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Jährlich 51 Milliarden Euro Schaden durch digitale Angriffe

17.04.15 Gut die Hälfte (51 Prozent) aller Unternehmen in Deutschland ist in den vergangenen zwei Jahren Opfer von digitaler Wirtschaftsspionage, Sabotage oder Datendiebstahl geworden. Das hat eine repräsentative Studie Bitkom zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser ergeben. Der am stärksten gefährdete Wirtschaftszweig ist die Automobilindustrie mit 68 Prozent betroffenen Unternehmen. Es folgen die Chemie- und Pharma-Branche mit 66 Prozent sowie Banken und Versicherungen mit 60 Prozent.

  (Bild:  Bob Mical/Flickr)
Bild: Bob Mical/Flickr
Bild:  Bob Mical/Flickr unter Creative Commons Lizenz by
Nach konservativen Berechnungen des Verbandes beläuft sich der entstandene Schaden für die gesamte deutsche Wirtschaft auf rund 51 Milliarden Euro pro Jahr. Laut Umfrage sind mittelständische Unternehmen mit 61 Prozent am stärksten von Spionage- oder Sabotageakten betroffen.

Das am häufigsten auftretende Delikt ist der Diebstahl von IT- und Kommunikationsgeräten: In 28 Prozent der befragten Unternehmen sind in den letzten zwei Jahren zum Beispiel Computer, Smartphones oder Tablets gestohlen worden.

Jedes zweite Unternehmen von digitalen Angriffen betroffen (Bild: Bitkom)
Bild: Bitkom
Jedes zweite Unternehmen von digitalen Angriffen betroffen
Fast ein Fünftel (19 Prozent) registrierten Fälle von Social Engineering, also etwa den Versuch Mitarbeiter zur Preisgabe sensibler Daten zu animieren. 17 Prozent der befragten Unternehmen berichten vom Diebstahl sensibler elektronischer Dokumente beziehungsweise Daten und 16 Prozent von Sabotage ihrer IT-Systeme oder Betriebsabläufe. Bei acht Prozent der Unternehmen ist die elektronische Kommunikation ausgespäht worden. Unter den großen Unternehmen ab 500 Mitarbeitern beträgt dieser Anteil sogar 15 Prozent. In acht Prozent aller Unternehmen sind Besprechungen oder Telefonate abgehört worden.

Als Reaktion auf die Vorfälle haben 53 Prozent der Betroffenen eine interne Untersuchung unternommen. Fast ein Drittel (30 Prozent) hat externe Spezialisten hinzugezogen. Dagegen hat nur jedes fünfte betroffene Unternehmen staatliche Stellen eingeschaltet. Gut ein Drittel (35 Prozent) derjenigen, die keine staatlichen Stellen informiert haben, nennt als Grund 'Angst vor negativen Konsequenzen'. 31 Prozent nennen den hohen Aufwand als Ursache. Fast ein Viertel (23 Prozent) hat Sorge vor einem Imageschaden, wenn die Vorfälle öffentlich werden.

Studiendesign: Für die Studie wurden Geschäftsführer und Sicherheitsverantwortliche von 1.074 Unternehmen repräsentativ befragt.

(Autor: Susan Rönisch )

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