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Multimedia-Markt: Hält die Software, was die Hardware verspricht?

01.08.1991 Nach zögerlichem Start ist Multimedia auf dem Weg "von der Technologie zum Geschäft" (Manfred Wendt , eps-Bertelsmann  ). Die kalifornische Desktop-Presentation Inc. prophezeit dem Multimedia-Markt bis 1994 ein weltweites Volumen von 11,4 Milliarden Dollar. Und die Marktforscher der Market Intelligence Research Corporation progonstizieren bis 1997 alleine für den US-Markt ein Volumen von 3,26 Milliarden Dollar.

Doch noch sind die Multimedia-Applikationen dünn gesät, viele Multimedia-Firmen machen den Großteil ihres Umsatzes über Hardwareverkäufe, da verkaufsfertige Komplettlösungen noch Mangelware sind. In den nächsten Monaten wird sich entscheiden, ob Multimedia ein Marketing-Gag der Hardwarehersteller bleibt oder sich tatsächlich entpuppt als eine neue Art, mit Daten umzugehen.

Schon aus eigenem Interesse sind die im Multimedia-Markt führenden Firmen wie Microsoft  , Apple  , Intel  , Sony   oder Phillips   gefordert, den Applikationsentwicklern st"rker als bisher unter die Arme zu greifen.

Warum wir eine "Special-Special-Interest"-Zeitung machen

Der Markt für Computerzeitschriften stagniert. Einer konstanten Zahl der Käufer (monatlich rund zwei Millionen verkaufter Zeitschriftenexemplare laut einer Untersuchung von IVW) steht eine nach wie vor steigende Anzahl der Titel und Neuerscheinungen gegenüber. Neue Titel müssen sich folglich gegen eine ganze Reihe von alteingesessenen Titeln durchsetzen. Dies geschieht jedoch immer wieder mit wenig durchschlagendem Erfolg: Vor allem General-Interest-Titel mit unsauberer Positionierung werden entweder geschluckt ("Micro" von Bertelsmann, jetzt in "Personal Computer" vom Vogel-Verlag integriert), werden eingestellt (wie "PC Technik" von Markt & Technik und "DOS-Test" vom DMV-Verlag) oder geraten in die Kosten-/Ertrags-Schere, was letztlich ebenfalls zur Einstellung führen kann.

Interessant zu beobachten ist die Spezialisierung des Informationsmarktes: Im Gegensatz zu General-Interest-Techniktiteln haben niederauflagigen Special-Interest-Objekte (wie beispielsweise "Autocad-Magazin", "Desktop-Publishing" Oder "PC-Netze") in Deutschland sehr gute Wachstumschancen. Offenbar honorieren die an speziellen Themen interessierte Leser die fachliche Spezialisierung dieser Objekte. Das bedeutet: Hochmotivierte Leser bei geringen Streuverlusten und dazu ein hoher Aufmerksamkeitswert von Anzeigen statt der üblichen "Anzeigenfriedhöfe".

MultiMEDIA: Für eine kleine, aber feine Zielgruppe

Marktbeobachter rechnen in den kommenden Jahren mit einem explosionsartigen Wachstum des Multimediamarkts -- sowohl im PC- als auch im Macintosh- und Workstationmarkt. MultiMEDIA richtet sich an Entscheider, die für Ihre Kunden Multimedia-Projekte entwickeln oder vorbereiten sowie an die potentiellen Anwender, die für die Zukunft planen. Deshalb richten wir MultiMedia an einen kleinen, aber feinen Markt (in Klammern die Schätzungen der Marktgrößen in Deutschland):

  • Multimedia-Applikations-Entwickler (300 Firmen)
  • Multimedia-Hersteller (250 Firmen)
  • Education/Training-Anwender in großen Unternehmen (5000 Firmen)
  • Bildungsinstitute und Managementschulen, Kongreßveranstalter (1000 Firmen)
  • Informations- und Kommunikationsanbieter, Verlage (1500 Firmen)
  • Spiele- und Unterhaltungsfirmen (50 Firmen)
Von diesen potentiellen Teilmärkten sind mit entsprechenden Maánahmen bei einer Marktdurchdringung von zehn Prozent binnen eines Jahres 800 Abonnenten realistisch. Da eine Marktdurchdringung von 15 bis 20 Prozent für ein solch spezialisiertes Objekt wie MultiMEDIA durchaus im Rahmen des üblichen liegt, ist eine Abo-Auflage in diesen Segmenten zwischen 1000 und 1600 Exemplaren mittelfristig durchaus realisierbar.

Darüberhinaus sind in folgenden Marktsegmenten Multimedia-Interessierte (wenn auch im geringeren Umfang) zu finden:

  • Werbeagenturen (zirka 10000 Firmen)
  • Desktop-Publishing- und Belichtungsstudios (zirka 2500 Firmen)
  • Applikations-Softwarehersteller (zirka 1500 Firmen)
  • Sonstige Hardwarehersteller (zirka 4000 Firmen)
Von diesen zirka 18000 potentiellen MultiMEDIA-Lesern sind �ber regelmäßige Direct-Mailings sowie über die kostenlose Verteilung der ersten Ausgaben auf Messen, Kongressen und Veranstaltungen bei einer Marktdurchdringung von drei Prozent binnen eines Jahres rund 600 Abonnenten realistisch. Hier halten wir eine Marktdurchdringung von fünf bis acht Prozent für realisierbar, was einer Abonnementsauflage in diesen Segmenten von 900 bis 1450 Abonnenten entspricht.

Insgesamt sind binnen eines Jahres 1400 Abonnenten und mittelfristig zwischen 2000 und 3000 Abonnenten erreichbar. Kalkuliert man die Mehrfachleser innerhalb einer Firma ein, liegt die potentielle Reichweite weit höher.

Konkurrenz für MultiMEDIA

Computerzeitschriften mit einer breiten Leserschaft (CHIP  , C`T  , PC-MAGAZIN  ) berichten nur sporadisch über Multimedia. Dasselbe gilt für Handels-, Marketing- und Werbefachzeitschriften. Auch DTP- und Macintosh-Spezialzeitschriften müssen, um ihre jetzigen Auflage zu halten, eine recht breite Leserschaft ansprechen. Darüberhinaus sind sie thematisch festgelegt, sei es hardwareseitig (zum Beispiel "Macup" auf Macintosh-Computer) oder softwareseitig (zum Beispiel "DTP-Magazin" auf Ventura Publisher). In diesen Zeitschriften findet Multimedia lediglich als "Auch-Thema" statt: Genug für Leser, die sich "auch" für Multimedia interessieren, zuwenig für Multimedia-Entwickler oder potentielle Anwender. Für hardwareabhängige Zeitschriften kommt hinzu, dass die Multimedia-Entwicklung zur Zeit auf mehreren Plattformen parallel stattfindet (Windows/Macintosh/Amiga/SPARC/eigene Plattformen).

Wie MultiMEDIA informiert

  • MultiMEDIA informiert umfassend: MultiMEDIA berichtet über die technischen Highlights und weltweiten Marktentwicklungen ohne die spezifischen Entwicklungen des deutschen Multimediamarkts zu vernachlässigen.
  • MultiMEDIA informiert aktuell: MultiMEDIA erscheint monatlich. Bei einem Wachstum des MultiMEDIA-Markts und damit einem Wachstum der Informationsmenge ist eine Umstellung auf 14-tägiges Erscheinen geplant.
  • MultiMEDIA informiert kompakt und knapp, aber kompetent und umfassend: MultiMEDIA berichtet über Firmen, die Multimediaprodukte entwickeln und anwenden (z.B. POS-Anwendung), über Produkte, die für Anwender und Entwickler interessant sind (z.B. neue optische Laufwerke) und über Technologien (z.B. Videokompression). Experten (z.B. Techniker, Marketingfachleute, Marktforscher) liefern Hintergrundinformationen. Alle veröffentlichten Informationen sind so knapp wie möglich gehalten, damit der Leser sich nicht durch unübersichtliche Zeitungen mit Telefonbuchdurchmesser hindurchquälen muss (die zu lesen er sowieso keine Zeit hat), sondern schon beim flüchtigen Durchblättern alles Wichtige erfassen kann.
  • MultiMEDIA liefert Kontakte und Ansprechpartner: Alle Informationen werden mit Bezug-/Informationsadresse, Ansprechpartner und Telefon- sowie Telefaxnummer abgedruckt.

Das finden Sie in MultiMEDIA

  • Aktuelle Beobachtung von bestehenden und potentiellen Märkten
  • Informationen über bereits bestehende Multimedia-Projekte
  • Informationen über technische Standards
  • Information über neue Produkte rund um Multimedia
  • Marktübersichten und Bezugsquellen für Hilfsprogramme, Programmbibliotheken Autorensystemen und Hardwarekomponenten zur Entwicklung und zum Betrieb von Multimedia-Applikationen
  • Vermittlung von Kontakten zwischen Entwicklern und potentiellen Benutzern

Die Zielgruppe

MultiMEDIA richtet sich an Entwickler: an Multimedia-Softwarehäuser genauso wie an Entwickler von Lernsoftware / "Computer Based Training", weil diese Zielgruppe braucht schnelle, aktuelle Informationen aus dem Multimedia-Markt.

MultiMEDIA richtet sich an Hersteller: Denn Geschäfts- Marketung- und Verkaufsleiter von Hard- und Softwarehauser sowie Computerfirmen mü�ssen sich in ihren langfristigen Strategien auch auf das Thema Multimedia einstellen.

MultiMEDIA richtet sich an Anwender: an Personal- und Ausbildungsleiter, an Vertriebs- und Marketingchefs in Großfirmen, die in Zukunft Multimedia als POS- oder Ausbildungsanwendungen einsetzen wollen sowie an DTP-Studios, Film- und Werbeagenturen, die f�ür ihre Kunden solche Anwendungen konzipieren m�üssen.

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