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Nur 60 Prozent achten auf sichere Passwörter

29.01.2020 Nicht einmal zwei Drittel der Verbraucher achten auf sichere Passwörter für Webseiten und Online-Dienste. Unterschiedliche Kennwörter für einzelne Dienste nutzen nur 44 Prozent. Bei jungen Nutzern sind die Werte noch niedriger, obwohl sie am häufigsten zum Opfer von Schikane im Netz werden.

 (Bild: TBIT/pixabay)
Bild: TBIT/Pixabay
Der Virenschutz steht für 79 Prozent der Verbraucher auf Platz 1 der selbst ergriffenen Maßnahmen zum Schutz von Daten und Privatsphäre im Internet. Der Passwortschutz wird hingegen weniger wichtig genommen. Zwar achten 61 Prozent nach eigenen Angaben auf sichere Passwörter, doch nur vier von zehn Befragten verwenden auch unterschiedliche Kennwörter für verschiedene Dienste. Das zeigt eine repräsentative Innofact-Umfrage im Auftrag von Verivox zur Homepage dieses Unternehmens Relation Browser Dienstleister-Dossier einsehen .

Geht es ins technische Detail, werden Schutzmaßnahmen noch deutlich seltener ergriffen: Rund jeder Dritte ändert seine Cookie-Einstellungen beim Surfen oder nutzt den Browser im privaten Modus. Nur jeder Vierte ändert das Standard-Passwort des Routers ab oder schaltet die permanente Ortung am Handy aus. Lediglich 23 Prozent passen ihre Privacy-Einstellungen in sozialen Medien an. Fünf Prozent geben sogar an, gar keine Maßnahmen zu ergreifen, um sich im Netz zu schützen.

Sicherheitsbewusstsein ist oft abhängig vom Alter

Junge Onliner surfen besonders oft ungeschützt: Nur 68 Prozent der Millennials halten den Virenschutz aktuell; bei den Älteren sind es 85 Prozent. Gerade einmal 37 Prozent der 18- bis 29-Jährigen schützen ihre Online-Daten mit unterschiedlichen Passwörtern.

Wichtiger ist jungen Surfern die Privatsphäre: 30 Prozent treten in sozialen Medien nicht unter ihrem Klarnamen auf - bei den Älteren bleiben nur 19 Prozent anonym. Auf angepasste Privacy-Einstellungen in sozialen Netzwerken achten 26 Prozent der Millennials und 27 Prozent der Generation X.

Millennials werden häufiger Opfer von Cyber-Crime

Erheblich mehr junge Menschen bis 29 Jahre als ältere ab 30 oder über 50 Jahre werden im Netz ungewollt mit pornografischen Inhalten konfrontiert - aber sie sind auch mit Abstand am häufigsten Zielscheibe von Betrug, Hate Speech, Cyber-Mobbing und Identitätsmissbrauch.

Dennoch kommt es für 25-30 Prozent der jungen Nutzer unter 30 nicht in Frage, gängige Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen wie die Vergabe unterschiedlicher Passwörter, die Trennung privater und öffentlicher Inhalte in sozialen Netzwerken oder das Abändern des WLAN-Passwortes zu Hause. 19 Prozent der Millennials möchten sich auch künftig nicht um aktuellen Virenschutz kümmern - bei den Nutzern zwischen 50 und 69 Jahren sagen das nur 3 Prozent.

(Autor: Christina Rose )

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