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Mitfühlende Chefs haben zufriedenere Mitarbeiter
11.04.2012 Dass sich der Führungsstil von Vorgesetzen unmittelbar auf Angestellte auswirkt, hat jetzt Dr. Nicolas Gillet von der französischen Universität Francois Rabelais in Tours in einer Studie belegt. Für seine Untersuchung befragte Gillet 1.118 Arbeitnehmer unterschiedlicher Branchen und Unternehmensgrößen. In Fragebögen wurden die Teilnehmer nach einer Einschätzung des Führungsstils ihres Chefs und der Unterstützung durch ihr Unternehmen befragt. Ein Viertel aller Leistungsunterschiede, die sich bei Mitarbeitern feststellen lassen, ist demnach auf das psychische Wohlbefinden am Arbeitsplatz zurückzuführen. Kerngrößen waren dabei Autonomie, Kompetenz und soziale Zugehörigkeit, die laut Studie das psychologische Grundbedürfnis jedes Arbeitnehmers bilden.
- Autonomie:
- Kompetenz:
- Zugehörigkeit:
Weisen Sie jedem Mitarbeiter einen fest umrissenen Zuständigkeitsbereich zu, den er nach eigenem Gutdünken organisieren darf. Wichtig ist lediglich, dass nach einer vorgegebenen Zeit ein definiertes Ergebnis vorliegt. Sie beweisen damit, dass Sie dem Mitarbeiter vertrauen, nicht nur fachlich, sondern auch organisatorisch.
Selbst die Besten ihres Fachs schalten auf stur, wenn sie keine Anerkennung ihrer Leistungen finden. Gerade deutsche Chefs sind schnell bei der Sache, wenn es um Tadel geht, echtes Lob findet nur selten statt. Beim betroffenen Mitarbeiter manifestiert sich dann schnell die Angst vor dem Scheitern. Ergebnis: Wer weniger arbeitet, macht weniger Fehler. Lassen Sie Fehler zu, verlangen Sie aber auch, dass daraus gelernt wird!
Wer seinen Vorgesetzten nicht mag, empfindet auch oft eine Abneigung gegen das gesamte Unternehmen. Dieser Effekt ist umso größer, je kleiner die Firma ist. Im Kontakt mit Kunden oder Lieferanten kann diese Ablehnung fatale Folgen haben, auch wenn sie nicht offen zu erkennen ist. Seien Sie Vorbild in jeder Beziehung, fördern Sie Autonomie und Kompetenz. Stärken lässt sich das Zugehörigkeitsgefühl zudem durch gemeinsame Aktionen, in denen hierarchische Schranken zwar nicht abgebaut, aber zumindest gesenkt werden.
