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Mode-Onlinehandel: Bayern kaufen am meisten

10.04.2018 Nirgendwo sonst in Deutschland sind die Konsumenten so modebewusst wie in Bayern - und hier speziell in München. Das belegt jetzt eine aktuelle Online-Auswertung der Performance-Marketing-Agentur AnalyticaA   . Sie zeigt: Jeder vierte Besuch (23 Prozent) in einem Online-Fashion-Shop in Deutschland stammt von einem Konsumenten aus dem Freistaat.

 (Bild: Jason Hargrove/Flickr)
Bild: Jason Hargrove/Flickr
Bild: Jason Hargrove/Flickr unter Creative Commons Lizenz by
Bayern ist damit Spitzenreiter was Mode im Web betrifft, erst knapp dahinter folgt Nordrhein-Westfalen (22 Prozent). Bemerkenswert, weil NRW mit rund 18 Millionen Einwohnern deutlich mehr potenzielle Kunden stellt als der Freistadt (knapp 13 Millionen Menschen). Weit hinter den beiden platziert sich Baden-Württemberg: Gerade mal jeder achte Besuch in einem Online-Shop ist im Jahresdurchschnitt auf einen Konsumenten aus dem Ländle zurückzuführen (12 Prozent). In Summe stellen die User in den drei Bundesländern somit deutlich über die Hälfte (57,2 Prozent) aller Shopping-Sessions.

Und auch im Städte-Ranking belegt eine bayerische Stadt den Spitzenplatz: 7, 6 Prozent aller Besuche in den Web-Shops im Bereich Mode kommen im Jahresdurchschnitt aus München, erst dahinter folgen Berlin (6,5 Prozent) und Hamburg (4,7 Prozent). Insgesamt stellen die Konsumenten in den drei Großstädten 18 Prozent des gesamten Traffics - obwohl dort nur 8,2 Prozent der deutschen Bevölkerung leben.

Am meisten wird zu Weihnachten gekauft? Falsch!

Besonders aufmerksam und kaufwillig steuern die deutschen User die Online-Fashionshops übrigens im dritten Quartal an. 6,7 Seiten pro Besuch riefen sie im Durchschnitt vergangenes Jahr bei einem solchen virtuellen Modeshops auf - im Jahresmittel sind es sonst 6,3 Seiten. Entsprechend ist auch die Abbruchrate derjenigen, die nach nur einem Seitenaufruf den Shop wieder verließen, im Herbst am niedrigsten: von Juli bis September tun dies 37,0 Prozent aller User - sonst sind es 38,6 Prozent.

Der Blick auf die Conversion Rates, also die tatsächlich generierten Käufe in Relation zu den Sessions, belegt ebenfalls, dass die Käufer vor allem im dritten Quartal in Shoppinglaune sind. Hier legt der Wert bei 1,9 Prozent. Zum Vergleich: Im ersten Quartal sind dies noch 1,7 Prozent. Erstaunlicherweise offenbart sich hier noch ein Ost-West-Gefälle: In den meisten westlichen Bundesländern liegt die Conversion Rate zwischen 1,5 und 2,1 Prozent. Die Spitzenreiter liegen dagegen im Osten: Sachsen-Anhalt hat mit vier Prozent die höchste Conversion Rate, gefolgt von Sachsen und Brandenburg mit jeweils 2,4 Prozent. Das heißt: In den fünf östlichen Bundesländern steuern die Konsumenten die Shops offenbar einen Tick gezielter an als im Westen.

Geografische Verteilung der Mode-Onlineshopper in Deutschland 2018
Geografische Verteilung der Mode-Onlineshopper in Deutschland 2018 (Grafik: AnalyticaA)



Für die Analyse wertete Analytica auf Basis von Google Analytics das Surfverhalten in mehr als 40 Fashion Online-Shops in Deutschland mit einem Jahresumsatz zwischen 300.000 Euro und zehn Millionen Euro aus.
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