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Zur Studie "Digitalagenturen im Umbruch"
Zuviel KI: McDonald's blamiert sich mit Weihnachtsspot
10.12.2025 Ein vollständig KI-generierter Weihnachtsspot von McDonald's sorgt in den Niederlanden für Empörung. Kritik entzündet sich an unnatürlich wirkenden Szenen, einem ungewöhnlich düsteren Grundton und der fehlenden emotionalen Wirkung. Nun hat das Unternehmen den Clip zurückgezogen.
Besonders kritisch bewerteten viele ZuschauerInnen den düsteren Grundton des Spots. Das bekannte Weihnachtslied "It's the most wonderful time of the year" wurde zur Zeile "It's the most terrible time of the year" umgedichtet. Dazu zeigte der Spot Missgeschicke wie Stromausfälle, Backpannen oder Stürze. Der Clip endete mit der Aufforderung, sich vor dem Festtagschaos bis Januar in einem McDonald's zu "verstecken".
Obwohl die Bilder realistisch wirken sollten, offenbarten Bewegungsabläufe und Details die KI-Herkunft deutlich. Auch der schnelle Schnitt wurde von Beobachtern als Versuch gedeutet, typische KI-Schwächen zu kaschieren.
Kreativteam verteidigt KI-Einsatz - und gießt Öl ins Feuer
Die Kombination aus verletzungsreichen Szenen, zynischem Humor und düsterer, künstlicher Ästhetik stieß vielen potenziellen KundInnen negativ auf. Kritisiert wurde, dass emotionale Wärme fehle - ein zentrales Element klassischer Weihnachtswerbung. Zudem seien KI-Artefakte wie verformte Gliedmaßen oder unrealistische Physik deutlich sichtbar.Zusätzlichen Unmut löste ein Statement des verantwortlichen Kreativteams aus. Hinter der Produktion standen die Agentur TBWA\Neboko sowie das Unternehmen The Sweatshop. In der inzwischen gelöschten Erklärung hieß es, bis zu zehn interne KI-SpezialistInnen hätten über sieben Wochen nahezu durchgehend an dem Spot gearbeitet - was die Frage aufwarf, warum der erhebliche Aufwand nicht in eine klassische Realproduktion investiert wurde. Kurz nach Veröffentlichung schloss McDonald's den Kommentarbereich auf Youtube, inzwischen wurde der Clip auf "privat" gestellt. Eine offizielle Stellungnahme steht weiterhin aus.
Der Spot ist noch unter anderem hier abrufbar.
