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Shop-Marketing: Vier Mythen über Kundenbewertungen
07.11.2016 Die Kundenbewertungs-Plattform Proven Expert hat aufgrund eigener Daten vier Mythen über Kundenrezensionen widerlegt.
Mythos 1: Kundenbewertungen kommen von allein
Viele Geschäftstreibende vertreten die Meinung, dass sich Kundenbewertungen im Internet mit der Zeit ganz von selbst ansammeln. Dies entspricht jedoch nicht ganz der Realität.Tatsächlich muss jeder Dienstleister etwas Mühe investieren und aktiv Kundenfeedback einholen. Denn jeder Verbraucher weiß es aus dem Alltag: Oft fehlt uns einfach die Zeit und Muße einen Service im Internet zu bewerten, selbst wenn wir besonders zufrieden mit diesem waren. Wenn Unternehmen und Dienstleister aber ihr Kunden aktiv um Feedback bitten, können sie nicht nur die Zahl der gesammelten Bewertungen steigern, sondern durch aktives Einholen von Bewertungen fallen diese im Schnitt auch 20-30 Prozent häufiger positiv aus.
Es lohnt sich also auf die eigenen Kunden zuzugehen und um Meinungen zu bitten. Dabei sollte es diesen so einfach wie möglich gemacht werden, möglichst relevantes Feedback abzugeben. Unternehmen sollten beispielsweise Bewertungsplattformen nutzen, auf denen sich Kunden nicht umständlich registrieren müssen und wo mit individuellen Fragenkatalogen gearbeitet werden kann.
Mythos 2: Bewertungen im Netz bedeuten Kontrollverlust
Ein weiterer Grund, warum sich viele Unternehmen davor scheuen, sich auf einer Bewertungsplattform zu registrieren oder gar aktiv Kundenmeinungen einzuholen, ist die große Angst, dass sich Informationen im Netz schnell verselbstständigen können. Ist ein Kunde beispielsweise unzufrieden mit einer Dienstleistung oder hat gar ein fehlerhaftes Produkt erhalten, dann kann sich dieser natürlich im Rahmen einer Bewertung für jedermann sichtbar im Netz darüber auslassen.Hier sind Unternehmen gut damit beraten, schnell auf Kritik zu reagieren, sich einsichtig zu zeigen und dem unzufriedenen Kunden zu verdeutlichen, dass man bemüht ist, seinen Ärger aus der Welt zu schaffen. So wird auch potenziellen Neukunden signalisiert, dass man das Feedback seiner Käufer ernst nimmt. Wenn somit angemessen auf negatives Feedback reagiert wird, dann behält man als Anbieter auch die Kontrolle über das Bild, das durch Kunden im Netz über einen vermittelt wird
Mythos 3: Die Gefahr von schlechten Bewertungen
Im Zusammenhang mit dem vorangegangenen Punkt steht die große Angst vor schlechten Bewertungen. Doch auch diese ist bei einem guten Service unbegründet. Bei einer Analyse von 1.080.000 auf ProvenExpert.com abgegebenen Bewertungen lag die durchschnittliche Bewertungsquote bei 4,68 von fünf Sternen. Der Großteil der Konsumenten gibt also positive Bewertungen ab.Ganze 96,4 Prozent haben Services oder Produkte weiterempfohlenen und 68,5 Prozent nahmen sich sogar die Zeit, die eigene Sternebewertung mit einem persönlichen Erfahrungsbericht auszuführen. Bemerkenswert ist zudem, dass auch gelegentliche negative Bewertungen in der Regel einen positiven Effekt haben: Denn weist ein Bewertungsprofil ausschließlich positive Bewertungen auf, kann dies schnell unglaubwürdig wirken. Schließlich existieren mittlerweile Geschäftsmodelle, die sich darauf spezialisiert haben, Bewertungen für Unternehmen zu schönen bzw. einzukaufen. 95 Prozent der Verbraucher vermuten Manipulationen, wenn ein Anbieter ausschließlich mit der Bestnote bewertet wurde.
Passend dazu wurde nachgewiesen, dass Produkte, die über eine Durchschnittsbewertung von 4,5 Sternen verfügen, sich dreimal besser verkaufen, als Produkte mit einer Durchschnittsbewertung von fünf Sternen.
Mythos 4: Bewertungsmarketing ist teuer und zeitaufwändig
Zeit und Kosten sind für jedes Unternehmen wichtige Entscheidungskriterien. Selbst, wenn viele das Potenzial von Bewertungen im Netz erkennen, scheuen sie sich auf diesem Feld aktiv zu werden.Doch erfolgreiches Bewertungsmarketing erfordert mittlerweile keinen großen Zeitaufwand mehr. Einige Bewertungsplattformen bieten beispielsweise die Möglichkeit, Bewertungen von diversen anderen Portalen, die man als Anbieter eventuell schon angesammelt hat, in einem Profil und Bewertungssiegel zu bündeln. Dies spart besonders viel Zeit, da man auf einen Blick sieht, wenn irgendwo im Web eine Bewertung abgegeben wurde und kann so gegebenenfalls schnell auf diese reagieren.
Gleichzeitig wird es durch diese Bündelung auch für Konsumenten wesentlich einfacher, sich ein Bild von Unternehmen oder Dienstleistern zu machen. In puncto Kosten bieten viele Bewertungsplattformen auch kostenlose Profile. Möchte man aber beispielsweise das Feedback der Kunden mit einem individuellen Fragebogen einholen, dann lohnt es sich auf jeden Fall etwas Geld in die Hand zu nehmen.
Die vier großen Mythen im Bewertungsmarketing erweisen sich beim genauerem Hinschauen als haltlos. Mithilfe von Online-Bewertungen können Unternehmen mit ihren Kunden in den Dialog treten und sich selbst weiter verbessern. Der mündige Konsument hat das Recht jederzeit Feedback geben zu können und so Angebote aktiv mitzugestalten. Zudem wird so nicht nur die Bindung zu Bestandskunden gestärkt, sondern Bewertungen erhöhen auch die Sichtbarkeit im Netz. Sie haben einen positiven Einfluss auf das Google-Ranking und sind das womöglich glaubwürdigste Akquiseinstrument. Im Vergleich zur klassischen Werbung, die von Verbrauchern zunehmend ausgeblendet und damit immer weniger wirksam wird, sind Online-Kundenmeinungen authentischer sowie langlebiger, und spielen dadurch eine immer wichtigere Rolle in der Customer Journey.

