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Zahlenblutbad: Bei Intershop siehts noch röter aus als befürchtet

von Oliver Missbach (ehem. iBusiness-Redakteur)

02.11.2001 (iBusiness) Die Intershop AG mußte Ihr Ziel, die Gewinnschwelle bereits im 4. Quartal 2001 zu erreichen, korrigieren: Nach der Bekanntgabe der Ergebnisse für das dritte Quartal peilt man nun das Jahr 2002 für den Break-Even-Punkt an. Verwegen, macht man doch dreimal mehr Verlust als Umsatz.

Die Umsatzerlöse im dritten Quartal beliefen sich auf insgesamt 14,7 Mio. Euro gegenüber 22.0 Mio. Euro im zweiten Quartal 2001. Den Rückgang begründet Intershop mit der anhaltenden Investitionsschwäche im IT-Bereich und mit jahreszeitlich bedingten Faktoren. Außerdem sollen unternehmensinterne Umstellungen, vom reinen ECommerce-Plattformanbieter zum Vertreiber branchenspezifischer Lösungen, zum schlechten Ergebnis beigetragen haben.

Unter Einbeziehung einmaliger Belastungen in Höhe von 21,1 Mio. Euro wies Intershop im dritten Quartal 2001 einen Nettoverlust von 44,2 Mio. Euro oder 0,5 Euro je Aktie aus.

Intershop verlagerte im dritten Quartal seine Marketingaktivitäten vom Plattform-Modell zum Verkauf von Branchenlösungen. Damit hofft man auf eine positive Wende. Das Unternehmen setzt auch auf den Ausbau seiner Partner-Vertriebskanäle und hofft damit auf gemeinsame Kundengewinnung. Im Rahmen eines weltweiten Restrukturierungsprogrammes wurde die Belegschaft bis Ende des dritten Quartals um 179 Mitarbeiter auf 922 reduziert. Im Oktober wurde sie noch einmal auf 768 Mitarbeiter heruntergefahren.

Wilfried Beeck, Chief Operating Officer von Intershop   , gibt sich dennoch optimistisch: "Wir erwarten, dass die Gesamtumsätze im vierten Quartal 2001 höher ausfallen werden als im dritten Quartal 2001. Die Restrukturierungsmaßnahmen der letzten Zeit haben zu einer deutlichen Reduzierung unserer Kostenbasis geführt."

Neuer Kommentar  Kommentare:
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Von: Dietmar Hochmuth ,  PotemkinPress ,  Verbindungen
Am: 31.10.2001

Zahlenblutbad: Bei Intershop siehts noch röter aus als befürchtet

Was ist das für eine Verhunzung der deutschen Sprache?! "Zahlenblutbad" und dann gleich noch eine Steigerungsform von "rot"... Vielleicht sollte der HighTexter Herr Graf, bevor er selbst unterrichtet, noch ein paar Stunden Deutsch (vermutlich so ab 8. Klasse) nehmen...
Außerdem mißfällt mir diese Häme... Ein Unternehmen wie intershop zu fahren ist gewiß keine so gemütliche Angelegenheit wie das Einsammeln von Tickermeldungen und Verkaufen gegen Abrufgebühr... Sorry, und dann soll ich hier auch noch auf SEX FÜR WEBPUBLISHER klicken...

AW: Zahlenblutbad: Bei Intershop siehts noch röter aus als befürchtet

Keine Haeme - grosses Indianerehrenwort. Nur eine sachliche Darstellung der Fakten. "Röter" ist übrigens nach Duden eine erlaubte Steigerung (im Gegensatz zu "töter" beispielsweise) Und ein Zahlenblutbad - rote Zahlen - nun, ein bisschen Formulierungslust duerfen Sie uns schon zugestehen. Dann verrate ich auch nicht, dass sie auf den Link "Sex für Webpublisher" geklickt haben oder nicht....
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Von: Dietmar Hochmuth ,  PotemkinPress ,  Verbindungen
Am: 02.11.2001

AW: AW: Zahlenblutbad: Bei Intershop siehts noch röter aus als befürchtet

Lieber Joachim Graf,

um keine weitere Häme aufkommen zu lassen, ich habe ihn nicht angeklickt; solch ein Banner stört mich regelrecht auf einer Seite, die bislang den Anschein von Seriosität verbreitete.
Und ich bleibe leider dabei: Zahlenblutbad ist, zumal in diesen Tagen, nicht eben das gelungenste Produkt von Formulierwut, oder wie Sie das nannten...

Nichts für ungut, war ja nicht böse gemeint!

Dietmar Hochmuth

AW: AW: AW: Zahlenblutbad: Bei Intershop siehts noch röter aus als befürchtet

gut, man kann ueber Formulierungen immer trefflich streiten. Ich habe ihre Kritik mal gespeichert und werde meinen Formulierungswahn daraufhin ueberpruefen ....
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