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'Net Mobile' startet Konkurrenz zu 0190-Nummern
14.05.2002 (iBusiness) Der Düsseldorfer Mobillösungsanbieter 'Net Mobile' bietet ab sofort ein Micropayment-Produkt an, das "in wenigen Monaten eine Ergänzung und ein echter Wettbewerb für die 0190-Nummern werden wird", schwärmt Net Mobile-CEO Theo Niehues.
Laut Net Mobile eignen sich Premium-SMS-Dienste vor allem für Micropayments, wie beispielsweise zum Bezahlen einer Kleinanzeige bei einer Lokalzeitung oder einem Anzeigenblatt. Dabei müssen sich die Anbieter dieses SMS-Dienste weder um die Rechnungsstellung, noch um das Inkasso kümmern: Abgerechnet wird über die Mobilfunkrechnung des jeweiligen Netzbetreibers.
Für das Produkt 'Premium SMS' wird eine einmalige Einrichtungsgebühr von maximal 99 Euro fällig. Hinzu kommt eine monatliche Gebühr von rund 50 Euro. Maximal 50 Prozent des Umsatzes, den die Mobilnetzbetreiber durch die höherpreisigen Kurzmitteilungen einnehmen, fließt an Anbieter eines Premium-SMS-Dienstes.
Bereits kurz nach der Produkteinführung kann Net Mobile nach eigenen Angaben speziell im Medien- und Verlagsumfeld erste Erfolge verbuchen: So seien bei diversen TV-Sendungen demnächst Televoting-Optionen per Premium SMS von Net Mobile geplant.
'Net Mobile' startet Konkurrenz zu 0190-Nummern
Da lobe ich mir doch die Kreditkarten-Firmen oder Paybox, die sich mit weniger als 5% begnügen.
AW: 'Net Mobile' startet Konkurrenz zu 0190-Nummern
Das dem nicht so ist, zeigt, dass immer noch eine Trennung zwischen Micropayment-Systemen und anderen Zahlungsarten besteht. Bei Kreditkartentransaktionen haben sie neben den drei bis fünf Prozent Provision nämlich noch Buchungskosten, die je nach Clearing-Anbieter und Volumen zwischen 20 Cent und und zwei Euro schwanken.
Bei Micropayment hingegen fällt die Transaktionsgebühhr weg, und die Anbieter wollen (fast ausnahmslos) eine Provision zwischen 25 und 65 Prozent - je nach Volumen und Betragshöhe. Letztlich ist die Tennung zwischen "kleinen" und "großen" Beträgen in Bezahlsystemen für den Kunden nur ein nervendes Hindernnis: Es ist in etwa so, wie wenn Sie mit einem Geldschein bezahlen und der Händler sich deswegen weigert, Ihnen Münzen rauszugeben. Und solange hier kein einheitliches System Verbreitung findet, krankt das ganze Thema. Das gilt sogar für den ansonsten langfristig aussichtsreichsten Kandidaten, die Geldkarte: Hier ist bei rund 200 Euro schluß.
