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Vernetzung ist der neue Megatrend in der Unterhaltungselektronik

23.08.2011 Die Digitalisierung im Markt für Unterhaltungselektronik ist weitgehend abgeschlossen, nun geht es um die Vernetzung von Geräten, die bislang isoliert eingesetzt wurden. So die Analyse des Branchenverbandes Bitkom   im Vorfeld der IFA. So überholen internetfähige TV-Geräte in diesem Jahr beim Umsatz erstmals die Fernseher ohne Web-Zugang.

Klassische Geräte der Consumer Electronics erhalten entweder zusätzliche IT-Features, beispielsweise der Fernseher einen USB- oder Netzwerkanschluss. Gleichzeitig gibt es Verdrängungsprozesse, indem Geräte wie MP3-Player oder Videokameras immer häufiger durch Tablet-PCs, Smartphones und Co. ersetzt werden.

Mittlerweile ist jeder dritte verkaufte Fernseher internetfähig. Der Umsatz steigt in diesem Jahr um ein Viertel auf drei Milliarden Euro, der Absatz gar um 60 Prozent auf 3,5 Millionen Geräte. Mit Fernsehern ohne Internet-Anschluss werden nur noch 2,7 Milliarden Euro umgesetzt. Für jeden zweiten Verbraucher ist ein Internetanschluss beim TV-Erwerb mittlerweile kaufentscheidend. Ähnlich viele legen auf einen USB-Anschluss großen Wert.

Mit dem Trend zu Connected TV ändert sich auch der Fernsehkonsum: Es wird mehr online TV gesehen. Laut Umfrage schaut heute schon fast jeder Dritte gelegentlich Fernsehen auf seinem PC oder Laptop, jeder neunte auf seinem Handy oder Tablet-PC.

Allerdings drückt der scharfe Preisdruck bei TV-Geräten insgesamt auf den CE-Markt. Das Volumen des Marktes für TV-Geräte sinkt trotz Mengenwachstums um 6,3 Prozent auf 5,7 Milliarden Euro. Daher wird sich das Volumen des deutschen CE-Marktes in diesem Jahr voraussichtlich auf 12,3 Milliarden Euro belaufen, ein Rückgang von 5,3 Prozent gegenüber 2010.

Durchgesetzt hat sich in Deutschland der DVD-Nachfolger Blu-ray. Die Nachfrage wird getrieben durch den Wunsch nach Full-HD und 3D- Wiedergabe. Der Markt wächst um 45 Prozent auf 270 Millionen Euro. Der Preisabstand zwischen Blue-ray- und DVD-Playern ist geschrumpft: Blue-ray-Player kosten 2011 im Schnitt 160 Euro, DVD-Spieler 100 Euro.

Trotz Handykameras bleibt der Markt für digitale Fotoapparate stabil bei 1,8 Milliarden Euro. Verbraucher investieren in hohe Bildqualität. Es gibt einen starken Trend zu Kompaktkameras mit Wechseloptik.
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