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Forscher: Mobil-TV erreicht 2009 kritische Masse

02.05.2005 (iBusiness) Marktforscher 'Informa Telecoms and Media' prognostiziert in seiner neuen iTV-Studie, dass es bis zum Jahr 2010 weltweit 124,8 Millionen Nutzer von mobilen TV-Services geben wird. Im Jahr 2009 erreichen Netzwerke und die Verbreitung der Endgeräte eine kritische Masse.

In seiner Studie 'Mobile-TV: Broadcast and Mobile Multimedia' prognostiziert Informa Telecoms and Media  , dass in den nächsten Jahren die am weitesten entwickelten Netzwerke S-DMB und T-DMB sein werden. Sie dominieren die Verkäufe von Broadcast-TV-Handsets weltweit - ausgehend von ihren Kernabsatzgebiene Südkorea und Japan.

Im Jahr 2010 wird es der Prognose zufolge 18,11 Million Abonnenten von terrestrischen DMB-Angeboten gegenüber 15,02 Millionen Nutzer von Satelliten-DMB. "Trotz seines langsamen Starts wird DVB-H mit 74,08 Millionen Nutzern das dominante Format im Jahr 2008. Das entspricht 60 Prozent aller Broadcast-Mobile-TV-Nutzern", meint Studienautor David McQueen.

Bei den Endgeräten prognostiziert er ein Marktwachstum von 130.000 Einheiten 2005 auf 83,5 Millionen Einheiten im Jahr 2010. Im Vergleich dazu werden Videohandys 2010 die fünffache Absatzmenge erreichen.

Während die Mobil-TV-Industrie in den Fokus der Aufmerksamkeit rückt in vielen Sektoren der Mobil- und der Broadcast-Industrie - inklusive Mobilnetzbetreiber, Gerätehersteller, Sendeanstalten und Contentlieferanten - sind nach wie vor eine Reihe von Problemen zu lösen. Die größten Hürden sind Marktregulierung, Kapazität und Spektrumplanung. "Im Herz der Mobil-TV-Industrie kämpfen Broadcast- und Zellennetzwerke darum, die optimale Lösung zu finden für alle Mitspieler in einem extrem komplizierten Businessmodell", so McQueen. "Der Grad, inwieweit die Netze entweder komplimentär oder in Konkurrenz verwendet werden, bestimmt über das Marktschicksal. Zusammenarbeit ist entscheidend, um die Hebelkraft für interaktive TV-Services zu nutzen."

Wie schnell Endverbraucher Services und Endgeräte kaufen hängt vor allem davon ab, dass begehrenswerter populärer Content dem Endverbraucher zur Verfügung steht. Es gibt definitiv ein Bedürfnis für die Industrie zu entscheiden, welche TV-Formate bei Nutzern funktionieren, die unterwegs sind und welche Services attraktiv sind für Mobil-Abonnenten. Dabei muss die Industrie die klassische Sehgewohnheiten immer im Hinterkopf behalten. Hochauflösende Endgeräte, ein gutes Nutzerinterface und lang haltende Batterien sind ebenfalls wichtig.

Aber die Abrechnung der Services hat auch seine Fallen. Die Provision der TV-Sender in diesen Broadcast-Modellen ist verantwortlich dafür, wie TV-Content abgerechnet werden kann - wohl wissend, dass eine Reihe von Kanälen im Digital-Umfeld frei zu empfangen sind und andere anzeigenfinanziert werden können. Zweifellos das wahrscheinlichste Payment-Szenario wird Pay-per-view sein. Es wird einfacher zu implementieren sein in Partnerschaft mit einem Mobiltelefonanbieter, der bereits eine Kundenbeziehung mit den Nutzer hat. Aber die Entscheidung, wie mit Content verfahren wird im Bereich Public-Broadcasting und mobilen Sphären ist schwierig - bedingt durch das große Kriterienset aus breite und Qualität des nötigen Contents.

In vielen wichtigen Märkten ist Fernsehen ein großer Teil des Lebens von vielen Menschen und die Handynutzung hat einen Marktsättigungsgrad erreicht oder bereits überschritten. Wegen diesen beiden Gründen, so die Studie, und der Konvergenz der Broadcast- und der Mobilindustrie hat Mobil-TV ein hohes Potential - mit interaktivem Fernsehen und der Erweiterung durch Anzeigen ab Bug dieses Erfolgs.

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