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EU schreibt über 6,7 Millionen Euro Fördergelder für VoD-Vertrieb aus

19.04.2012 Unter dem Aufruf 09-2012   können unabhängige Produktions- und Vertriebsunternehmen wieder bei der EU-Kommission   Fördergelder in zwei Vertriebskategorien beantragen: Video On Demand (VoD) und Digitale Kinoauswertung (DCD).

In der ersten Kategorie werden Projekte gefördert, die dem Endverbraucher online europäische audiovisuelle Werke per Stream oder Download auf On-Demand-Basis anbieten. Unter die zweite Kategorie fallen Vertriebsmodelle, die Kinos auf digitalem Weg mit Filmen zur kommerziellen Auswertung beliefern, z.B. per Festplatte, Satellit oder online.

Es gibt zwei Arten von Inhalten: Den so genannten "Core Content" - hierzu zählen Spiel-, Dokumentar- und Animationsfilme für Kino und TV, ebenso Kurzfilme und TV-Serien - und den "Alternative Content" - beispielsweise Making Ofs, Opern, Konzerte und andere Darbietungen. VoD-Projekte müssen mindestens 60 Prozent Core Content anbieten, bei DCD wird ausschließlich Core Content anerkannt.

Entscheidend für die Auswahl ist die europäische Dimension der Programme, das bedeutet, dass der angebotene Inhalt aus mindestens fünf MEDIA-Mitgliedsländern, die fünf Sprachen abdecken, stammen muss. Höchstens 40 Prozent der Inhalte (gemessen in Programmstunden) dürfen aus einem einzelnen europäischen Land sein. Auch Qualität und Kosteneffizienz des Projekts, Marketing-Strategie und Zielgruppenorientierung fliessen in die Bewertung ein. Für die auf mindestens drei Jahre konzipierten Projekte stehen dieses Jahr 6.725.000 Euro zur Verfügung, die maximale Fördersumme pro Maßnahme liegt bei einer Million Euro. Neue Maßnahmen müssen zwischen 1. Juli 2012 und 1. März 2013 beginnen.

Der Einreichtermin für den Aufruf 09-2012 endet am Montag, 25. Juni.
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