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Fachkräftemangel: Ein Viertel kündigt auch ohne neue Stelle

von steiger_2

16.08.2018 Das Halten und die Integration von neu eingestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist nach Ansicht von 93 Prozent von Berater Korn Ferry   befragten Fach- und mittleren Führungskräften schwierig. 45 Prozent halten dies sogar für sehr schwierig.

 (Bild: Lasse Kristensen aboutpixel)
Bild: Lasse Kristensen aboutpixel
29 Prozent schätzen, dass in sechs Monaten jeder Fünfte das Unternehmen wieder verlässt. 15 Prozent sehen fast jeden Dritten wieder gehen. Ein Viertel würde bei ausgeprägter Unzufriedenheit den Job hinschmeißen, auch ohne einen neuen in der Tasche zu haben. An der Untersuchung haben 361 Personen teilgenommen.

Der wichtigste Grund für eine frühzeitige Kündigung ist die Ernüchterung hinsichtlich des neuen Jobs nach dem Auswahlprozess. 44 Prozent der Teilnehmer haben angegeben, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor allem dann die Notbremse ziehen, wenn ihre neue Rolle zu sehr von den Erwartungen abweicht. 17 Prozent nennen einen grundsätzlichen Unterschied zwischen Arbeitgeberbild und Arbeitgeberrealität als Kündigungsgrund. 14 Prozent kündigen, weil sie bereits in den ersten sechs Monaten zu erkennen glauben, sich in der neuen Rolle nicht weiter entwickeln zu können.

Enttäuschte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fackeln heute nicht lange. Ein Viertel (26 Prozent) der Befragten hat angegeben, auch ohne einen neuen Job zu kündigen, wenn die Unzufriedenheit zu groß ist. Wenn der Job gut bezahlt ist, würden das allerdings nur noch drei Prozent tun. Immerhin 82 Prozent würden so lange bleiben, bis sie einen neuen Vertrag unterschrieben haben.

So sagen auch nur neun Prozent, dass ihr Arbeitgeber sie vor allem mit Vergütung bei der Stange halten kann. Die deutliche Mehrheit, 70 Prozent, wünschen sich vor allem einen Job, der sie zugleich herausfordert als auch erfüllt und bereichert. 16 Prozent halten den persönlichen Entwicklungspfad für das wichtigste Kriterium bei ihrem neuen Arbeitgeber zu bleiben.
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