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Digitalisierung: Kommunen haben erheblichen Nachholbedarf

von steiger_2

28.06.2018 Kommunale Verwaltungen und Unternehmen geben sich für den Wissensstand in Sachen Digitalisierung eine Schulnote zwischen 3 und 4 im Durchschnitt. Noch kritischer sehen Banken und Sparkassen den digitalen Wissenstand ihrer kommunalen Geschäftspartner. Das sind Ergebnisse aus dem "Kommunal-Barometer 2018"  , die das Münchner FinTech CommneX   zusammen mit der TU Darmstadt   erstellt hat.

 (Bild: Unsplash/Pixabay)
Bild: Unsplash/Pixabay
Das Digital-Know-how ist innerhalb der Kommunen allerdings sehr ungleich verteilt. Bezogen auf die gesamte Verwaltung attestieren die Befragten nur 13 Prozent der Mitarbeiter ein gutes oder sogar sehr gutes Wissen auf diesem Gebiet. Besser schneiden die Mitarbeiter in den Kämmereien ab, die zu 41 Prozent als digital fit bewertet werden. Dies rühre daher, dass Kämmereien bereits deutlich früher mit der Digitalisierung konfrontiertwaren und die kommunale Finanzverwaltung aufgrund der hohen Komplexität seit geraumer Zeit bereits nur mit geeigneter IT bewältigbar war.

Die Studie kommt weiter zu dem Ergebnis, dass viele Arbeitsplätze in der Verwaltung noch nicht die nötige technische Infrastruktur für Menschen mit ausgeprägter digitaler Affinität aufweisen - daher sei es schwer, sowohl Mitarbeiter zu schulen als auch entsprechende Strukturen einzuführen. Es herrscht klarer Nachbesserungsbedarf bei der digitalen Ausstattung: Nur 35 Prozent der Kommunen sind hier nach eigener Aussage gut oder sehr gut positioniert, bei den Kämmereien sieht es nur marginal besser aus.

Als Treiber der Digitalisierung sieht sich laut der Studie derzeit nicht einmal die Hälfte der Kämmereien - dies könne sich mit vermehrter Nutzung von Software-as-a-Service-Produkten und Online-Angeboten verbessern. Mehr als die Hälfte der Kommunen in Deutschland prüft derzeit, Finanzierungsvorhaben künftig über digitale Marktplätze auszuschreiben. Damit folgen sie den 21 Prozent der Kämmereien, die diese moderne Form der kommunalen Finanzierung schon nutzen.

Insgesamt nahmen 137 Kämmerer, Finanzentscheider kommunaler Unternehmen sowie Kommunal-Experten privater, öffentlich-rechtlicher und genossenschaftlicher Finanzinstitute an der Studie teil.
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