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ITK-Branche will 2004 wieder wachsen
10.12.2003 (iBusiness) Die Unternehmen der Informationstechnik und Telekommunikation (ITK) rechnen für das kommende Jahr überwiegend mit steigenden Umsätzen im deutschen Markt. Jedes zehnte Unternehmen erwartet sogar ein kräftiges, zweistelliges Plus. Ein Fünftel der Anbieter von Informations- und Kommunikationssystemen geht von einem zumindest stabilen Geschäft aus.
Die Ergebnisse des Branchenbarometers bestätigten laut Berchtold die BITKOM-Prognose, dass der ITK-Markt in Deutschland nächstes Jahr um zwei Prozent auf rund 134 Milliarden Euro Gesamtumsatz anwächst. Für 2003 rechnet BITKOM mit einem insgesamt stabilen Geschäft auf Vorjahresniveau mit 131 Milliarden Euro Umsatz im deutschen Markt.
Um dem Markt zusätzliche Impulse zu geben, fordert Berchtold ein Vorziehen der Steuerreform und eine breit angelegte Innovationsoffensive. Die stärksten Wachstumsimpulse gehen laut Berchtold im nächsten Jahr von den Mobilfunkdiensten sowie den Internet- und Online-Diensten aus. Damit erweisen sich diese beiden Segmente wieder einmal als Wachstumstreiber.
83 Prozent der Anbieter von Mobilfunkdiensten erwarten für 2004 steigende Umsätze. Bei den Internet- und Online-Diensten erwarten mehr als drei Viertel der Unternehmen, ihr Geschäft 2004 ausbauen zu können. Berchtold hob außerdem hervor, dass der Markt für Telekommunikations-Infrastruktur nach drei sehr schwierigen Jahren wieder Zeichen der Erholung aufweise. Fast drei Viertel der Unternehmen in diesem Marktsegment erwarten für 2004 bessere Umsätze.
Die positive Umsatzentwicklung wird nach Einschätzung des BITKOM für eine Stabilisierung im Arbeitsmarkt der ITK-Branche sorgen. Für 2004 erwartet der Branchenverband ein Ende des Arbeitsplatzabbaus und für 2005 eine spürbare Belebung des Stellenangebots. 29 Prozent der ITK-Anbieter beklagen heute schon wieder einen Mangel an Fachkräften. Zum Vergleich: Im Juni dieses Jahres waren 12 Prozent der Unternehmen von einem Mangel an Spezialisten betroffen.
Verfügbare Arbeitskräfte seien häufig unter- und zuweilen überqualifiziert, in vielen Fällen zumindest falsch qualifiziert. Dadurch verschenke man Arbeitsplätze. Ziel müsse es sein, insbesondere junge Menschen wieder für Technik zu begeistern. Das von der Bundesregierung für 2004 ausgerufene Jahr der Technik sei ein guter Anfang, dem 2005 als das Jahr der Innovationfolgen müsse, forderte Berchtold.
Größtes Markthemmnis ist aus Sicht der BITKOM-Mitglieder die schwierige Unternehmensfinanzierung. 52 Prozent der befragten Unternehmen sehen hier ein maßgebliches Problem, das insbesondere den Mittelstand betrifft. Die Eigenkapitalausstattung im deutschen Mittelstand ist laut Berchtold traditionell schwach, doch nun ziehen sich die Geschäftsbanken immer mehr auch aus der Kreditfinanzierung zurück. Zudem stünde technologieorientierten Unternehmen kaum mehr das notwendige Wagniskapital für die Gründungsfinanzierung zur Verfügung. Diesen Missstand müssten laut Berchtold die Unternehmen und die Finanzwirtschaft gemeinsam angehen.
