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Wie deutsche Softwarehäuser internationaler werden können

14.06.2013 Die Verbesserung von Rahmenbedingungen am Standort Deutschland reicht allein nicht aus, damit deutsche Softwareunternehmen ihre Internationalisierung erfolgreich vorantreiben können. Gefordert sind vor allem die Unternehmen selbst. Dies stellt das Projekt "Deutsche Software-Champions" fest, das unter anderem vom Münchner Kreis   durchgeführt wurde.

Die heimische Software- und Digitalwirtschaft konzentriert sich demnach mit ihren Produkten und Diensten zu oft allein auf die Märkte des deutschen Sprachraums. Dagegen sollten die globalen Märkte von vornherein - also bereits bei der Planung und Gründung von Unternehmen und neuen Produkten - berücksichtigt werden. Produkte und Dienste müssen dabei einfach und benutzerfreundlich sein.

Außerdem sei es ratsam, im Angebotsportfolio den Fokus auf die Kernkompetenzen der eigenen Produkte zu legen und auf das Angebot ergänzender, und oftmals kostspieliger Dienstleistungen weitgehend zu verzichten beziehungsweise diese auszulagern. Ein weiteres wichtiges Erfolgskriterium sehen die Experten in der Skalierbarkeit des Angebots.

Allerdings unterscheiden sich Internationalisierungspfade für die vertikalen Business-to-Business-Märkte grundsätzlich von denen im Konsumentenbereich. So erfordern erfolgreiche Konsumenten-Angebote möglichst rasche internationale Markteinführungen von eher generischen Diensten. Es empfehlen sich hier die Nutzung bestehender Plattformen sowie Kooperationen mit anderen Marktteilnehmern und möglichst benutzerfreundliche Produktauslegungen.

Im Geschäftskundenbereich stellt dagegen die "Strategie der vertikalen Tiefe", also die Konzentration auf die Expertise in ausgesuchten Marktnischen, einen wichtigen Aspekt des deutschen Weges dar.
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