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ARD will trotz Kritik ihr Internet-Angebot verdoppeln
09.11.2001 (iBusiness) Trotz massiver Kritik an den Online-Aktivitäten der Öffentlich-Rechtlichen (iBusiness berichtete) will die ARD ihr Internet-Angebot massiv ausbauen. Dazu will die Rundfunkanstalt jährlich zwischen 40 und 55 Millionen Mark in ihren Online-Auftritt stecken.
Neben dem neuen Tagesschau-Portal, das ab dem 28. November 2001 alle ARD-Nachrichtenangebote von Hörfunk und Fernsehen bündelt, kann sich Raff, der auch Intendant des Saarländischen Rundfunks ist, durchaus weitere ARD-Pforten im Internet vorstellen: "Ich halte einen personellen und finanziellen Ausbau eines Sport-Portals für dringend notwendig. Die Kür wäre dann noch ein ARD-Börsen-Portal. Entscheiden werden wir Ende November darüber."
Eine zusätzliche Internet-Gebühr ist laut Raff jedoch nicht geplant. Er hält es dagegen für sinnvoller, in nächsten Jahren eine einheitliche Gebühr pro Wohnung einzuführen, die für alle Medien gilt. Mit Blick auf den bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber, der der ARD jüngst Kommerzialisierung ihres Netzangebotes vorgeworfen hatte, sagte Raff: "Solche Äußerungen sind nicht immer sehr sachkundig. Ich empfehle vielen Politikern, sich einmal selbst an den PC zu setzen und unser Angebot in Ruhe anzusehen. Dann werden manche viel zurückhaltender sein in der Beurteilung des ARD-Internet-Auftritts."
In der Vergangenheit hatte es immer wieder Streit um die Finanzierung des Online-Angebots von ARD und ZDF gegeben. Der Verband Privater Rundfunk und Telekommunikation (VPRT) hatte sogar mit einer Klage gedroht. Nach Ansicht des VPRT könne es nicht angehen, dass die Allgemeinheit mit ihren Gebühren eine Grundversorgung durch ARD und ZDF im Internet finanziert (iBusiness berichtete).
Am: 12.11.2001
ARD will trotz Kritik ihr Internet-Angebot verdoppeln
Auch die redaktionelle Qualität kann ich nicht mehr als Kriterium gelen lassen. Extremfall 11.September: Da behauptet doch glatt der NATO Korrespondent der ARD (bin mir nicht ganz sicher - könnte auch ZDF gewessen sein), aus dem NATO Headquarter in Brüssel, dass man die Ereignisse relativ gelassen sehe. "Man bewerte den Anschlag als Angrif auf die USA und nicht auf die NATO." Dabei weiß jeder, der ab und zu in Geschichte und Gemeinschaftskunde aufgepasst hat, dass ein Angriff auf ein NATO Mitglied, als ein Angriff auf alle gewertet wird. So ein mißerabler Journalismus gehört in meinen Augen bestraft und nicht auch noch durch Zwangsabgaben belohnt!!!
