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Werbeprognose: 2017 wird Digitalwerbung die deutschen TV-Spendings überholen
08.05.2017 Weltweit liegen die digitalen Werbeausgaben bereits in zehn Ländern vor der Fernsehwerbung. In diesem Jahr werden vier weitere folgen, prognostiziert die globale Werbeagenturgruppe Group-M. Darunter Deutschland.
Trotz aller Herausforderungen rund um Standards, Measurement und Supply Chain Integrity führt die digitale Werbung ihr rasantes Wachstum fort. Einen wichtigen Erfolgsfaktor stellt dabei die Fähigkeit der Marketer dar, den Konsumenten genau zu den Angeboten zu folgen, mit denen sie ihre Zeit verbringen und wo sie zunehmend Waren und Dienstleistungen beziehen. Digitale Investments haben das Fernsehen bereits in den zehn Märkten (Australien, Kanada, China, Dänemark, Finnland, Niederlande, Neuseeland, Norwegen, Schweden und England) übertroffen, weitere fünf werden der Prognose zufolge noch im Jahr 2017 folgen (Frankreich, Deutschland, Irland, Hongkong und Taiwan).
Während der Wettbewerb um Konsumentenaufmerksamkeit und Werbeinvestitionen weiterwächst, verbringen die Menschen weltweit mehr Zeit mit Medien. In einem bevölkerungsgewichteten Durchschnitt wuchs die Gesamt-Mediennutzungszeit (der "Medientag") um neun Minuten in acht Stunden im Jahr 2016. Die Zeit, die mit Online-Medien verbracht wurde, wuchs hingegen um 14 Minuten. Dies ist in erster Linie auf den einfachen und ortsunabhängigen Medienzugang via Mobile Technologien zurückzuführen. Gleichzeitig hat Mobile zu einem Wachstum der erwachsenen Internetnutzer auf 2,34 Milliarden im Jahr 2016 beigetragen.
Gleichzeitig zeigen die Daten von Group-M, dass TV weltweit mit einem Anteil von 42 Prozent im Jahr 2016 noch immer führend ist. Die Agenturgruppe prognostiziert einen Rückgang auf 41 Prozent im Jahr 2017. TV fuhr ein Fünf-Jahres-Hoch mit einem Anteil von 44 Prozent in den Jahren 2010 bis 2014 ein und verzeichnete seitdem nur einen minimalen Anteilverlust.
