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Intel verbietet Ostseeinsel 'Inside'-Website

13.12.2004 (iBusiness) Der Chipkonzern Intel will auch künftig den Namenzusatz 'inside' bei Firmen und Websites nicht erlauben, egal aus welcher Branche sie stammen.

Die Betreiber der Website Fehmarn-inside.de  , einem Angebot zu Tourismusinformationen zur Ostseeinsel Fehmarn, dürfen den Namenszusatz 'inside' künftig nicht mehr verwenden. Nach Informationen des Branchendienstes Heise online hatten sich die Betreiber der Site, Sascha Heinze und Holm Dittrich, bei Intel über die Rechtslage informieren wollen. Daraufhin sei ihnen erklärt worden, dass sie den Namen der Seite zu ändern hätten, da er Intels Markennamen zu sehr ähnele. Heise online gegenüber hatten die Betreiber betont, dass sich der Name 'Fehmarn-inside' nicht von 'Intel inside' ableite. Der Name gründe vielmehr auf dem Gedanken, dass die Seite als einzige tagesaktuelle Nachrichten über die Ostsee-Insel biete, also Insider-Informationen.

Intel   stützt sich bei seinem Vorgehen auf das Markenrecht, wie Unternehmenssprecher Christian Anderka gegenüber iBusiness betonte. Dass Fehmarn-inside ein branchenfremdes Angebot ist, sei hierbei völlig unerheblich: "Um unsere Marke zu schützen, müssen wir jeden Fall, der uns zu Ohren kommt, bearbeiten." Eine Beschränkung auf eine Branche oder einen speziellen Bereich wäre korrekt, wenn es sich um eine regionale Marke handelt. Da Intel aber über die Branche hinaus Markenbekanntheit hätte, will der Chipkonzern auch künftig alle bekannten Fälle dazu addressieren, um die Marke 'Intel inside' konsequent zu schützen, argumentiert Anderka.

Dazu sei Intel bereits seit 1990 mit "mehreren Parteien" in Verhandlung, wie Anderka betont. Das Thema dürfte auch in Zukunft die Rechtsabteilung des Chipkonzerns beschäftigen, denn unter dem Suchwort 'inside.de' finden sich online mehrere hundertausend Begriffe, die den Zusatz 'inside' in ihre Namen integriert haben.

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Intel verbietet Ostseeinsel 'Inside'-Website

Ein sonderbarer Branding-Ansatz: Man mahnt ab und verbietet einen Begriff, der im Lexikon steht. Und das auch noch unabhängig davon, ob man mit einem Anbieter in Konkurrenz steht oder nicht.

Man kann unterstellen, dass die deutschen Statthalter von der offensichtlich aus den USA stammenden Vorgabe wenig halten. Nur wenn sie Kenntnis erlangen, wollen sie den Rechtsanwalt auf die Spur setzen. Eine Google-Suche gehört offensichtlich nicht zu dem "Kenntnis erlangen".

Für alle, die ein "Inside" in ihrem Domainnamen haben heisst das vor allem: Nicht bei Intel anklopfen ....
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