Prozent, wie die Bitkom-Studie 'Digitalisierung und Nachhaltigkeit in der Wirtschaft' kürzlich ergeben hat.
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