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Technology-Watch: Anwendungen für Brain Computer Interface

27.03.2015 Braingate von der Firma Blackrock Microsystems und der Brown University ist ein Brain Computer Interface (BCI): Ein Implantat im Schädel des Nutzers nimmt Hirnimpulse auf und überträgt es an Braingate - die kleine Box steuert dann für den Nutzer Smart-Home-Anwendungen.

Das Braingate-Implantat in einer Größenstudie (Bild: Matthew McKee, BrainGate Collaboration)
Bild: Matthew McKee, BrainGate Collaboration
Das Braingate-Implantat in einer Größenstudie

Braingate durchläuft aktuell eine zweite klinische Testphase und ist zunächst für medizinische Verwendungen konzipiert: Querschnittsgelähmte sollen so Hausgeräte steuern können und sich ein Stück Autonomie zurückerobern. Braingate ist zugleich aber auch ein Schritt in Richtung des verschwindenden Endgerätes, das eins wird mit dem Organismus des Nutzers.

Dass die Technologie nun bereits eine erste Hürde in der medizinischen Anwendung genommen hat, zeigt: Brain Computer Interfaces bewegen sich Richtung Marktreife, die Technologie bleibt jedoch aufwändig, Sepzialanwendungen vorbehalten und vorerst auch sehr teuer: Laut Experten muss für Hardware plus Operationskosten alleine ein Patient einen fünfstelligen Eurobetrag auf den Tisch legen.

Die Hürden für eine mögliche Zukunft auf dem Endgeräte-Massenmarkt sind jedoch auf unabsehbare Zeit zu hoch - und das nicht alleine in finanzieller Hinsicht: Wer ließe schon gerne ein Stück Technik direkt in seinen Körper hinein? Andererseits: Auf dem Feld der Bio Enhancements hat die Welt bereits Menschen gesehen, die sich Kopfhörer in die Ohren einpflanzen lassen. Ein Endverbraucher-Nischenmarkt ist also nicht unmöglich - aber erst in mehreren Dekaden wirklich denkbar.

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