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Zur Studie "Digitalagenturen im Umbruch"
Finanzdienstleistungen: Banking-App und Mobile Payment werden immer wichtiger
21.05.2026 Ob KI-Anwendungen, klassisches Online-Banking oder Videoberatung: Viele Bankkundinnen und -kunden sehen bei den digitalen Angeboten ihrer Banken Nachholbedarf. Im Durchschnitt erhalten die Banken für ihr derzeitiges Digitalangebot die Note "befriedigend" (3,0). Damit bleibt die Zufriedenheit gegenüber den Vorjahren (2025: 3,1; 2024: 2,9; 2023: 3,1) nahezu unverändert. Die meisten Banken sind in den letzten Jahren in Sachen Digitalisierung sehr gut vorangekommen, gleichzeitig steigen aber auch die Kundenerwartungen, so eine Studie.
Gleichzeitig bleiben klassische Kriterien weiter relevant: So achten 87 Prozent der Verbraucherinnen und Verbraucher auf viele, kostenlos nutzbare Geldautomaten, 79 Prozent wollen von ihrer Bank einen gebührenfreien Zugang zu Bargeld im Ausland. Allerdings spielen viele schnell erreichbare Filialen inzwischen nur noch für weniger als die Hälfte (45 Prozent; 2025: 50 Prozent) eine große Rolle, eine persönliche Beratung bei genau der Hälfte (50 Prozent; 2025: 54 Prozent).
55 Prozent der Bankkundinnen und -kunden würde ohne Bankfilialen nichts fehlen und ebenso viele (55 Prozent) gehen nur dann in die Filiale, wenn es ihr Anliegen zwingend erfordert. 4 von 10 (39 Prozent) sagen, sie können sich online genauso gut beraten lassen wie in einem Gespräch in der Filiale.
Online-Banking hat in Deutschland nach wie vor viele Anhänger, baut seine Bedeutung derzeit aber nicht weiter aus: 84 Prozent der Deutschen nutzen entsprechende Angebote (2025: 86 Prozent; 2023: 81 Prozent). In den Altersgruppen unter 65 Jahren nutzen dabei inzwischen fast alle Online-Banking (16-29 Jahre: 90 Prozent; 30-49 Jahre: 95 Prozent; 50-64 Jahre: 95 Prozent). Zurückhaltender sind ältere Menschen: So verwenden zwar auch in der Altersgruppe zwischen 65 und 74 Jahren mit 78 Prozent die allermeisten Online-Banking, ab 75 Jahren ist es hingegen nur noch rund ein Drittel (35 Prozent).
Für die meisten Nutzerinnen und Nutzer ist Online-Banking inzwischen der wichtigste Zugang zur Bank: 39 Prozent von ihnen setzen ausschließlich auf den Online-Zugang, 46 Prozent besuchen daneben ab und zu auch eine Filiale. Umgekehrt gehen nur 12 Prozent überwiegend in die Filiale vor Ort und nutzen nur hin und wieder Online-Banking.
Beim Online-Banking gilt aus Sicht der Kundinnen und Kunden "mobile first": 63 Prozent der Bankkundinnen und -kunden erwarten von ihrer Bank, alle zentralen Finanzangelegenheiten auch per App erledigen zu können. Entsprechend hoch ist die Nutzung: Von jenen, die Online-Banking machen, nutzen 92 Prozent die App. 70 Prozent von ihnen sind damit zufrieden und loben, dass ihnen die App alle Funktionen bietet, die sie brauchen. Der Browser ist aber noch nicht abgeschrieben, er wird von 69 Prozent der Online-Banking-Nutzenden eingesetzt.
Trotzdem ist die App für rund die Hälfte (51 Prozent) der Nutzerinnen und Nutzer bereits der wichtigste Kontakt zu ihrer Bank. Zur Beleibtheit trägt auch die einfache, ständige Verfügbarkeit bei: 86 Prozent der App-Nutzenden schätzen die Sicherheit, durch die App jederzeit Zugriff auf ihre Konten zu haben. Gleichzeitig gehen sie selbst mit Sicherheitsfragen entspannt um: 46 Prozent erledigen Bankgeschäfte per App auch an öffentlichen Orten, etwa im Café oder in der Bahn.
Perspektivisch könnte der Stellenwert von Banking-Apps weiter wachsen, denn die meisten würden Banking-Apps künftig auch über klassische Finanzdienstleistungen hinaus nutzen: So sind 7 von 10 (69 Prozent) offen, ihre Banking-App zur digitalen Identifizierung zu verwenden, also etwas als Ausweis oder Altersnachweis. Knapp die Hälfte (49 Prozent) ist offen dafür, in der Online-Banking-App auch andere nicht-bankspezifische digitale Nachweise, wie etwa Gehaltsnachweise zu hinterlegen.
