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Cybercrimes: Kriminelle entdecken Kryptowährungen als Einnahmequelle
25.07.2018 Hacker und Cyberkriminelle zeigen eine neu erwachte Fokussierung auf bereits vergessen geglaubte, alte Schwachstellen - etwa bei Kameras und Druckern. Das zeigt ein aktueller Bericht der Sicherheitsfirma Kaspersky Lab . Darüber hinaus zeigt sich eine zunehmende Monetarisierung illegaler Cyberaktivitäten durch die Nutzung von Kryptowährungen sowie e-Gaming-Plattformen als neues DDoS-Ziel.
Während des Untersuchungszeitraums haben Cyberkriminelle sich offensichtlich auf bereits vergessen geglaubte, sehr alte Sicherheitslücken besonnen und für ihre Attacken reaktiviert. Sicherheitsexperten haben beispielsweise DDoS-Angriffe identifiziert, die eine seit 2001 bekannte Schwachstelle im Universal-Plug-and-Play-Protokoll einschließen und das DDoS-Protection-Team von Kaspersky Lab konnte eine Attacke auf eine Schwachstelle des Chargen-Protokolls beobachten, die bereits 1983 beschrieben wurde. Trotz seines beträchtlichen Dienstalters und des begrenzten Umfangs des Protokolls können viele offene Chargen-Server einfach im Internet gefunden werden. Dabei handelt es sich hauptsächlich um Drucker und Kopierer.
Verstärkt im Fokus der Angreifer: Kryptowährungen und Gaming-Plattformen
Diese Rückbesinnung auf alte Techniken hat Cyberkriminelle jedoch nicht daran gehindert, neue Botnets zu entwickeln. In Japan etwa wurden 50.000 Videoüberwachungskameras für DDoS-Angriffe genutzt. Eine der beliebtesten Methoden zur Monetarisierung von DDoS-Angriffen bleibt das Targeting von Kryptowährungen und Währungstauschbörsen. Ein typischer Fall ist etwa das digitale Zahlungsmittel Verge. Hacker griffen hier einige Mining-Pools an und nutzten die daraus entstehende Verwirrung, um 35 Millionen XVGs (Verge-Einheiten) zu stehlen.Ein weiterer Trend: Vor allem bei E-Sports-Turnieren werden weiterhin Gaming-Plattformen ins Visier genommen. Laut Kaspersky Lab betreffen DDoS-Angriffe nicht nur Spiele-Server, sondern auch die Spieler selbst, die sich von ihren eigenen Plattformen aus verbinden. Ein organisierter DDoS-Angriff auf die Hauptspieler eines Teams kann leicht dazu führen, dass dessen Mannschaft verliert und das Turnier verlassen muss. Cyberkriminelle verwenden ähnliche Taktiken, um Attacken auf den Streamer-Markt zu monetarisieren und greifen Kanäle an, die Übertragungen von Videospielen streamen. Der Wettbewerb in diesem Segment ist groß, und Cyberkriminelle können durch den Einsatz von DDoS-Angriffen Online-Übertragungen stark beeinträchtigen und damit negativen Einfluss auf die Einnahmen des Betreibers nehmen.

