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Freiberufler fordern höhere Stundensätze

von sr

22.02.2006 (iBusiness) Die gute Auftragslage in der IT- und Multimedia-Branche macht sich auch bei den Honorarforderungen der Freelancer bemerkbar: Erstmal seit zwei Jahren verlangen die Freiberufler wieder mehr für ihre Dienste, wie eine aktuelle Marktanalyse zeigt.

IT-Freiberufler verdienen wieder mehr. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Marktanalyse des IT-Projektportals Gulp  . Demnach bekommen die IT-Freelancer derzeit einen durchschnittlichen Stundensatz von 66 Euro. Im Vorjahr lag dieser Wert noch bei 64 Euro: dem schlechtesten Stundensatz seit Beginn der Erhebung im Jahr 2002. Bereits im vergangen August hatte Gulp prognostiziert, dass die Honorarsätze wieder steigen werden (iBusiness berichtete). Die aktuelle Marktanalyse bestätigt jetzt diese Einschätzung.

Dass sich der IT-Projektmarkt erholt hat, zeigt eine Auswertung der Honorarforderungen. So ist innerhalb der letzten zwölf Monate der Anteil der selbstständigen IT-Spezialisten um neun Prozent gestiegen, die einen Stundensatz von 80 Euro bis 99 Euro fordern. Diesen Stundensatz verlangen derzeit rund 17 Prozent der Freiberufler. Zurückgegangen um neun prozent ist dagegen der Anteil derjenigen, die weniger als 60 Euro pro Stunde fordern. Nur noch 29 Prozent der Freelancer arbeiten jetzt zu diesem Preis. Stabil geblieben ist zudem die Abzahl der Freelancer, die einen Stundensatz zwischen 60 Euro und 80 Euro verlangen: Nach wie vor verlangt jeder zweite IT-Freiberufler (48 Prozent) dieses Honorar.

Welche Stundensätze Freiberufler fordern
Mehr als 80 Euro17 Prozent der Befragten
Zwischen 60 und 80 Euro48 Prozent der Befragten
Weniger als 60 Euro29 Prozent der Befragten
Keine Angaben6 Prozent der Befragten

Quelle: Gulp

Vom anziehenden Projektgeschäft profitieren derzeit am meisten die alten Hasen unter den Freelancer. Freiberufler mit einer Berufserfahrung von mindestens 20 Jahren haben im Februar 2006 rund 15 Prozent mehr Projektangebote erhalten als noch vor Jahresfrist. Anders verhält es sich bei den Youngstern. Freelancer mit weniger als zehn Jahren Erfahrung haben im selben Zeitraum etwa 17 Prozent weniger Projekte erhalten.

Für die Analyse hat Gulp über 58.000 auf dem Projektportal eingetragene Freiberufler-Profile sowie mehr als 280.000 über Gulp abgewickelte Projektangebote ausgewertet.

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