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Telekommunikationsbranche investiert in Netzausbau
15.03.2013 Der Telekommunikationssektor wird den Netzausbau bis 2015 stark vorantreiben. Rund ein Viertel ihrer Umsätze wollen deutsche Telekommunikationsunternehmen in die Infrastruktur investieren. Den aufwändigen Ausbau der Hochgeschwindigkeitsnetze rentabel zu finanzieren wird aber immer schwieriger. Gerade regionale Anbieter wollen deswegen ihre Kosten durch Kooperationen mit Energieversorgern senken. Das sind Ergebnisse der Studie
"Branchenkompass 2013 Telekommunikation" von Steria Mummert Consulting .
Investitionen in den Netzausbau sind für die Telekommunikationsunternehmen unausweichlich, so die Analysten. Hohe Datenraten für den Endkunden sind der entscheidende Erfolgsfaktor in der Branche. Wer die nicht liefern könne, werde untergehen. Gleichzeitig werde es für die Netzbetreiber aber immer schwieriger, die hohen Ausgaben für den Ausbau wieder herein zu bekommen. Weil die Kunden einen zuverlässigen Internetanschluss mit Übertragungsraten auf dem jeweils aktuellen Stand der Technik als Selbstverständlichkeit ansehen, seien sie auch nicht bereit, dafür mehr zu bezahlen.
Dieser Herausforderung begegnen die Netzbetreiber mit unterschiedlichen Strategien, insbesondere durch brancheninterne und branchenübergreifende Kooperationen. Um die Einnahmenseite zu verbessern, vertreiben einige Festnetz- und Mobilfunkanbieter zum Beispiel ihre Produkte gemeinsam unter der Marke eines Partners. Um auf der Ausgabenseite Kosten zu sparen, wollen vor allem regionale Telekommunikationsunternehmen die Zusammenarbeit mit Energie- und Wasserversorgern weiter verstärken. Sie können ihren Netzausbau günstiger vorantreiben, indem sie systematisch die vorhandenen Trassen der Versorgungsunternehmen mitbenutzen.
