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Nach Jobpilot-Kauf: Monster will seriös werden
29.04.2004 (iBusiness) Die Übernahme von Jobpilot durch Monster hat den Online-Jobbörsenmarkt in Bewegung gebracht. Stepstone berichtet seitdem von Anfragen von Jobpiloten-Kunden, die zu Stepstone wechseln wollen. Die Noch-Jobpilot AG sieht dagegen kein Grund zur Sorge. Stehen bei ihr doch auch diverse Veränderungen an.
Adecco hatte seine Online-Börse Jobpilot für 74,5 Millionen Euro an Monster verkauft (iBusiness berichtete). "Diese Übernahme führte zu einer Konzentration am deutschen Markt: Seit Freitag gibt es nur noch zwei führende Anbieter - Stepstone und Monster", frohlockt Stepstone. Baumann bewertet diese Marktkonsolidierung sehr positiv: "Monster ist ganz anders positioniert als wir: Wir setzen auf Seriosität und Qualität, Monster ist eher ein flippiger Anbieter nach amerikanischem Vorbild. Dementsprechend sprechen wir auch zwei ganz unterschiedliche Zielgruppen an. Jobpilot wandte sich bisher an ein ähnliches Klientel wie wir. Daher denkt dieses nun vermehrt über einen mittelfristigen Wechsel zu uns nach - unsere Ausrichtung entspricht eher der der Jobpilot-Kunden."
Eine klare Fehleinschätzung, wie Jobpilot-Sprecherin Ines Hennig gegenüber iBusiness erklärt: "Voraussichtlich wird Monster für das neue Jobportal die Marke liefern und Jobpilot die inhaltliche Ausrichtung." Damit verschwinde zwar die Marke Jobpilot, die Leistungen blieben aber erhalten. Dagegen werde Monster als Online-Jobbörse, wie sie sich noch aktuell präsentiert, verschwinden. "Monster wird seriös", fasst Hennig die künftige Strategie zusammen. Warum die neue Monster-Geschäftsführung beschlossen hat, Services und inhaltliche Ausrichtung, aber nicht die Marke von Jobpilot zu übernehmen, konnte Hennig allerdings nicht erklären.
