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Unternehmen sehen Schwächen in der Kundenkommunikation noch vor Fachkräftemangel
04.05.2018 Deutsche Unternehmen werden in den kommenden Monaten einen deutlich stärkeren Fokus auf die Kundenansprache legen: 45 Prozent sehen Kunden als wichtigste Zielgruppe ihrer Kommunikation, so ein Ergebnis des 'Worldcom Confidence Index 2018'.
Für internationale CEOs und CMOs haben Employer Branding, die Profilierung als attraktiver Arbeitgeber und die Ansprache neuer Talente in der Kommunikation oberste Priorität. Aktuelle und neue Mitarbeiter stellen für 43 Prozent die wichtigste Zielgruppe dar. In Deutschland ist dies nur für 16 Prozent Top-Thema. Im Vorjahr hatten noch 21 Prozent der deutschen Unternehmen die Ansprache ihrer Mitarbeiter - und das Employer Branding - als ihre wichtigste Zielgruppe genannt. In UK sind es aktuell dagegen 27 Prozent. Damit laufen deutsche Unternehmen deutlich gegen den Trend in Europa und dem Rest der Welt.
Einen Fachkräftemangel erkennt nur jedes fünfte deutsche Unternehmen. Weltweit ist es jedes dritte. Auf der anderen Seite verbreiten nur 18 Prozent der deutschen Unternehmer Zuversicht, die besten Nachwuchskräfte an sich zu binden. In Italien sind es 29, in den USA gar 37 Prozent. Weltweit sind knapp Drei Viertel (71 Prozent) vor allem kleinere und mittlere Unternehmen überzeugt, dass der Aufbau ihrer Arbeitgebermarke ein zentraler Schlüssel für ihren künftigen Erfolg darstellt.
Weitere Kernergebnisse des "Worldcom Confidence Index 2018":
- Cyberattacken: Cyberkriminalität sieht weltweit fast jedes zweite Unternehmen als Bedrohung für den künftigen Geschäftserfolg (39 Prozent; weltweiter Durchschnitt: 32 Prozent).
- Markenstärke: Im Vergleich zu größeren sind 71 Prozent der kleineren Unternehmen der Ansicht, dass die Fähigkeit, Talente aufgrund der Qualität ihrer Arbeitgebermarke anzuwerben, den größten Einfluss auf ihren Erfolg im Jahr 2018 haben wird.
- 'America first': Amerikanische Entscheider sehen im neuen Kommunikationsstil der politischen Eliten positive Effekte für ihr Geschäft (USA: 28 Prozent - Europa: 13 Prozent).
- Gesetzgebung: Änderungen der politischen und gesetzgeberischen Rahmenbedingungen sehen deutsche Unternehmen als größte Bedrohung des Geschäftserfolgs (41 Prozent). Weltweit liegt dieses Kriterium mit 35 Prozent ebenfalls auf dem Spitzenplatz.
- Abgaben: Einen weiteren erfolgsgefährdenden Faktor stellen für deutsche Unternehmen Steuerhemmnisse dar (36 Prozent; weltweit: 28 Prozent).
- Vertrauen: Das Vertrauen in die Verbraucher ist bei deutschen Unternehmen mit 16 Prozent extrem niedrig ausgeprägt. Weltweit liegt es bei 30 Prozent.
Für die Studie sind 585 internationale CEOs und CMOs online befragt worden (167 Amerika; 106 Asien; 312 EMEA).

