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‘Tablett der Salomé’ sucht Produzenten

von JanaJ

12.02.1999 (iBusiness)Berlin. Iris Schoell hofft mit ihrem ‘Tablett der Salomé' eine geeignete "Schnittstelle zwischen Mensch und 3D-Objekten" gefunden zu haben.

Die Meisterschülerin des Fachbereichs Produkt-Design an der Kunsthochschule Berlin- Weißensee hat ein Gerät zur Navigation durch dreidimensionale Objekte entwickelt, dessen Funktionsweise auch Laien sofort einleuchten soll. Anwendungsgebiete für die Navigationshilfe sieht die Preisträgerin in den Bereichen Schulunterricht und in Museen, aber auch in der Medizintechnik und Architektur.

Durch seine besondere Konstruktion soll das Gerät präzise Schritte bei der Bewegung im dreidimensionalen Raum ermöglichen. Die Navigationshilfe stellt Ansichten eines 3D-Objekts nach dem Prinzip der klassischen Dreitafelprojektion der technischen Zeichnung dar. Zwei bewegliche Bildschirme zeigen den virtuellen Raum: ein senkrechter Bildschirm zeigt die Vorderansicht, ein liegender die Draufsicht. Sobald der Benutzer einen der beiden Bildschirme verschiebt, paßt sich die dargestellte Ansicht der neuen Position an.

Das Gerät erlaubt Bewegungen entlang der drei Achsen des Koordinatensystems (hoch - tief, vor - zurück) und kann Drehungen um die Längs- und Querachse vornehmen, so dass insgesamt fünf Freiheiten zur Navigation zur Verfügung stehen. Besonderer interaktiver Vorteil: Ein Anwender erfasst nicht nur optisch am Bildschirm, sondern auch anhand seiner mechanischen Bewegungen auf einen Blick, wo er sich gerade befindet.

Sogar einen Preis hat Iris Schoell für ihr ‘Tablett der Salomé' schon bekommen: die 30jährige war mit dem Navigationsgerät unter den fünf Jahrgangsbesten der Kunsthochschule und ist mit dem Mart-Stam-Förderpreis ausgezeichnet worden. Ab September 1999 wird Iris Schoell außerdem dank eines Stipendiats des Deutschen Akademischen Austauschdienstes weiter an dem Projekt arbeiten können. Parallel dazu plant sie den Einstieg in die Multimedia-Industrie und sucht einen Produzenten für das Steuerungsgerät, das bisher nur im Modell existiert.

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