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Paid Content: Digitale Kioske sind schlecht für's Geschäft

03.03.2017 Eine Studie der Universität Hamburg legt einen negativen Effekt von digitalen Kiosk-Angeboten nahe. Die Plattformen von Blende, Readly & Co. sorgen kaum für neue Leser, sondern eher für einen Abonnentenschwund bei den Verlagen.

 (Bild: crookoo / pixabay.com)
Bild: crookoo / Pixabay
Das Medienmagazin Meedia   berichtet über eine Studie der Universität Hamburg  , die den Nutzen von Digitalen Kiosken wie Blendle  , Readly   oder Pocketstory   untersucht hat. Ergebnis: Vor allem Flatrate-Modelle sind für Leser attraktiv, es lassen sich jedoch nur wenig neue Kunden gewinnen. Die Angebote gehen daher vor allem zu Lasten verlagseigener Abo-Modelle

Zunächst klingt die Studie "Competing with Free: Flatrates in the Publishing Industry" von Professor Michel Clement vom Institut für Marketing und Medien der Univerität Hamburg erfreulich: Die Mehrzahl der 1.923 befragen Personen steht digitalen Kiosken positiv gegenüber. Insbesondere Flatrate-Modelle kommen gut an, die allerdings nicht mehr als 10 Euro kosten dürfen.

Allerdings: Viele der zahlenden Leser würden ihre ihre bisherige kostenpflichtige Bezugsquelle dafür wechseln. Egal welches Preismodell die Verlage anbieten: 99 Prozent des Umsatzes wird der Studie zufolge mit Lesern erwirtschaftet, die heute ohnehin schon für journalistische Inhalte zahlen. Heißt: Neue Angebote kannibalisieren bestehende. Statt neue Leser zu gewinnen, werden alte umgeschichtet.

Erst vor kurzem hatte iBusiness in einer Analyse beschrieben, dass für Verlage unterm Strich ein festes Monatsabo die gewinnbringendste Entwicklung verspricht (siehe iBusiness: Paid Content - Wie erfolgreiche Bezahlschranken funktionieren).
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