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Handel sieht Chancen in DSGVO: Mehr Umsatz mit mehr Datenschutz
15.05.2018 Im Einzelhandel wird es bis zum Stichtag 25. Mai nach eigenem Bekunden nur 58 Prozent der Anbieter gelingen, die Anforderungen der DSGVO vollständig umzusetzen. Dennoch erwarten 68 Prozent der befragten Händler mehr Chancen als Risiken durch die neuen Vorschriften. Sie hoffen auf einen Umsatzeffekt durch eine weitere Personalisierung ihrer Angebote.
Die Mehrzahl der Händler sieht in der Umstellung jedoch Chancen. Das gilt vor allem für die bessere Personalisierung von Produkten und Services, aber auch für eine denkbare neue Rolle als unternehmensübergreifender "Broker" oder Aussteller von "Datenpässen". 69 Prozent der befragten deutschen Händler haben bereits eine Strategie, wie sie die Chancen der regulatorischen Veränderung nutzen werden. Alle Befragten eint die Hoffnung auf steigende Umsätze, die im Zuge der geplanten Veränderungen realisiert werden können. Lediglich 12 Prozent der deutschen Händler sehen dagegen keinerlei positive Umsatzauswirkungen.
Neue Hürden, wie die Anforderung, dass Verbraucher einer Nutzung ihrer Daten zustimmen müssen, sind den Händlern bewusst: Knapp zwei Drittel der Befragten in Deutschland sehen die Möglichkeit von Verbrauchern, ihre Daten an Wettbewerber zu übertragen, als erhebliche oder sogar große Bedrohung. Stand heute gehen sie aber davon aus, dass nur wenige Verbraucher tatsächlich Daten transferieren, ihre Löschung verlangen oder Einsicht fordern werden. Damit sich daran nichts ändert, haben nahezu alle Einzelhändler ihre Datenstrategie überarbeitet. Im Mittelpunkt stehen strenge Vorschriften zum Schutz der Kundendaten sowie deren Anonymisierung. Es planen nahezu alle Handelsunternehmen, ihre Kunden über die neuen Vorschriften im Umgang mit Kundendaten aufzuklären, dennoch haben damit in Deutschland allerdings erst 42 Prozent begonnen.

