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Studie zur Digitalisierung der Arbeitswelt: Nicht nur die Technik ist entscheidend

24.04.2018 Digitalisierung verändert unsere Arbeitswelt - aber nicht nur die Technik, auch wirtschaftliche und soziale Faktoren spielen dabei eine Rolle: Wie sich Innovationen, Beschäftigung und Arbeitsplatzqualität wechselseitig beeinflussen, untersuchte das Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen (UDE) in einem internationalen Forschungsprojekt. Die Ergebnisse sind im aktuellen IAQ-Report 2018-03 veröffentlicht.

 (Bild: dbreen/Pixabay)
Bild: dbreen/Pixabay
Innovative Betriebe schaffen mehr und stabilere Arbeitsplätze als ihre traditionell aufgestellten Mitbewerber, so das Ergebnis der Auswertung des Institut Arbeit und Qualifikation   (IAQ) der Universität Duisburg-Essen   (UDE). Davon profitieren allerdings vor allem qualifizierte Arbeitskräfte, die Zahl gering qualifizierter Beschäftigter geht zurück. Das bedeutet aber nicht, dass Innovationen durchgängig mit höheren Qualifikationen und besserer Arbeit einhergehen, wie Fallstudien in zwei Wachstumsbranchen - der Handelslogistik und der Computerspielbranche - zeigen.

Kein Garant für "gute Arbeit"

Dabei können auch einfache Routine-Tätigkeiten zunehmen, die durch die neuen Technologien noch stärker zerlegt und abgewertet werden, wie das Beispiel der Handelslogistik zeigt. Umgekehrt sind auch kreative Tätigkeiten mit steigenden Qualifikationsanforderungen kein Garant für 'gute Arbeit'. Das zeigt sich etwa in der Computerspielbranche, wenn die Entlohnung gering, die Arbeitszeiten lang und die Beschäftigung unsicher sind.

Die Ursache dafür sehen die Autoren vor allem in den aktuellen Marktdynamiken in beiden Branchen. Die Digitalisierung läuft eben nicht im luftleeren Raum ab, sondern trifft auf einen ökonomischen Kontext, der sich negativ auf die Arbeitsqualität niederschlägt, heißt es in dem Bericht.

Fazit: Gerade in Wirtschaftsbereichen jenseits der traditionellen Kernbranchen der deutschen Wirtschaft fehlt es vielfach an Rahmenbedingungen und durchsetzungsfähigen Akteuren. Sie könnten die Impulse, die von Arbeitskräftemangel und demographischem Wandel ausgehen, in verbesserter Arbeitsqualität ummünzen.
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