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Studie: Online-Handel mit schlechter Öko-Bilanz

05.09.2017 Eine neue Studie zweifelt die Öko-Bilanz des Onlinehandels an. Grund: Die Menschen erhalten so mehr Freizeit, die sie unökologisch nutzen.

 (Bild: obs/pakadoo)
Bild: obs/pakadoo
Online-Shopping boomt. Allein 2016 wurden in Deutschland rund 3,3 Milliarden Pakete verschickt, wofür rund 14 Milliarden Euro ausgegeben wurden - ein Wachstum von sechs Prozent gegenüber Vorjahr. Unklar ist allerdings, ob sich dadurch ein positiver oder negativer ökologischer Effekt ergibt. Gretchenfrage: Ist es ökologisch besser, wenn ein Lieferwagen die Bestelladressen abklappert oder wenn sich viele Verbraucher selbst auf den Weg in die Innenstadt machen? Viele Studien wurden zu der Frage bereits durchgeführt und kamen zu durchaus unterschiedlichen Ergebnissen. Ein Problem: Die Öko-Bilanzen ändern sich drastisch, wenn mehrere Einzeleinkäufe zusammengelegt oder der Einkaufsweg klimaneutral per Fahrrad zurückgelegt wird.

Auf eine weitere Unwägbarkeit weist nun eine Langzeitstudie der der Europa-Universität Viadrina   und der Leipzig Graduate School of Management   über die "Auswirkungen des E-Commerce auf den Energieverbrauch" hin: Durch das Online-Shopping entsteht neue Freizeit, in der meist viel Energie verbraucht wird. Ausflüge mit dem Auto, Fernsehen, Computerspiele - die meisten Freizeitaktivitäten sind nicht weniger energiehungrig als ein Einkaufsausflug. Dieser Effekt wurde in den meisten Studien bislang nicht berücksichtigt.
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