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Wettbewerbsverfahren: EU will Google an die Kandare nehmen

15.04.2015 Nach übereinstimmenden Medienberichten "Financial Times  ", "New York Times  " und "Wall Street Journal  " will die EU-Kommission nun doch wettbewerbsrechtliche Vorwürfe gegen Google   intensiv prüfen. Damit drohen dem Konzern Strafzahlungen in Rekordhöhe.

 (Bild: Google)
Bild: Google
Der Streit dauert schon mehrere Jahre an, zuletzt sah es so aus, als könne Google mit einigen Zugeständnissen das Verfahren beenden, das zuletzt von EU-Wettbewerbskomissar Joaquín Almunia geleitet wurde. Seine Nachfolgerin Margrethe Vestager will sich damit jedoch offenbar nicht mehr zufrieden geben. Wie das "Wall Street Journal" berichtet habe sich Vestager am Dienstag mit Kommissionschef Jean-Claude Juncker auf ein härteres Vorgehen geeinigt. Am Mittwoch sollen die anderen Kommissionsmitglieder informiert werden.

In dem Wettbewerbsverfahren wird Google vorgeworfen, konkurrierende Anbieter zugunsten eigener Dienste zu benachteiligen. Insbesondere werden Hinweise auf eigene Kartendienste, Reise-, Flug- Restaurant- und Veranstaltungsverzeichnisse sowie Ergebnisse aus Google Shopping prominenter platziert als die der Wettbewerber. Zudem stößt der Kommission die dominierende Rolle Googles im Smartphone-Markt und Benachteiligungen von wechselwilligen Werbekunden auf.

Das Kartellverfahren gegen Google könnte das Größte sei dem Browserstreit mit Microsoft   werden. Neben den Rekordstrafen drohen dem Suchmachinenanbieter strenge Wettbewerbsauflagen.
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